Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Di, 11.03.2014 - 18:21

Tirol entwickelt sich zusehends langsam aber doch unaufhaltsam zu einer der ersten Adressen des Rock in Österreich. Nachdem sich der Dreier Mother`s Cake bereits weit über die Heimat hinaus einen Namen machen konnte (die drei Innsbrucker Yves Krismer, Benedikt Trenkwalder und Jan Haußels absolvierten erst vor kurzem sehr erfolgreich eine ausgedehnte Australien-Tour), scharrt mit der Formation White Miles nun eine weitere Band aus dem Westen in den Startlöchern. Und die Zeichen, dass es Medina Rekic (Gitarre, Gesang) und Hansjörg „Lofi“ Loferer (Schlagzeug), den beiden Köpfen hinter dem Duo, gelingen könnte, es ihren Kollegen von Mother`s Cake nachzumachen, stehen nicht schlecht. Das Erstlingswerk „From Madagascar to the Universe“ (VÖ: Februar 2014) war noch nicht einmal erschienen, wurde der Zweier sogleich auch eingeladen, die international angesagte schwedische Stoner-Rock-Truppe Truckfighters auf ihrer Europatournee zu begleiten. Und auch das nächste Highlight in der noch jungen Karriere der 2011 gegründeten White Miles steht schon fest. Im Mai dieses Jahres tourt das Zweiergespann als Support-Act mit niemand geringerer als der legendären amerikanischen Rock- und Grunge-Ikone Courtney Love durch Großbritannien.

Fr, 07.03.2014 - 11:46

Aufgepasst, mit Fräulein Hona scharrt eine Band in den Startlöchern, die durchaus das Potential zu haben scheint, in einem größeren Ausmaß auf sich aufmerksam machen zu können. Das Ende des vergangenen Jahres erschienene Debüt „The Ground Beneath Our Feet“ besitzt nämlich alles, was ein Album von Klasse haben muss, um Beachtung geschenkt zu bekommen, Songs, die unter die Haut gehen, eindringliche Melodien, die sich vom ersten Moment an in den Gehörgängen festsetzen und diese auch nicht mehr so schnell verlassen und natürlich viel, viel Tiefe und Gefühl. Was sich dem ersten Eindruck nach vielleicht musikalisch bekannt liest, entpuppt sich letztlich aber erfreulicherweise als ein sehr eigenständiger und gelungener Versuch einer Interpretation dessen, was man unter dem Begriff Acoustic-Folk üblicherweise zu verstehen glaubt.

Do, 06.03.2014 - 13:20

Zum vierten Mal bringt die POOLINALE Musikfilme im Festivalformat auf die große Leinwand. In diesem Jahr findet das Music Film Festival Vienna von 25. bis 30. März im Top Kino, Porgy & Bess und dem Gartenbaukino statt.

Mi, 05.03.2014 - 20:28

Lange im Musikbusiness zu sein bedeutet manchmal weder negativ aufzufallen noch Schlagzeilen zu machen. Vielmehr kann sich eine langjährige Karriere auch ganz ruhig entwickeln und irgendwann sind die Früchte, die sie trägt auch ganz anders als man es sich erwartet hätte. Barbara Füreder aka Lilja Bloom lässt ihre Stimme schon seit vielen Jahren erklingen. Und diese Stimme hat einen bestimmten Wiedererkennungsfaktor, der sich durch eine Mischung aus kühler Eleganz und einem gewissen Twist zusammensetzt, der zum zweimal Hinhören zwingt. Bis jetzt war vor allem Parov Stelar zuständig für die musikalische Untermalung ihrer Vocals, die sich besonders gut mit sanfter Klaviermusik und melancholischen Untertönen versteht. Nun entfernt sich Lilja Bloom einen Schritt von Electro Swing und wendet sich auf ihrem Mini-Album „More and More“ elektronischen Träumen der 1980er zu.

Di, 04.03.2014 - 00:11

Aufmerksamen HörerInnen von FM4 dürfte diese vierköpfige Band aus Wien bereits ein Begriff sein, allen anderen sei gesagt, dass es sich bei We Walk Walls ganz ohne Zweifel um eine der interessantesten heimischen Popneuentdeckungen des vergangenen Jahres handelt. Mit der Wahl zum FM4 Artist Of The Week quasi bereits den ersten Ritterschlag erhalten, hat es das Vierergespann binnen kurzer Zeit geschafft, seinen Bekanntheitsgrad auch über Grenzen Wiens hinaus zu erweitern. Und das gerade einmal ein Jahr nachdem es sich überhaupt gegründet hat. Einen Aufschluss darüber, warum es schnell gegangen ist, gibt das Durchhören des Ende 2013 bei Wohnzimmer Records erschienenen Erstlingswerks „Ceremonies“. Was We Walk Walls musikalisch auf den Weg bringen, hat nämlich wirklich Hand und Fuss und zeugt von einer hohen Qualität. Die Melodien gehen sofort ins Ohr, das Songwriting offenbart doch ein Mehr an musikalischem Verständnis, als man es in üblichen Popkontext geboten bekommt, und der Sound ist einer, der so richtig schön erfrischend anders, weil eben nicht wie üblich glattpoliert, und vor allem auch sehr eigenständig aus den Boxen schallt.

