Project M

MIa ZabelkaMIA ZABELKA - E-Violin, Voice, Electronics, Contact Microphones
MIA MAKELA - Visuals
EVA SCHINDLING - Programmierung

30.10.2011 - 19:30 - 21:00


"I sing the body electric, The armies of those I love engirth me, and I engirth them, They will not let me off till I go with them, respond to them, And discorrupt them, and charge them full with the charge of the soul."
Walt Whitman, Leaves of Grass

 

Mia Zabelka konzentriert sich in ihrem neue Solo Projekt M auf experimentelle Improvisationstechniken für Stimme und Geige, die durch einen Prozess, den sie "automatic playing" nennt, entwickelt werden. Mit Hilfe von Live-Elektronik, die das elektro-akustische Klangspektrum erweitert, werden die Beziehungen zwischen Körper, Gestik, Klang, Maschinen und Raum erkundet. Dadurch werden musikalische Bilderwelten in einem kontinuierlichen Prozess des Experimentierens und körperlicher Unmittelbarkeit geschaffen.

Außerdem experimentiert die Künstlerin in ihren elektro-akustischen Kompositionen mit dem Klang ihres Körpers: Aufnahmen kleiner Kontaktmikrofone, die auf ihrer Haut und ihrem Haar angebracht sind, sowie Geräusche aus dem Inneren des Körpers, welche mittels medizinischer Geräte aufgezeichnet wurden, werden verarbeitet und bei Live-Auftritten mit Violin- und Gesangsimprovisation verbunden.

Die Visuals von Mia Makela, die auf die Audiodaten von Zabelkas Musik reagieren, ermöglichen eine synästhetische Erfahrung und eine wahrlich audivisuelle Performance.
Die verwendete Software generiert Makelas Visuals nach MIDI-Noten und -Klängen (musical instrument digital interface - Digitale Schnittstelle für Musikinstrumente) und kreiert Bilder oder Videos in Echtzeit. Das Endergebnis ist ein kohärentes audio-visuelles Erlebnis in welchem die Klänge, während sie gespielt werden, Visuals erzeugen und bewegen. Gleichzeitig aber wirken auch die Visuals wiederum auf die Klänge ein. Damit ist es Zabelka möglich eine audiovisuelle Performance nur durch das Spiel auf der Geige und anderer Instrumente zu schaffen. Sie kann von einem visuellen Modul zu einem anderen wechseln, indem Sie Pedale oder andere MIDI-Steuerungen bedient.
Makela verwendet hierfür Max/MSP, eine graphische Entwicklungsumgebung für Musik und Multimedia, und JITTER. Makelas Visuals sind meist abstrakt aber verfügen über einen hohen Grad an Tiefe, Komplexität, und einer unendliche Vielfalt.

„M“ steht für Mensch, Maschine und Musik, aber auch für den „Ur-Laut“ des Menschen, aus dem Musik und Sprache entstanden ist. In der Etymologie bedeutet „M“ das Element Wasser.

Die neue CD "M" von Mia Zabelka, veröffentlicht auf MonoType Records, wird im Rahmen von «Klangspiegel: London /Wien» präsentiert werden.

Mia Zabelka
(Übersetzung: Anna Benedikt)

www.miazabelka.com
www.solu.org