Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Di, 25.03.2014 - 11:00

Die World Music Expo (WOMEX), die weltweit größte Musikmesse für Welt-, Roots-, ethnische, traditionelle und lokale Musik und Folk, lädt MusikerInnen, Bands und Interessierte ein, sich für ein Live-Showcase zu bewerben, bzw. Musikfilme und Diskussionsbeiträge einzureichen. Das Festival findet heuer von 22. bis 26. Oktober in Santiago de Compostela in Spanien von 22. bis 26. Oktober statt. Die Einreichfrist läuft bis 18. April 2014. Nähere Informationen hier.

Mo, 24.03.2014 - 13:52

Seit heuer 25 Jahren sorgt diese lässige Formation dafür, dass es einen neuen Fachbegriff und Synonym für „gute MusikerIn“ gibt: Tschusch. Das vormals Schimpfwort an den Hörnern gepackt, den Spieß umgedreht, dem Abwertenden den Wind aus den Segeln genommen, als Kompliment, Integrität und Selbstbewusstsein verinnerlicht und „be-tont“ nach aussen getragen (Melorisma) überzeugt die Wiener Tschuschenkapelle ein Vierteljahrhundert mit ihren Volksmusiken aus „Balkanien“ (Österreich, Osteuropa, Griechenland, tw. Türkei…) und Selbstkomponiertem jetzt mit einer frischgepressten (Live-) CD „Donauinselfest 2013“. Die 12. ist es mittlerweile, auf dass sie uns Würze sei in den Ohren bei Frühjahrsmüdigkeit und fadem Alltag. Ihre Waffe im Einsatz um Fremdenfreundlichkeit, Respekt und Menschlichkeit ist die stärkste, sympathischte und subtil- wirkungsvollste: Der Wiener Schmäh gepaart mit hochgradig gekonnter und herzlich interpretierter Musik.

Fr, 21.03.2014 - 13:10

Wenn sich zwei MusikerInnen wie Julia Lacherstorfer (Geige, Bratsche, Stimme) und Simon Zöchbauer (Zither, Trompete, Stimme) einmal dazu entschließen, gemeinsame Sache zu machen, dann darf man doch schon mit etwas besonderem rechnen. Und so ist es auch. Was die beiden musikalisch nämlich im Duo als Ramsch & Rosen auf ihrem neuen Album „Bellver“ (Lotus Records) abliefern, zeigt sich als eine überaus abwechslungsreiche, bunte und unter die Haut gehende Reise von den traditionellen (Volkmusik-) Klängen der vergangenen Tage hin zu den stileübergreifenden der Gegenwart.

Mi, 19.03.2014 - 14:10

Spannende und höchst unterhaltsame Musikerlebnisse sind Konzerte des Zweiergespanns Die Strottern in der Regel eigentlich fast immer. Als Wienerlied-Formation, die es mit der Tradition nicht ganz so eng nimmt und sich auch immer wieder zu anderen Stilen hin öffnet, zeigen sich Klemens Lendl (Gesang & Violine) und David Müller (Gesang & Gitarre) mitverantwortlich dafür, dass das gesamte Genre in den vergangenen Jahren eine Art Renaissance erleben durfte. Bekannt sind die beiden auch dafür, dass sie sich gerne auch einmal mit MusikerInnen und KünstlerInnen anderer Richtungen zusammentun. Man denke nur an die Kooperationen mit der Jazzwerkstat Wien, dem Ensemble Mikado oder dem Poeten Peter Ahorner. In ihrem Projekt Die Strottern & Blech erweitern Lendl und Müller erweitern ihr Duo durch eine Bläserfraktion bestehend aus Martin Eberle und Martin Ptak zu einem Quartett, um ihre ohnehin schon überaus facettenreiche Interpretation des Wienerlieds noch abwechslungsreicher erklingen zu lassen. Die Gelegenheit, sich vom Ergebnis der Zusammenarbeit mit den zwei Bläsern zu überzeugen, gibt es nun im Rahmen einer kurzen Konzertreise durch Österreich. Die erste Station ist der Stadtsaal in Wien am 19. März.

Mi, 19.03.2014 - 12:06

MaMA Event ist ein in Paris stattfindendes Event (Kongress und Festival) für die internationale Musikbranche, welches Networking und Showcases verbindet und Zugang zum französischen Musikmarkt bietet. 2014 öffnet das MaMA vom 15. bis zum 17. Oktober seine Tore. Showcase Bewerbungen sind ab sofort online bis zum 27. Juni möglich. Interessierte Bands finden alle Angaben zu den Konditionen, sowie die Möglichkeit zur Online-Registrierung unter folgendem Link.

Mo, 17.03.2014 - 13:02

St. Pölten (OTS/NLK) - Das Waldviertel steht heuer ganz im Zeichen des Viertelfestival Niederösterreich. Vom 10. Mai bis 10. August werden insgesamt 68 Projekte, davon 15 Schulprojekte, unter dem Motto "Naturmaschine" umgesetzt. Sie befassen sich künstlerisch mit den Besonderheiten der Region und zeichnen sich durch Originalität und Experimentierfreude aus. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien informierten Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Festivalleiter Mag. Stephan Gartner über das bevorstehende Viertelfestival NÖ und seine Besonderheiten.

