MUSIC AUSTRIA

Porträt Christina Nemec

Christina Nemec ist eine Querdenkerin, wie sie im Buche steht. Ein Freigeist, der sich mit Nachdruck weigert, sich festgesetzten Regeln zu unterwerfen. Sie ist eine Künstlerin, die ihren eigenen Weg geht, die eigenen Ideen verfolgt und für diese einsteht. Sie ist eine jener starken Persönlichkeiten ist, die, ganz in der Tradition einer Virginia Woolf, mit ihrem künstlerischen Schaffen für die Sache der Frauen einstehen. Sie ist eine Künstlerin, die die Dinge selbst in die Hand nimmt und sich ihre eigenen Netzwerke schafft, im Wissen, dass dies der einzig gangbare Weg ist. Große Platenfirmen oder Verlage spricht sie mit ihrer Arbeit ohnehin nur bedingt an, dafür sind diese zu „dirty“ und roh. Es ist das Umfeld des Undergrounds, die vielbeschriebene Nische, welche Christina Nemec zu nützen weiß und wo sie sich frei entfalten kann.
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Reheat Festival 2010

Seine inzwischen vierte Auflage erlebt heuer, am 21. August, das Reheat Festival im Kleylehof im burgendländischen Nickelsdorf. Einmal mehr versammeln sich einen ganzen Tag lang MusikerInnen und KünstlerInnen aus den unterschiedlichsten experimentellen Kunstsparten, um sich auf die Suche nach neuen klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten zu begeben. Der Titel der diesjährigen Veranstaltung lautet "heuer ungeheuer“.
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Porträt: Thomas Wally

Man stelle sich vor, eine Mutter geht zum Friseur - und ihr Filius nutzt die unbeobachtete Gelegenheit anstelle anderen Unfugs (oder zusätzlich zu solchem?), diverse Kügelchen auf Papier zu zeichnen. So geschehen nach aktueller und wohl einigermaßen authentischer Erzählung des einstigen Jungkünstlers selbst im Hause Wally. Dass jene Kritzeleien dann aus heutiger Sicht verdächtig nach Bach-Inventionen klangen, wenn sie die heimgekehrte Frau Mama am Klavier "vorspielte", mochte einem weit voraus schauenden erzieherischen Konzept zuzuschreiben sein: Das so erhaben Klingende mag für Klein-Thomas sicherlich um einiges motivierender gewesen sein, als die tatsächlichen Eigenschöpfungen. Weiter

Porträt: Texta

Was die öffentliche Kommunikation und Wahrnehmung betrifft, so erfährt das Genre Hip Hop generell eine ziemlich verzerrte Darstellung. Goldbehängte Millionäre rappen, vor der Kulisse ihres Luxusanwesens, vom harten Leben auf der Straße, während sie sich von leicht bekleideten Frauen, sofern diese nicht gerade dabei sind, booty shakend Sportwagen zu waschen, beim Anzünden ihrer Zigarren mittels Geldscheinen feiern lassen. Dass es abseits derartiger Bild- und Ton-gewordener Klischees auch eine vielfältige Szene von Musikern gibt, deren Motivation, abseits der eigenen Selbstdarstellung, der Wunsch ist, sich auszudrücken, steht für all diejenigen, die dazu bereit sind, unter die lächerliche Oberfläche zu dringen, wohl außer Frage. Sowohl Pioniere als auch, nach wie vor, mit die wichtigsten Vertreter dieses "anderen" Hip Hop sind hierzulande Texta, die mittlerweile den Status als Geheimtipp schon lange hinter sich gelassen haben. Weiter

Porträt Mnozil Brass

Bei Mnozil Brass handelt es sich um ein siebenköpfiges österreichisches Blechbläserensemble, dessen Repertoire von typischer Blasmusik, Schlager, Jazz und Popmusik bis hin zu Oper und Operette reicht. Zusätzlich werden die Auftritte der Band aber auch noch durch komödiantische Einlagen sowie durch Gesangsdarbietungen im Stile eines Musik-Kabaretts ergänzt. Weiter

