Es gibt Musikprojekte, die einfach aus dem Rahmen fallen, die, weil deren Beteiligte Ansätze verfolgen, welche nicht und nicht den herkömmlichen Konventionen entsprechen wollen, sich im positiven Sinn vom Rest abheben. Um eine solches handelt es sich ganz ohne Zweifel bei der Formation MoZuluArt. Was nämlich hier von den Protagonisten betrieben wird, ist die kunstvolle Aufhebung so ziemlich aller musikalischen Begrifflichkeiten und Vorstellungen. Das aus Simbabwe stammende Vokaltrio Insingizi und der österreichische Pianist Roland Guggenbichler lassen vermeintlich traditionsbehaftete Klangwelten aufeinandertreffen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Mit dem Ziel etwas vollkommen Neues zu erschaffen, vermengen sie in ihren Stücken Zulu-Klänge mit klassischer Musik, vor allem mit jener von Wolfgang Amadeus Mozart. Eine Mischung, die aufgeht, hervorragend funktioniert und einfach nur staunen lässt. Längst haben MoZuluArt als bedeutende Fixgröße in der heimischen Weltmusikszene etabliert, aber nicht nur da, auch aus dem Ausland werden schon viele Blicke auf dieses außergewöhnliche Ensemble geworfen.
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Eiskalt war es bei der heutigen Gedenk-Veranstaltung zum Holocaust am Wiener Heldenplatz. Chorleiter Roman Grinberg dirigierte drei Lieder des Wiener Jüdischen Chors, bevor Oberrabbiner Eisenberg das Gebet sprach. Gibt es eine eigene österreichische jüdische Musik? Ein ausführliches Interview mit Roman Grinberg – über Mizrahi Pop, Volkspoeten, Freude mit Betrübnissen und seine Band „Frejlech“. Das Interview führte Kerstin Kellermann.
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Es gibt sie noch, die Künstler, die sich als echte Freigeister positionieren, die ohne wenn und aber ihre Dinge durchziehen, seien sie noch so eigenwillig und abseits jeder Norm. Erwartungshaltung oder Meinung anderer scheinen ihnen vollkommen egal zu sein, erfolgreich entziehen sie sich jeglichen Kategorisierungsversuchen. Stefan Sterzinger ist ein solcher Querdenker. Den Sänger und Akkordeonisten reizt es wenig, sich ständig zu wiederholen. Er macht sich lieber zu neuen Ufern auf, um nicht in Beliebigkeit zu verkommen. Der streitbare Wiener gefällt sich in der Rolle der ewigen Undergroundfigur und weiß dies auch authentisch zu vermitteln. Er ist wohl einer der letzten echten Punker der heimischen Musikszene, jedenfalls im Geiste.
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Mit dem Kollegium Kalksburg, dem positiv verrückten Trio bestehend aus Heinz Ditsch, Paul Skrepek und Wolfgang Vincenz Wizlsberger, feiert in diesem Jahr eine echte und inzwischen unverzichtbare Wiener Musikinstitution sein 15-Jähriges Bestehen. Dem Dreiergespann ist es mit zu verdanken, dass das Wienerlied in den vergangenen Jahren eine Art Renaissance erleben durfte, vermochte es das Trio doch auf eine fast unnachahmliche Weise, die traditionelle Schrammelmusik in ein modernes Gewand zu hüllen. Mit einer ordentlichen Portion Humor, ungemeiner Experimentierfreudigkeit und angetrieben vom Geiste der Erneuerung, spannen die drei virtuos spielenden Entertainer einen musikalischen Bogen, der von der Vergangenheit bis in die Gegenwart reicht. Ein Ansatz, der das Wienerlied letztlich auch solchen Leuten näher gebracht hat, die im Grunde genommen, wenig bis gar nichts mit dieser Musikrichtung am Hut gehabt haben.
