Im Jahr 2011 hatte das IZZM Kärnten einen Composer in Residence ausgeschrieben und aus den Einreichungen Peter Jakober ausgewählt. Am 2. Februar 2012 wird nun nicht nur sein Auftragswerk für das Kärntner Ensemble für zeitgenössische Musik, die „MusikFabrikSüd“, aus der Taufe gehoben, sondern auch zwei weitere Werke von ihm in den Kammerlichtspielen in Klagenfurt gespielt. Das Interview führte Nina Polaschegg.
Weiter
Nicht weniger als elf Mal darf das Label Kairos den Preis der deutschen Schallplattenkritik zu seinen Auszeichnungen zählen; und auch der Diapasson d’or ist – neben etlichen anderen ehrenden Anerkennungen – ein knappes halbes Dutzend Mal unter den auf der Website präsentierten Plaketten zu finden. Was in der 1999 beginnenden Unternehmensgeschichte nach einem berauschenden Erfolg klingt, ist aus künstlerischer Sicht ein unersetzbarer Gewinn.
Weiter
Dass es schwierig ist, vom Komponieren alleine zu leben, ist kein Geheimnis. Doch gibt es auch andere Gründe, das Schaffen von musikalischen Kunstwerken mit anderen Tätigkeiten zu verbinden. Denn oft bedingt eine Augabe so manch andere. Eine dieser vielseitig engagierten Persönlichkeiten ist in Richard Graf zu finden, der das musikalische Geschehen als Komponist und Interpret wie auch als Vorsitzender der INÖK und Musikpädadoge prägt. Ebenso vielgestaltig wie das Berufsfeld des Niederösterreichers sind auch die musikalischen Stile, die in seine Kompositionen für professionelle MusikerInnen wie auch für SchülerInnen einfließen. Das Gespräch über die Wechelwirkungen dieser heterogenen Elemente führte Doris Weberberger.
Weiter
Erfolg ist in der Neuen Musik relativ. Denn um große Massen wie in der Popkultur anzusprechen, fehlt zeitgenössischen Kompositionen oftmals eine größere Öffentlichkeit in Medien, Schule und bei Veranstaltern. Abgesehen davon handelt es sich bei Gerd Kühr um einen Vertreter seines Berufsstandes, der inzwischen seit Jahrzehnten beständig im Programm zu finden ist – sei es bei den Salzburger Festspielen, dem steirischen herbst oder den Dresdner Tagen für zeitgenössische Musik sowie über die Grenzen des deutschsprachigen Raumes und den Kontinent hinaus. Zu den ebenso zahlreichen Auszeichnungen, die Kühr in seiner beständigen Laufbahn erhielt, gesellt sich nun auch der Österreichische Kunstpreis im Bereich Musik hinzu.
Weiter
Wohl kaum je war es so einfach, Musik zu fixieren und somit das gleiche Material wiederholte Male auf gleiche Weise abzuspielen. Genau diesen Möglichkeiten zeitgenössischer Musikreproduktion widersetzt sich Karlheinz Essl. Was bei improvisatorischen Performances als inhärentes Merkmal zu verbuchen ist, zeigt sich im Gegensatz zum konventionellen Werkbegriff auch in seinen Kompositionen. Zugleich stellt Essl sein Schaffen in einen Dialog mit der Tradition, ohne dass seine Werke dabei selbst traditionell anmuten. So beispielsweise in seiner Lexikon-Sonate, für die er seit 1992 musikalische Gesten aus Werken bedeutender Komponisten von Johann Sebastian Bach über Wolfgang A. Mozart bis hin zu Schönberg, Boulez und Stockhausen algorithmisch formalisiert hat.
Weiter
Die deutsche Bildhauerin Nana Schulz und der österreichische Komponist und Organist Josef Novotny gewannen mit ihrem gemeinsamen Filmmusik-Projekt „Die Novotnyorgel“ im Dezember 2011 den vom mica-music austria veranstalteten Filmmusik-Wettbewerb „TonBild“. Wie viel Arbeit, Schweiß und Geduld die beiden KünstlerInnen während der einjährigen Produktionsphase aufzubringen hatten und vor welche Herausforderung sie der Bau der Orgel tatsächlich stellte, erzählen sie im Interview mit Michael Ternai.
Weiter
Ausgehend davon, dass Kunst ein soziales Konstrukt ist, welches in permanenten Verhandlungs- und Aushandlungsprozessen generiert wird, haben die KünstlerInnen Bernhard Gál und Nadja Klement (in Kooperation mit der Uni Salzburg, dem Mozarteum und der Galerie 5020) die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung "Wer macht die Kunst? Und warum?" konzipiert, die am 12.01.2012 in Salzburg stattfinden wird. Schon einen Tag zuvor wird dazu in der Galerie 5020 die begleitende Ausstellung „Klangkunst - A German Sound“ eröffnet. In beiden Fällen geht es dabei um grundsätzliche Fragen des Kunstbetriebs: Wer mischt bei der Kunstwerdung eigentlich mit, und mit welchem Interesse? Weiter
In der Musikhistoriographie werden Komponisten oft als singuläre Erscheinungen dargestellt, scheinbar aus dem Nichts auftauchend. Doch kein Komponist tritt als Tabula rasa in die Welt, sondern steht in Beziehung mit der Tradition. Dass dem so ist, versucht Thomas Heinisch erst gar nicht zu verheimlichen. So offenbart er gewisse Bezugspunkte etwa durch Hinweise in den Titeln, vorangestellte Zitate oder musikalische Hinweise, um bestimmte Aspekte verschleiert oder offensichtlich in sein Schaffen zu integrieren.
Weiter
Es gibt MusikerInnen und KünstlerInnen, die sich zu keiner Zeit irgendwelchen Kategorisierungen unterwerfen wollen, die sich in ihrem Schaffen mit Vehemenz dagegen wehren, Erwartungshaltungen erfüllen zu müssen, die abseits jeglicher Konventionen agieren, Scheuklappendenken nicht kennen und traditionell festgesetzte stilistische Grenzen schlicht als Herausforderung ansehen, diese zu überschreiten. Eine Musikerin, auf die all diese Zuschreibungen zutreffen, ist die slowenische und inzwischen in Österreich lebende Sängerin, Flötistin und Komponistin Maja Osojnik. Sich in den unterschiedlichsten Genres beheimatet fühlend, verfolgt die 1976 in Kranj geborene Musikerin in zahlreichen Projekten seit Jahren erfolgreich ihren ganz eigenen Weg. Einen, der sie zu einer der anerkanntesten Vertreterinnen der heimischen Avantgardeszene werden ließ.
Weiter
„Schluss mit traurig“ – so lautet der Titel des aktuellen Zyklus des Klangforum Wien im Wiener Konzerthaus. Für schlechte Laune besteht auch wahrlich kein Grund, hat doch das Abonnement dazu so reißenden Absatz gefunden, dass kurzfristig eine zweite Konzertreihe ins Leben gerufen wurde. Mit diesem Erfolg widerspricht das solistisch besetzte Ensemble für Neue Musik, das sich zu den drei besten seiner Art zählen darf, dem üblichen Vorurteil, dass Neue Musik schwer zugänglich und mindestens ebenso schwierig zu verkaufen sei. Denn mit seiner technischen Perfektion bei gleichzeitig stilistischer Vielfalt ist bestimmt für die meisten Geschmäcker etwas dabei.
Weiter