Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Mo, 17.02.2014 - 18:45

Junges Alter erscheint weder als relevantes Argument für Rezipierende, noch als schmeichelndes Attribut für jeden jungen ernst zu nehmenden Künstler. Wunderkind gilt als verstaubter Begriff, der schon Mozart schmückte. Die Idee eines Genies ist Erbe des 18. Jhdts. und wenn auch als Begriff nicht unproblematisch, so doch auf jene, die mit der Norm brechen, anwendbar. salute, Alter irrelevant, darf man diese Eigenschaft andichten.

Mo, 17.02.2014 - 14:04

Es muss nicht immer das sein, was die anderen machen. So in etwa könnte der musikalische Leitgedanke der Wiener Band Mindspeak lauten, denn hört man sich durch deren Erstlingswerk „Pictures“, wird klar, dass man es hier mit einer Truppe zu tun hat, die kompromisslos und selbstbewusst fern jeder Anbiederung an den Mainstream ihren eigenen Weg verfolgt, und das noch dazu auf eine wirklich überzeugende Art und Weise. Auf dem Programm steht sehr variantenreicher progressiver Rock der alten Schule, der aber, und das ist das Schöne an der ganzen Sache, in keinem Moment irgendwie altbacken klingt, sondern, ganz im Gegenteil, einer erfrischend modernen Note ist.

Fr, 14.02.2014 - 12:42

Um die Österreichische Musik Szene zu fördern und um Künstler zusammen zu bringen, hosted SM:ARTGUNS am Donnerstag, dem 20. Feber 2014, im Fluc Wien einmal mehr ihr inzwischen schon zur Tradition gewordene experimentelle DJ und Live-Musik Night. Frische Produktionen sollen hier an der Masse ausgetestet und betanzt werden.

Mo, 10.02.2014 - 11:50

Die Gitarre einfach mit den Boxen verkabeln und los geht es. So in etwa lässt sich wohl der musikalische Ansatz, den Engel Mayr (unter anderem Russkaja, Dorretta Carter, Hallucination Company, Duo Mayr/Tiefenbacher, Bastard Peels) auf seinem neuen Solo-Album "Potpourii" (Timezone) verfolgt, wohl in wenigen Worten am treffendsten beschreiben. Ohne große Umwege und ohne irgendwelche ausufernden Experimente an die Sache herangehend, widmet sich der gebürtige Niederösterreicher dieses Mal der erfrischend ungehobelten, kantigen und mit der Attitüde des Punk angereicherten Form des Bluesrock, und das auf eine wirklich gelungene Art und Weise. Keinen Ton zu viel gesetzt, gelingt es dem umtriebigen Gitarristen und Songwriter, seine Nummern auf den Punkt zu bringen und sie mit einer Direktheit zu vermitteln, die im Rock heutzutage eher nur noch selten anzutreffen ist. Live präsentiert wird "Potpourii" am 14. Feber im Local in Wien.

Do, 30.01.2014 - 17:57

FlicFlac ist ein österreichisches Produzenten-Duo, dessen Songs und Edits auf Youtube und Soundcloud in den letzten Monaten Zig-Millionen mal gehört wurden. mica – music austria hat mit Max Gain, einer Hälfte des Duos, über den Erfolg, Edits und das Genre Deep House gesprochen.

Do, 30.01.2014 - 16:16

Am Freitag, 17.Jänner wurde im Salzburger Rockhouse der mittlerweile 17. "Xtra Ordinary-Sampler" präsentiert, der sich mittlerweile zur wichtigsten musikalischen Visitenkarte der Rock/Pop-Szene in und um Salzburg herum entwickelt hat. Initiator und Rockhouse-Geschäftsführer Wolfgang Descho kann dabei auch auf eine lange Erfolgsgeschichte verweisen, die sich für einzelne Acts nicht zuletzt in Plattenverträgen (The Purple Souls) niedergeschlagen haben. Auch heuer hatte wieder die zehnköpfige Fachjury aus Musikern, Journalisten und Fans die Qual der Wahl. Entstanden ist dabei ein bunter Stilmix der Salzburger Musikszene zwischen Blues, Pop, Indie-Rock, Metal, Alternative/Indie bis hin zu HipHop.