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Seit Jahren eine echte Institution in der heimischen Wienerliedszene ist das Duo Die Strottern. Klemens Lendl (Gesang & Violine) und David Müller (Gesang & Gitarre) zeigten sich mit ihrer erfrischenden und modernen Version der originalen Wiener Schrammelmusik mitverantwortlich dafür, dass Musikstil nach einer langen, langen Zeit eine Art Renaissance erleben durfte. Was das Zweiergespann aber keineswegs betreibt, ist Altertumspflege, davon ist es meilenweit entfernt. Vielmehr liefern die beiden Musiker mit ihrer Interpretation des Wienerlieds eindrucksvoll den Beweis, dass es in diesem Genre noch viel zu sagen gibt, dass dieser nicht notwendigerweise den althergebrachten Klischees entsprechen muss, sondern sehr wohl musikalisch qualitätsvollen Maßstäben entsprechen kann. Es ist ein weiter und kunstvoller Spagat, den Klemens Lendl und David Müller vollführen, einer zwischen Traditionen und modernen Ansätzen, zwischen dem weiten Fundes des Wienerliedschatzes und der Einbeziehung klanglicher Elemente anderer Musikstile, wie etwa des Jazz. Was Die Strottern entstehen lassen, ist eine neuartige, zeitgemäße und charmante Interpretation der Wiener Schrammelmusik, die auch jenen gefällt, die eigentlich recht wenig mit dieser Musikrichtung am Hut haben.
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Der großartige Balaphon-Spieler Mamadou Diabate lebt seit über einem Jahrzehnt in Österreich und gewann vergangene Woche den „Austrian World Music Award 2011“. Der überaus umtriebige Musiker erklärt die unterschiedlichen sozialen Traditionen und Hintergründe in seinem Schaffen und stellt in diesem Verbindungen zwischen Sprache und Musik her. Das Interview führte Kerstin Kellermann.
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Mehr Kunst, weniger Umsatz - Gibt es unpeinliche Dialekt-Musik? Im Falle von 5/8erl in Ehr´n muss man diese Frage mit einem ganz klaren Ja beantworten. Max, Hanibal und Bobby von 5/8erl in Ehr´n über Mundart-Texte, Visionen und Radiosender, die wie Buchhaltungsprogramme funktionieren. Das Interview führte Markus Deisenberger.
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Johannes Hammel ist Kameramann und Filmemacher. Nach zahlreichen experimentellen Arbeiten ist „Folge mir“ (2010) seine erster Langfilm. Der Musiker Heinz Ditsch arbeitet für Theaterproduktionen, ist Teil des Kollegiums Kalksburg und hat zu fast allen Filmen von Johannes Hammel die Musik beigesteuert. Das Interview führte David Krems.
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Der Gitarrist Michael Bruckner-Weinhuber spielt am 16. Juli 2011 mit seinem neuen Musikprojekt Attosphere im Rahmen des Festivals Glatt & Verkehrt. Ein Duo-Projekt betreibt er gemeinsam mit der aus Slowenien stammenden Maja Osojnik, zudem ist er Begründer der Gruppe Zur Wachauerin und seit einigen Jahren Teil der Band Nifty's. Im mica-Interview erzählt der Vielbeschäftigte von seinen Lehrjahren, warum ihm Tourneen Spaß machen und von Robert Schumann. Das Interview führte Jürgen Plank.
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Ein mehr als feines und ganz und gar nicht mehr kleines Festival verwandelt vom 10. bis zum 17. Juli das 5000 Einwohner zählende Städtchen Andorf in Oberösterreich einmal mehr in einen bunten Ort der Begegnung und kulturellen Vielfalt. Unter dem Motto „arts, cows & party“ öffnet das vom Kunst- und Kulturverein m-arts veranstaltete disziplinenübergreifende zeitgenössische Kunstfestival "Spiel" nunmehr zum dritten Mal seine Pforten, um im und rund um den Biobauernhof Schlossergütl die KünstlerInnen aus dem In- und Ausland und BesucherInnen gleichermaßen dazu zu animieren, neue und ungewöhnliche Wege zu beschreiten. Was erwartet werden darf, sind hoch interessante und hochwertige Kunstprojekte zwischen Musik, Schauspiel und Tanz. Ebenfalls auf dem Programm stehen fünf Uraufführungen von Werken der jungen heimischen und in Österreich lebenden KomponistInnen Dietmar Hellmich, Veronika Mayer, Burkhard Stangl, Angelica Castello und Matthias Kranebitter. Peter Mayer, einer der drei künstlerischen Leiter des Festivals, im Gespräch mit Michael Ternai.
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