Dass Birgit Denk nicht nur eine herausragende Sängerin und Musikerin ist, sondern sich auch auf literarischem Terrain bestens zurechtfindet, bewies sie beim vergangenen lese-takt im mica-music austria. Die Niederösterreicherin mit einem ausgeprägten Faible für den Wiener Dialekt, präsentierte pointenreich und humorvoll ihr Programm „Gstanzln, Gschichtln und Lialn vo Frira und Heit“.
Der Wiener Dialekt wird nicht selten als derb und dumpf empfunden, wobei die Eigenwahrnehmung der ÖsterreicherInnen mit Sicherheit eine große Rolle spielt. Dabei entstehen gerade in dieser Sprachform die aberwitzigsten Geschichten. Noch dazu spiegelt sich in der „Wiener Sprache“, wie kaum in einer anderen, die Mentalität der Stadt wider. Ganz in Dienste des Wiener Dialekts stellt sich auch die österreichische Liedermacherin Birgit Denk.
Im Rahmen des lese-takts im mica-music austria bewies die vielseitige Künstlerin, dass gerade der Dialekt den Geschichten das besondere Etwas verleiht. Dass sich ausgerechnet die Niederösterreicherin prädestiniert für die Rolle der Botschafterin zeigt, ist klar, handelt es sich bei ihr doch um eine Künstlerin, die wie kaum eine andere für die Wiederbelebung des heimischen Mundart- Liedermacherpop steht. Ihr Handwerk erlernte die Niederösterreicherin bei niemand geringerem als Kurt Ostbahn, mit dem sie bereits etliche Male die Bühne teilen durfte. Dass sie aber auch ohne Unterstützung großer Namen zu großen Taten fähig ist bewies sie mit dem vor drei Jahren erschienenen Debütalbum "Hoits eich au!".
„Die Sängerin und Texterin Birgit Denk singt und schreibt seit vielen Jahren im Wiener Dialekt. Woher die Hinwendung, Liebe, ja Verehrung für die ostösterreichische Sprache kommt, aus welchen Quellen sich ihre sprachliche Sozialisation nährt, und wo auch heute noch dialektische Diamanten zu finden sind, wird sie uns vortragen und vorspielen. Gedichte, Geschichten, Liedtexte und Lieblingswörter zum wiederhören und neu entdecken.“