Angelica Castello - Bestario (Mosz) VÖ: März 2011
Jedem Anfang wohnt ein Abschied inne, so sagt man. Oder war’s umgekehrt? Wie auch immer: „Bestiario“ ist ein Werk der Abschiede. Und es stellt einen Beginn dar, einen ersten markanten Pflock im weiten Feld, eine Startrampe.
„Bestiario“ das Debütalbum von Angélica Castelló. Ein längst fälliges Debüt, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die 38-Jährige schon seit 1999 auf mannigfaltige Weise die Wiener Musiklandschaft bereichert.
Die CD ist ein Neustart auch im Sinne des Abstandgewinnens zu Zurückliegendem, des Verarbeitens persönlicher Erinnerungen, biographischer Zäsuren, die als private, den Titel prägende „Bestien“ in Angélica Castellós Kopf gebannt, gezähmt werden wollen. „Meine Musik ist abstrakt, aber es sind ganz konkrete Menschen, Geschichten, die mich inspirieren“, so Castelló.
Die Kompositionen auf der CD sind Musiken, die Bildhaftes wie auch Abstraktes in sich tragen, die Erinnerungen auslösen und vertreiben, die oft wie aus einer anderen Zeit, einer anderen Welt herüber zu wehen scheinen, und doch im Hier und Heute gründen. Es sind vielschichtige klingende Übermalungen, unter deren rauer Oberfläche sehr oft Konkretes lauert: Klänge voll Wärme, poetischer Zartheit, berührender Fragilität. „Bestiario“ erzählt Geschichten über Sehnsucht, über Einsamkeit, über den Tod, aber auch über Geborgenheit, über Momente des Glücks, über Dinge, die man hinter sich lässt. Geschichten über Abschied und Neubeginn. Geschichten über das Leben.
Pressetext Auszug (Andreas Felber)