Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Fr, 17.05.2013 - 12:44

Tini Kainrath ist eine von Österreichs vielseitigsten Sängerinnen. Immer wieder tritt sie auch im NIederösterreichischen Mostviertel auf – Neben den „wellenklängen“ steht sie in diesem Jahr auch wieder bei den „Sommerspielen Melk“ auf der Bühne. Petra Ortner traf die sympathische Künstlerin zum entspannten Gespräch.

Mo, 13.05.2013 - 17:40

Zwei Musikerinnen und zwei Musiker – Sigrid Horn, Stefanie Kropfreiter, Philipp Gollonitsch und Bernhard Affengruber – machen eine ausgeflippte Melange aus gesellschaftskritischen Mundart-Texten und schräger, punkiger Musik. wosisig (was ich sehe) aus Niederösterreich machen Musik, die Spaß macht, weil es Spaß macht. Die Sängerin Pianistin und Saxophonistin Sigrid Horn im Interview mit Petra Ortner.

Di, 30.04.2013 - 16:34

Unter dem reichlich unspezifischen Label „Weltmusik“ versammelt sich so einiges an Musikschaffen, das im Grunde nichts miteinander verbindet. Im Unterschied zu anderen Genres - deren Daseinszweck ja gerade die Subsummierung  stilistischer Ähnlichkeiten sein sollte! - lässt diese Gattung nicht einmal vage auf einen solchen verwandtschaftlichen Klangkosmos schließen. Vielmehr fungiert er als unscharfer Überbegriff für all die musikalischen Traditionen sämtlicher Volksgruppen des Erdenrundes. Angesichts von Bands wie Hotel Palindrone muss man jedenfalls zwischen zwei Stoßrichtungen unter den „Weltmusik“-Combos unterscheiden: Solchen, die sich als Botschafter ihrer jeweiligen Heimat sehen und das traditionelle Liedgut hegen und pflegen, mitunter auch weiterentwickeln, und jenen, die diesen ihnen zugemuteten Begriff sehr wörtlich nehmen und im Spielerischen offenbar diese gesamte „Welt“ zu integrieren und kombinieren versuchen.

Mo, 29.04.2013 - 10:37

Humor ist, wenn es trotzdem schmerzt. Dermaßen gesalzt hat schon lange keine Neo-Schrammel-Combo mehr ihre Finger in die Volkswunden österreichischer Befindlichkeit gebohrt. Das Trio Lepschi hat den schmalen Grat zwischen derbem Lautauflachen und profundem Verstörsignal kunstvoll austariert. Das kennt man von heimischen Platzhirschen wie den Strottern oder Kollegium Kalksburg und braucht gar nicht so genau von diesen Kollegen abgegrenzt zu werden. Denn was das Trio mit anderen Pflegebediensteten des Wienerlieds eint, ist eine offenkundige Nähe zum erdig-Prosaischen, was wohl in der Natur jener volksmusikalischen Kleinkunst liegt. Und obwohl das Projekt erst jüngeren Datums ist, kennt man die Verursacher Stefan Slupetzky, Tomas Slupetzky und Martin Zrost aus unterschiedlichsten Bereichen der österreichischen Kulturszene.

Fr, 19.04.2013 - 12:47

Tanzbarkeit ist so etwas wie die tragende Säule im Soundkosmos der Wiener Band !DelaDap. Der Mastermind des Projekts, der Musiker, DJ und Produzent Stani Vana, bedient sich für seine Folklore-Disco an allerlei Spielweisen und Lesarten des Gypsy, sowie der volkstümlichen Musik Osteuropas und Kleinasiens. Seit 2006 veröffentlichte die Gruppierung, die für ihre Releases jeweils eine Vielzahl an Gastmusikern um sich schart, im 2-3 Jahres-Takt höchst publikumswirksame Platten, die in der ethnoaffinen Szene immer zu mittleren Großereignissen geraten.

