mica koordiniert EU-Projekt DMET

schafft neue Chancen für österreichische Musikschaffende. Aber nicht viele Musikschaffende sind derzeit vorbereitet, die neuen Möglichkeiten der Vermarktung zu nützen.
Deshalb hat das mica - music information center austria das Projekt DMET - Digital Music Education and Training ins Leben gerufen. DMET ist auf 3 Jahre ausgelegt und hat das Ziel, ein Curriculum zum Thema digitale Musikwirtschaft für professionelle Musikschaffende zu entwickeln und zu implementieren. Das Projekt wird von der EU im Rahmen des Programms EU Culture 2000 gefördert und wird von einem internationalen Konsortium getragen, dem das mica als Koordinator vorsteht. Die weiteren Projektpartner sind die die Vereinigung unabhängiger Labels IMPALA, das Internationale Musik- und Medienzentrum IMZ und die Musikinformationszentren von Griechenland, Polen und der Slowakei.

Langfristige Ziele des Projektes sind die Stärkung europäischer Musikschaffender wie AutorInnen, KomponistInnen, InterpretInnen und ProduzentInnen, und eine bessere Ausrichtung auf die Anforderungen des Musikmarkts in den Curricula der Bildungswege zukünftiger Musikprofis (Universitäten, Konservatorien, Musikschulen).

Das Projekt gliedert sich in drei große Abschnitte:

Das erste Jahr ist der Erhebung des aktuellen Informationsstands der Digitalen Musikwirtschaft und der damit zusammenhängenden Bildungsangebote gewidmet. Dadurch entsteht ein konsolidierter Wissenskörper, der in Form einer das Basismaterial für das Curriculum bildet und Möglichkeiten für eine Institutionalisierung aufzeigt (z.B. Zertifizierungen). Da der digitale Musikmarkt einem ständigen Wandel unterworfen ist, werden Mechanismen und Arbeitsabläufe eingeführt, um das gesammelte Wissen aktuell zu halten.

Im zweiten Jahr werden vor allem Pilotworkshops abgehalten. Im Dialog mit den Musikschaffenden werden deren spezielle Bedürfnisse im Bezug auf ein solches Curriculum erhoben. Die zentrale Trainingsplattform ist die Downloadplattform Manymusics, anhand der die Musikschaffenden den Umgang mit digitaler Musikdistribution und Selbstvermarktung erlernen können. Gleichzeitig wird damit begonnen, die Ausbildner selbst zu schulen und das Curriculum in professioneller Form zusammenzustellen.

Im dritten Jahr werden Kooperationen geknüpft, das Curriculum wird in diverse institutionalisierte Bildungswege integriert und eine anerkannte Zertifizierungsmöglichkeit wird angestrebt.

Jeder Partner richtet darüber hinaus eine Konferenz aus, die die Problematik im öffentlichen Bewusstsein verankern soll und den Diskussionsprozess über den Bildungsbedarf und die bestehenden Angebote im Digitalen Musikmarkt weiterführen soll.

Am 25. und 26.9. fand die erste Konferenz im Rahmen des "Warschauer Herbstes" in Polen statt. Peter Rantasa, Geschäftsführer des mica und DMET-Projektleiter, sprach die einleitenden Worte und Peter Balon, Produktmanager der Download-Plattform Manymusics, gestaltete den Abschluß der 2-tägigen Konferenz. Ein detaillierter Bericht erscheint demnächst auf mica.at.

 

view counter