Mo, 17.03.2014 - 12:36

Grillen zirpen, Menschen pflücken Baumwolle und singen Worksongs. Ein Erzähler erhebt seine rauhe, geschundene Stimme…Es war einmal im Süden Amerikas der 1930er Jahre, wo wenige Jahrzehnte nach Abschaffung der Sklaverei die zwangsläufige Mischung von afrikanischen und europäischen Kulturen einen weltbedeutenden, bis in gegenwärtige Strömungen wie Hip Hop einfließenden, Musikstil hervorbrachte, nämlich den Blues: Menschen setzen sich zusammen, eine/r beginnt Geschichten des Alltags zu singen, eine Gitarre ist vielleicht auch dabei. Im heurigen Jahr, wo nicht nur der Film „12 years a slave“ Oscar-preisgekrönt wurde, feiert niemand geringerer als Al Cook sein 50jähriges Bühnenjubiläum und lädt mit oben beschriebenen Bildern ein, gebannt abzutauchen in sein neues Album „Mississippi 1930 – a journey to the land where the blues began“ (Wolf Records).

Do, 13.03.2014 - 17:27

Das Wienerlied-Szene zeigt sich aktuell so lebendig und kreativ, wie vermutlich selten in ihrer Geschichte zuvor. Die Leute, nicht nur die in der österreichischen Bundeshauptstadt lebenden, haben die originale Wiener Musik wieder für sich entdeckt und sie zu schätzen gelernt. Mitverantwortlich dafür zeigen sich vor allem jene Formationen, wie etwa Kollegium Kalksburg oder Die Strottern, die diesem Genre durch ihren undogmatischen und klischeebefreiten Zugang neues Leben einhauchen und es so auch für Menschen interessant machen, die sonst wenig mit der Wiener Musik zu tun haben. Eine Band, die es den Großen der Szene nachzumachen versucht, und dies ihr auch auf wunderbare Weise gelingt, ist das Trio Wienerglühn. Der sich um den Klarinettisten und Sänger Rudolf Gratzl scharrende Dreier verbindet alles, was die Musikliebhaber am modernen Wienerlied so sehr schätzen. Charme, Witz, das eine oder andere Augenzwinkern und natürlich viel, viel musikalische Finesse, die über das Abspielen der immer gleichen vier Akkorde hinausgeht. Die nächste Gelegenheit, Wienerglühn live zu erleben, gibt es am 14. März in der Mike`s Werkstatt in Wien.

Mi, 12.03.2014 - 15:46

Er zählt zu jenen seltenen Ausnahmetalenten, denen eine glorreiche Zukunft vorhergesagt wird. Diknu Schneeberger, Gitarrist und gerade einmal 23 Jahre alt, gehört für nicht wenige Experten zu den aktuell am meisten funkelnden Sternen auf dem Gypsy-Jazz Himmel. Längst nicht mehr nur hierzulande eine Größe, hat sich in Wien geborene Musiker inzwischen auch schon international einen hervorragenden Ruf erarbeiten bzw. erspielen können. Als österreichische Antwort auf den legendären Django Reinhardt abgefeiert, offenbart der junge Musiker ein von einer solchen Virtuosität und rhythmischen Präzision getragenes Spiel, die man sonst nur von den wahren Meistern des Gipsy-Swings kennt. Live zu sehen, gibt es Diknu Schneeberger im Trio gemeinsam mit seinem Vater Joschi Schneeberger (Bass) und seinem ehemaligen Lehrer Martin Spitzer (Gitarre) in den kommenden Wochen im Rahmen einer ausgedehnten Tour Österreich, Deutschland und Italien..

Do, 06.03.2014 - 12:00

Was soll man über eine Formation schreiben, die musikalisch nicht und nicht in die üblichen stilistischen Schubladen hineinpassen will und es dennoch geschafft hat, sich in den österreichischen Charts zu positionieren und zudem auch noch mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde. Spätestens seit ihrem 2012er Hit „Vo Mello bis ge Schoppornou" sind die fünf Musiker des Holstuonarmusigbigbandclub fast jedem Musikfan hierzulande ein Begriff. Doch es ist nicht nur alleine dieser eine Song, der die Band aus Vorarlberg aus dem Rahmen fallen lässt. Es handelt sich hier um einen Fünfer, der es auf erfrischend unkonventionelle und ungezwungene Art versteht, aus den unterschiedlichsten Musikstilen seine unverkennbar eigene Klangsprache zu formen, eine, die inzwischen auch außerhalb Österreichs viele, viele Freunde gefunden hat. Aktuell arbeitet der HMBC an seinem neuen Album, das noch in diesem Jahr erschienen soll. Zeit für Konzerte gibt es trotzdem. Unter anderem gastiert der HMBC im Rahmen einer kurzen Tour am 6. März in der Wirtschaft in Dornbirn.