Mi, 29.01.2014 - 11:55

Beharrlich sengt die goldene Flamme des großen Feuerballs auf den pittoresken Landstrich, der irgendwann einmal San Fernando geheißen hatte, bevor sie ihn Inland Empire nannten. Ein weißes Pferd erscheint. Es kennt die Gegend von früher. Sie ist sein entvölkerter Mythos, paradiesisches El Dorado vor der Vertreibung.

Mi, 29.01.2014 - 11:42

Alle Achtung, das, was die junge oberösterreichische Band Loving.the.Alien auf ihrem Debüt "The blinded You" (Bleeding Star Records) musikalisch auf den Weg bringt, hat schon Klasse. Wüsste man nicht, dass es sich um ein Erstlingswerk handelt, man wäre geneigt zu sagen, dass hier eine Formation am Werken ist, die schon Jahre der Entwicklungsphase hinter sich gebracht hat, so ausgereift erklingt das, was man zu Hören bekommt. Frei von stilistischen Zwängen und spürbar unbeschwert, beackert das Quintett mit musikalischer Finesse, Ideenreichtum und einem hörbaren Händchen fürs spannende Songwriting das Feld des Indiepop und lässt dieser Art Songs entstehen, die ihr Pulver auch nach mehrmaligem Durchlauf noch nicht verschossen haben. Erscheinen wird "The blinded You" am 22. Feber.

Di, 28.01.2014 - 18:02

Man kann durchaus sagen, dass 2013 für das Wiener Pop-Zweiergespann My Name is Music ein doch sehr erfolgreiches Jahr war. Nicht nur, dass die Band mit „Super Acceleration“ ein mehr als nur respektables drittes Album auf den Weg gebracht hat, schafften Phoebe Hall und Niki Altmann, die beiden Köpfe hinter dem Projekt, auch den Sprung auf zahlreiche Bühnen angesagter europäischer Clubs (unter anderem absolvierten sie einen Auftritt beim Reeperbahn Festival in Hamburg). Wirklich verwunderlich ist diese Entwicklung nicht, weiß das Duo doch seit Jahren mit einem doch sehr eigenständigen Stil zu punkten. Die Nummern von My Name is Music haben Drive, Witz, Charme, einen hohen Lässigkeitsfaktor und vor allem Qualität, auch weil die Beteiligten es verstehen, sich über alle Oberflächlichkeiten des Pop hinwegzusetzen. Musikalisch sich zu allen Seiten hin offen zeigend, praktiziert die Wiener Band einen Sound der sehr vielschichtigen, variantenreichen und dem Mainstream unangepassten Note. Synthesizer-Klänge treffen auf verzerrte 70er Rockgitarren, tanzbare Beats auf punkiges Garagen-Feeling, Gameboy-Sounds auf balladeske Indie-Einwürfe und, und, und. Das neue Jahr nimmt das Duo nun mit einer kurzen Konzertreise durch Österreich, deren erste Station am 29. Jänner das Chelsea in Wien ist, in Angriff.

Di, 28.01.2014 - 11:55

Man tut Ernst Molden, Willi Resetarits, Walther Soyka und Hannes Wirth vielleicht ein wenig Unrecht, erwartet man von ihnen musikalisch gesehen mehr, als man es vielleicht bei anderen Bands tun würde. Aber es ist nun mal so. Zu oft haben sie in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, das sie zu etwas Besonderem befähigt sind, was sich nun auch ihrem neuen gemeinsamen  Album „Ho Rugg“ (Monkey Music), dem zweiten nach „Ohne di“, einmal mehr zeigt. Was der Vierer unter der Federführung des Liedermachers und Dichters auf den Weg bringt, ist schlicht eine sehr stimmungsvolle, unter die Haut gehende und in den Blues übersetzte Liebeserklärung an den wienerischen Dialektsong mit Tiefgang und Seele. Erhältlich ist das in Thomas Pronais (Bo Candy & His Broken Hearts) Studio in der Cselleymühle in Oslip unter der Leitung von Kalle Laar in rein analoger Form - das heißt ohne jeglichen computertechnischen Schnickschnack und ohne aufwändige Nachbearbeitung – entstandene Album ab 7. Februar. Präsentieren werden Ernst Molden und seine Mitstreiter es am 30. Jänner im Wiener Stadtsaal.