Porträt: Trouble over Tokyo

Der gebürtige Brite Christopher Taylor alias Trouble over Tokyo wurde in unseren Breiten spätestens musikalisch bekannt, als er im Frühjahr 2007 als Support der burgenländischen Indiepoper von Garish auf sich aufmerksam machte. Aber warum er sich gerade die Alpenrepublik als seine musikalische Spielwiese für seinen Indie-Soul-Elektro-Pop ausgesucht hat, hat andere Gründe: Zufälligerweise hat ein Grazer den englischen Musiker in einem Londoner Pub vor ein paar Jahren getroffen und ihn auf eine paar Konzerte in die Steiermark eingeladen. Der Rest ist Geschichte. Jedenfalls ist Trouble over Tokyo gekommen um zu bleiben. Und das ist gut so!
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Porträt: Karate Joe Records

Seit mittlerweile acht Jahren fungiert nun schon das Label Karate Joe Records als Schnittstelle zwischen unterschiedlichsten Musikstilen und kulturellen Ansätzen und ist aufgrund der durch die Bank starken Veröffentlichungen in der Vergangenheit aus der österreichischen Musikszene eigentlich kaum mehr wegzudenken. Seinen Anfang nahm die Geschichte Ende der neunziger Jahre im beschaulichen Burgenland, genauer in der Osliper Cselley Mühle, einer der wenigen Oasen, in der zur damaligen Zeit zumindest in Ansätzen ein jugendkulturelles Programm angeboten wurde.
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Porträt: Ogris Debris

Zwei Spitzbuben erobern mit ihrer etwas eigenwilligen, aber sehr eigenständigen und frischen Mischung aus Techno und House die Tanzflächen internationaler Clubs, und das obwohl das Wiener Duo noch kein Album produziert hat. Aber das ist auch nicht so wichtig, wenn man bereits ein Japantournee hinter sich hat und der Hit Mitzekatze vom BBC-DJ Gilles Peterson und von FM4 rauf und runter gespielt wird und Peter Kruder als einer der ersten Fans gilt. Für den Amadeusaward ist Ogris Debris noch ganz nebenbei in der Kategorie Electronic/Dance nominiert worden, und würde es nach den zwei bescheidenen Musikern gehen, dann stände die gute Trophäe schon lange in ihrer Villa, neben diversen anderen Preisen, wenn dort ausreichend Platz wäre.
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mica-Interview mit Karlheinz Essl

Ort: Essl-Museum Klosterneuburg im Studio (Arbeitszimmer). Das Ambiente dort besteht aus Instrumenten, Noten (aktuell einer graphischen Partitur von John Cage 1958). Heinz Rögl kam zu spät zum verabredeten mica-Interview, weil er seinen Schlüssel für das Fahrrad-Schloss verlegt hatte. Sein Aufnahmegerät gab nach 10 Minuten auch den Geist auf, aber Karlheinz Essl schnitt das Gespräch vorsichtshalber auch mit und überreichte mir anschließend eine frisch gebrannte CD davon. Währenddessen lief der Video-Mitschnitt Essl/Heginger vom Konzert kürzlich in Wolkersdorf auf einem schönen großen Computerbildschirm.
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Valerie im Theater am Spittelberg

Mit Valerie Sajdik gasiert am 15. August eine der wohl interessantesten Stimmen des Landes im Wiener Theater am Spittelberg. Mit im Gepäck hat die vielseitige Sängerin das in diesem Jahr erschienene dritte und von allen Seiten hochgelobtes Album „Ich bin Du bist“. Einmal mehr beweist die Wienerin eindrucksvoll, dass Popmusik nicht zwangläufig an der Oberfläche hängen bleiben muss, sondern trotz aller Eingängigkeit und Tanzbarkeit durchaus auch in die Tiefe gehen kann.
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