Matthias Lošek ist ab heuer künstlerischer Leiter von Wien Modern, in den Jahren zuvor gestaltete er die Bregenzer Festspiele mit. Er betrachtet es als eine wichtige Aufgabe, den Kreis der Interessierten in den nächsten Jahren noch mehr zu erweitern. Wien Modern, einst von Claudio Abbado ins Leben gerufen, behauptet im November 2010 drei Wochen lang wieder, dass die Musikstadt Wien eine Stadt im Hier und Jetzt ist. Auf wichtigen Komponistenpersönlichkeiten unterschiedlicher Generationen liegt der Schwerpunkt, sowie auf den besten Ensembles und Solisten der zeitgenössischen Musik der letzten Jahre und Jahrzehnte.
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Vor wenigen Jahren hat wohl niemand wirklich gedacht, dass es einer Formation wie Bunny Lake tatsächlich gelingen könnte, sich an der Spitze der heimischen Pop-Szene zu etablieren. Zu roh und derb dröhnten die Tracks der Anfangszeit noch aus den Boxen, zu wenig zeigten sich die Protagonisten Christian Fuchs, Dr. Nachtstrom (Walter Brandner) und Sängerin Suzy On The Rocks dazu bereit, sich einem massenkompatiblen Mainstream-Sound zu unterwerfen. Doch es kommt, wie man oft so schön sagt, ganz anders, als man denkt.
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Hella Comet ist schon vor über zehn Jahren in Graz gelandet, doch legte mit „Celebrate Your Loss“ (Pumpkin Records / Schnapsidee Records) erst Anfang 2010 das Debütalbum vor. Damit rollt die Gruppe den Post-Rock neu auf, ohne ihn zu zerstören. Das Gespräch über die fruchtbare Szene in Graz, Italo-Western und das Sisi Top Studio führte Clemens Marschall.
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Wohl kaum ein andere Plattenfirma wird mit der großen Wiener Elektronik-Welle Ende der neunziger Jahre so sehr assoziiert, wie das von beiden Wiener Musikproduzenten und DJs Richard Dorfmeister und Peter Kruder 1994 geründete Independent Label G-Stone. Man kann durchaus sogar soweit gehen, von der letzten wirklich großen Erfolgsgeschichte der heimischen Pop-Musikszene zu sprechen. Es gab damals wohl kaum ein CD-Regal, in der die inzwischen legendäre "G-Stoned" EP von Kruder&Dorfmeister nicht zu finden gewesen wären. G-Stone steht für den Beginn einer Ära der österreichischen Musikgeschichte an deren Höhepunkt die gesamte Wiener Elektronikszene weltweite Anerkennung genoss.
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Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren zählt die Ausseer Bradlmusi zu sowohl den bekanntesten als auch musikalisch herausragendsten Volksmusikgruppen Österreichs. Das musikalische Spektrum des Quintetts reicht dabei vom getragenen Geigenjodler über gesungene und gepaschte Gstanzln bis zur frischen Polka und von melodienreichen Steirischen bis hin zu Märschen und Menuetten aus dem 19. Jahrhundert. Damit setzt die Ausseer Bradlmusi die lange Tradition der Geigenmusik im Ausseerland fort.
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Christina Nemec ist eine Querdenkerin, wie sie im Buche steht. Ein Freigeist, der sich mit Nachdruck weigert, sich festgesetzten Regeln zu unterwerfen. Sie ist eine Künstlerin, die ihren eigenen Weg geht, die eigenen Ideen verfolgt und für diese einsteht. Sie ist eine jener starken Persönlichkeiten ist, die, ganz in der Tradition einer Virginia Woolf, mit ihrem künstlerischen Schaffen für die Sache der Frauen einstehen. Sie ist eine Künstlerin, die die Dinge selbst in die Hand nimmt und sich ihre eigenen Netzwerke schafft, im Wissen, dass dies der einzig gangbare Weg ist. Große Platenfirmen oder Verlage spricht sie mit ihrer Arbeit ohnehin nur bedingt an, dafür sind diese zu „dirty“ und roh. Es ist das Umfeld des Undergrounds, die vielbeschriebene Nische, welche Christina Nemec zu nützen weiß und wo sie sich frei entfalten kann.
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Man stelle sich vor, eine Mutter geht zum Friseur - und ihr Filius nutzt die unbeobachtete Gelegenheit anstelle anderen Unfugs (oder zusätzlich zu solchem?), diverse Kügelchen auf Papier zu zeichnen. So geschehen nach aktueller und wohl einigermaßen authentischer Erzählung des einstigen Jungkünstlers selbst im Hause Wally. Dass jene Kritzeleien dann aus heutiger Sicht verdächtig nach Bach-Inventionen klangen, wenn sie die heimgekehrte Frau Mama am Klavier "vorspielte", mochte einem weit voraus schauenden erzieherischen Konzept zuzuschreiben sein: Das so erhaben Klingende mag für Klein-Thomas sicherlich um einiges motivierender gewesen sein, als die tatsächlichen Eigenschöpfungen. Weiter

Was die öffentliche Kommunikation und Wahrnehmung betrifft, so erfährt das Genre Hip Hop generell eine ziemlich verzerrte Darstellung. Goldbehängte Millionäre rappen, vor der Kulisse ihres Luxusanwesens, vom harten Leben auf der Straße, während sie sich von leicht bekleideten Frauen, sofern diese nicht gerade dabei sind, booty shakend Sportwagen zu waschen, beim Anzünden ihrer Zigarren mittels Geldscheinen feiern lassen. Dass es abseits derartiger Bild- und Ton-gewordener Klischees auch eine vielfältige Szene von Musikern gibt, deren Motivation, abseits der eigenen Selbstdarstellung, der Wunsch ist, sich auszudrücken, steht für all diejenigen, die dazu bereit sind, unter die lächerliche Oberfläche zu dringen, wohl außer Frage. Sowohl Pioniere als auch, nach wie vor, mit die wichtigsten Vertreter dieses "anderen" Hip Hop sind hierzulande Texta, die mittlerweile den Status als Geheimtipp schon lange hinter sich gelassen haben. Weiter
Bei Mnozil Brass handelt es sich um ein siebenköpfiges österreichisches Blechbläserensemble, dessen Repertoire von typischer Blasmusik, Schlager, Jazz und Popmusik bis hin zu Oper und Operette reicht. Zusätzlich werden die Auftritte der Band aber auch noch durch komödiantische Einlagen sowie durch Gesangsdarbietungen im Stile eines Musik-Kabaretts ergänzt. Weiter
Der gebürtige Brite Christopher Taylor alias Trouble over Tokyo wurde in unseren Breiten spätestens musikalisch bekannt, als er im Frühjahr 2007 als Support der burgenländischen Indiepoper von Garish auf sich aufmerksam machte. Aber warum er sich gerade die Alpenrepublik als seine musikalische Spielwiese für seinen Indie-Soul-Elektro-Pop ausgesucht hat, hat andere Gründe: Zufälligerweise hat ein Grazer den englischen Musiker in einem Londoner Pub vor ein paar Jahren getroffen und ihn auf eine paar Konzerte in die Steiermark eingeladen. Der Rest ist Geschichte. Jedenfalls ist Trouble over Tokyo gekommen um zu bleiben. Und das ist gut so!
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