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Konzerthaus präsentiert Abonnementprogramm 2010/2011

Die Befürchtungen, die Wirtschaftskrise könnte sich negativ auf die Besucherzahlen der Veranstaltungshäuser auswirken, haben sich nicht bewahrheitet. Zumindest nach Bernhard Kerres, dem Direktor des Wiener Konzerthauses, der im Rahmen der Vorstellung des Abonnementprogramms 2010/2011 mit Stolz verlautbaren konnte, dass die Zahl der verkauften Abonnements unter seiner Führung erstmals die magische Grenze von 28.000 überschritten hat, was eine Steigerung von drei Prozent bedeutet. Aufbauend auf diesen höchst erfreulichen Umstand wurde für die kommende Saison nochmals eine Erweiterung des musikalischen Angebots vorgenommen.

Insgesamt erwarten das Publikum in der kommenden Spielzeit rund 430 Veranstaltungen, wobei natürlich die musikalischen Darbietungen erwartungsgemäß den größten Anteil einnehmen werden. Bernhard Kerres will aber auch den in den vergangenen Jahren eingeschlagenen und erfolgreichen Weg fortsetzen und den BesucherInnen, wie schon in den vergangenen Saisonen, vermehrt Literatur- und Filmveranstaltungen anbieten.

Generell lässt sich über das Programm 2010/2011 sagen, dass es erneut ungemein vielfältig ausgefallen ist und genauso viel Neues wie auch bereits Bekanntes beinhaltet. Auffallend ist, dass im Spielplan der zeitgenössischen Schiene erneut sehr viel Platz eingeräumt wurde. So wie im Zyklus „Musik der Moderne“, in dem hochinteressante Ur- und Erstaufführungen auf dem Programm stehen. Ebenfalls ein starkes Zeichen für das Engagement im Bereich der zeitgenössischen Musik ist die siebenteilige Konzertreihe „Schluss mit traurig“ des Wiener Klangforums.

Besonders erfreut zeigt sich der Direktor, dass er für die kommende Saison mit dem Ungarn Andras Schiff einen der international gefragtesten Pianisten für mehrere Auftritte gewinnen konnte. Ein weiterer Höhepunkt sind die vier Matineen des Stargeigers Daniel Hope unter dem Titel „Wann darf geklatscht werden?“. Auch dem Schaffen Gustav Mahlers wird in der kommenden Saison mit der Aufführung aller Symphonien bedacht. Zu Gast sind solche renommierte Interpreten wie das San Francisco Symphonie Orchestra, die Wiener Symphoniker sowie Bamberger Symphoniker – bayrische Staatsphilharmonie.

Besonders hob Bernhard Kerres die internationalen Kooperationen mit der Shanghai Concert Hall und dem Österreichischen Kulturforum in New York hervor. Vergangenen Jänner startete das Konzerthaus seine erste Konzertreihe im Ausland. In Zusammenarbeit mit dem ACFNY veranstaltete das Konzerthaus inzwischen eine Reihe von Konzerten, mit dem Fokus auf zeitgenössische Musik, in der amerikanischen Metropole. Dieses erfolgreiche Projekt soll in Zukunft fortgesetzt werden. Ganz am Beginn steht die Zusammenarbeit mit der Shanghai Concert Hall, einem der führenden Konzerthäuser in Asien. Geplant ist, dass das Wiener Konzerthaus jährlich drei bis fünf Konzerte in China absolvieren wird. Umgekehrt sollen auch chinesische KünstlerInnen in Wien auftreten. Durch diese Kooperation erhofft sich Bernhard Kerres, neben dem kulturellen, auch einen befruchtenden Wissensaustausch.

Insgesamt zeigt sich, dass das Konzerthaus einmal mehr ein Programm auf die Beine gestellt hat, das schlicht und einfach als erstklassig zu bezeichnen ist. Bernhard Kerres und sein Team setzen ihren Weg konsequent fort. Wie die erfolgreiche vergangene Saison zeigt, findet das Konzept zwischen Altbewährtem und Neuem großen Anklang und erschließt neu Publikumsschichten.(mt)

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