Improvisationsband, elektronisches Clubmusik-Duo, Kompositionen mit minimal music-Touch, graphisch notierte Musik als Anregung zur Improvisation, Klanginstallationen - der Komponist Alexander J. Eberhard lässt sich nicht so einfach auf ein Fach festlegen.
Er studierte Viola, Komposition sowie elektroakustische und experimentelle Musik an der Musikuniversität Wien und schreibt zurzeit an seiner Dissertation über den zeitgenössischen Komponisten Gerhard Stäbler. Während der Studienzeit entstanden Werke wie beispielsweise die amüsant-provokante Beethoven-Verarbeitung 9xBeethovenhoch10. Mit Holes, 1999 entstanden, gestaltete Eberhard eine unkonventionelle und spannende, graphisch notierte Improvisationsvorlage für verschiedene Besetzungen, die mit dem Internationalen Gustav Mahler Kompositionspreis prämiert wurde. Besonderen Stellenwert in seinem Schaffen kommt dem Genre Streichquartett zu. Seine Erfahrung in der Kammermusik als Bratschist des von ihm gegründeten Christine Lavant-Quartetts (früher Egon Wellesz Quartett) fließt in seine kompositorische Arbeit ein.
Mit dem Christine Lavant Quartett setzt er abseits des Mainstream Akzente durch die Aufführung von Werken von im Naziregime verfolgten Komponisten oder durch Kooperationen, wie z.B. mit Hans Platzgumer und seiner Band Convertible. Mit den Musikern Ludwig Bekic und Florian Kmet bildet er die Improvisations-Formation Superlooper, gemeinsam mit Jorge Sanchez-Chiong das Elektronik-Duo bonaNza. Im Mai 2008 hat er den Theodor-Körner-Preis für das Orchesterwerk in two parts erhalten.
Uraufführungen von Alexander J. Eberhard fanden bei der "Langen Nacht der neuen Klänge", im Porgy&Bess, im Kunstverein Alte Schmiede, beim Musikforum Viktring, beim St. Pauler Kultursommer, u.v.m. statt. MusikerInnen und Ensembles wie das Janus Ensemble, Ensemble Sputnic, Ludwig Bekic, Christoph Cech, Franz Hautzinger, Gerhard Herrmann, Andreas Lindenbaum, Martin Siewert, Achim Tang, u. a. beschäftigen sich mit seinen Werken.
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