Mi, 17.04.2013 - 17:25

"Meine Musik ist sehr persönlich, Ausdruck meiner Seele, meiner Spiritualität, meiner Weiblichkeit. Sie ist eine Art inneres Tagebuch, und entspringt aus dem Lebendigsein, der Verbundenheit mit der Natur, dem Fließen und dem Fühlen." Monika Stadler’s Harfenspiel hat wenig mit dem zum Teil verstaubt und langweilig erscheinenden Image zu tun, den man mit Harfenmusik leider allzu oft in Verbindung bringt. In Ihrer Musik bewegt sich Stadler zwischen den unterschiedlichsten Polen und Stilen der Musiklandschaft und vermag es wie kaum ein/e andere/r mit ihrer unorthodoxen und frischen Art das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Liest man sich ihre Rezensionen durch, fallen Schlagwörter wie Jazz, World, Folk, Klassik, Latin bis hin zu Pop und Trance, die in ihren Eigenkompositionen zum Vorschein treten. Vervollständigt durch ihre klare und helle Stimme mit der sich Stadler in waschechter Jazz-Manier quasi selbst begleitet, kreiert sie ihren einzigartigen und unverkennbaren Stil, der sie zu einer der bedeutendsten Harfenvirtuosin Europas macht.

Fr, 05.04.2013 - 11:33

Im Jahre 1922 endete der Griechisch-Türkische Krieg. Die Befreiungskämpfe, die das ehemalige Osmanische Reich um annektierte Gebiete Anatoliens führte, betrafen auch die wichtige Handelsstadt Smyrna (heute: Izmir). Unter anderen war diese im Zuge des Ersten Weltkriegs von griechischen Streitkräften besetzt worden. Viele der etwa 150.000 dort ansässigen griechisch-orthodoxen Christen sahen sich aufgrund der drohenden Gefahr, Opfer türkischer Vergeltung zu werden, gezwungen, ins hellenische Kernland zu flüchten. In den Folgejahren vermischte sich deren kulturelle Prägung durch Kleinasien auf musikalischer Ebene mit der griechischen Folklore und gedieh schließlich zu jener Tradition, die gemeinhin unter dem Namen Rembetiko bekannt wurde. Da dessen Pflege anfänglich vom einfachen Arbeitervolk und Straßenmusikern besorgt wurde und die Texte naturgemäß von Alltagsnöten und dem tagtäglichen Überlebenskampf berichteten, war bald vom „griechischen Blues“ die Rede. Wesentlich für das Klangbild des Rembetiko war die Durchmischung zweier volksmusikalischer Sprachen, die auf künstlerischer Ebene gerade das aushandelten und vorwegnahmen, was im Gesellschaftspolitischen seinerzeit nicht möglich schien.

Mo, 11.03.2013 - 12:00

„Bitter-süße, hell-dunkle Geschichten. Liebeslieder, die weit sind wie die Wüste, sich gelassen und anmutig fortbewegen wie Wüstenschiffe, prall voll mit Leben und Geheimnissen wie üppige Oasen, flirrend bunte, labyrinthische Souks.“ Lassen Sie sich verzaubern zu einer unvergesslichen Reise wie in einem Märchen in „1001 Nacht“.

Di, 05.03.2013 - 12:10

Im schlimmsten Fall wird das Akkordeon hierzulande der anheimelnden Welt irrelevanten Schlagermusikantentums zugerechnet. Im etwas besseren Fall assoziiert man es mit überholter Paris-Romantik und Amélie-Fantasien oder den verführerischen Tango-Welten Astor Piazzollas (und verwechselt es nebenher mit dem Bandoneon!). Im denkbar besten Fall begreift man es als ein schlichtes Instrument, das ungeachtet seiner Klangfarbe in vielfältigsten stilistischen Konstellationen einsetzbar ist – wie eben alle anderen Instrumente auch. Johannes Steiner steigert sich auch noch über diese letztgenannte Ebene hinaus und entlockt seinem favorisierten Klangerzeuger, der Diatonischen Harmonika, Grooves und Melodieverläufe, die man so noch selten gehört hat.

Fr, 01.03.2013 - 12:21

Seit der Eröffnung im Herbst 2005 hat sich der ost klub zu einer der populärsten Musik-Adressen des Landes etabliert. Durch einen Schwerpunkt auf Musik aus Osteuropa, dem Balkan und Russland, die weltweit immer populärer wird, hat sich das Lokal an die Spitze der internationalen Weltmusik-Szene katapultiert. Das mica-Interview mit Matthias Angerer, seines Zeichens Gründer und Leiter des Ost-Klubs, führte Peter Balon.