Mi, 26.02.2014 - 14:56

Diese Formation rockt jede Bude. Legt sie einmal auf der Bühne los, so entfacht sie ein echtes musikalisches Feuerwerk, das lange in Erinnerung bleibt. Viele gibt es vermutlich nicht, die nach einem schweißtreibenden Konzert dieser Combo nicht enthusiasmiert den Saal verlassen und die Energie dieses auch Tage danach verspüren. Der Hot Pants Road Club weiß nunmehr schon seit 20 Jahren die heimischen Musikfans zu begeistern, versteht er es doch auf außergewöhnliche Art, den Funk in einer wirklich energetischen Form zu zelebrieren. Die achtköpfige Truppe haucht ihm neues Leben ein, mixt ihn mit Elementen aus dem Soul, Pop und Rock und entwirft auf diesem Weg einen Sound, der schlicht und einfach richtig abgeht. Daran hat sich bis heute nichts geändert, hört man sich einmal durch die Songs des aktuellen Albums „Uh la la“. Auch nach zwei Dekaden besitzen die Oberösterreicher den Elan, den Spielwitz und die Euphorie, um wirklich erfolgreich weiter zu musizieren. Die nächste Gelegenheit, Andie Gabauer und seine Mitmusiker live zu erleben, gibt es am 8. März in der salzburger ARGE.

Mi, 26.02.2014 - 11:42

Lange Zeit wurde sie eher ignoriert oder milde belächelt, die österreichische Dialektmusik. Für Bands, die es doch versucht haben, mit in der Mundart gesungenen Texten zu punkten, war es eher schwer, sich Gehör zu verschaffen, wurde ihre Musik doch zu oft, und das zum Teil unberechtigt, mit dem mit dem Etikett des klischeebeladenen Begriff Austropop versehen. Daran hat sich in der jüngeren Vergangenheit erfreulicherweise einiges geändert. Nach vielen, vielen Jahren treten nun zahlreiche talentierte heimische junge Combos auf den Plan, die österreichischen Dialekte wieder in die Musik einfließen zu lassen. Und das mit Erfolg, wie die durchwegs positive Resonanz einer in ihrer Zahl stetig wachsenden Zuhörerschaft zeigt. Eine dieser Combos sind die Freischwimma aus Niederösterreich. Mit dem im vergangenen Jahr erschienenen Debüt „Rostiga Nogl“ bereits eine erste Duftmarke setzend, konnte sich der Fünfer inzwischen eine doch größere Anhängerschaft erspielen. Die nächste Gelegenheit, Freischwimma live zu erleben, gibt es am 28. Feber im Rahmen der Wien.Musik Konzertreihe in der Roten Bar des Wiener Volkstheaters. Das Konzert zum Anlass nehmend, präsentieren die Niederösterreicher auch gleich ihre neue und nach dem Album betitelte Single „Rostiga Nogl“.

Mo, 24.02.2014 - 12:44

Die Nominierten für die diesjährige Verleihung der Amadeus Austrian Music Awards sind fixiert. Der österreichische Musikpreis wird am 6. Mai 2014 im Wiener Volkstheater verliehen. PULS 4 überträgt live zeitversetzt aus dem Volkstheater. Das Voting startet ab sofort auf www.amadeusawards.at.

Do, 20.02.2014 - 12:54

Eines ist inzwischen unübersehbar bzw. unüberhörbar, die heimische Popszene zeigt sich aktuell in einer Vielfalt und Lebendigkeit, wie sie es vermutlich davor noch nie getan hat. Aber nicht nur das, das Schöne an der ganzen Sache ist, dass dies nun in das Bewusstsein der Leute tritt, und das nicht nur hierzulande. Will man von einem Boom sprechen, so steht die oberösterreichische Combo Velojet definitiv mit an dessen Beginn. Mitte der 2000er Jahre gegründet, konnte die vierköpfige Band um den Sänger und Gitarristen René Mühlberger schon mit ihren Veröffentlichungen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, was natürlich in erster Linie auf die Musik zurückzuführen ist, die mit ihrem stilvollen Mix aus Indiepop, Rock, ein wenig Beatles, Beach Boys, 60s Flair und Grunge genau den Nerv der Zeit traf. Wobei man aber dazu sagen muss, dass sich die Truppe im musikalischen Sinne immer weiterentwickelt hat. Sind Velojet in ihren Anfangstagen noch deutlich gitarrenorientierter unterwegs gewesen, war es spätestens das im Herbst 2013 erschienene und von allen Seiten hochgelobte Album „Panorama“, mit dem sie endgültig in Pop angelangt sind, wohlgemerkt im dem der anspruchsvolleren und nicht konventionellen Sorte. Die nächste Gelegenheit die oberösterreichische Band, hierzulande live zu erleben, gibt es am 21. Feber im Wiener Radiokulturhaus. Begleitet werden Velojet von dem Cellisten und Komponisten Lukas Lauermann (A Life, A Song, A Cigarette, Soap&Skin, Alp Bora, Ping Ping), der den Konzertabend gleich auch zum Anlass nimmt, sein Soloprogramm vorzustellen.

Mi, 19.02.2014 - 15:07

Dass sich Fantas Schimun nicht unbedingt den geläufigen Formen des Pop verschrieben hat, machte sie bereits 2010er Debüt „Variationen Über Die Freiheit Eines Anderen/ Der Himmel Ist Blau - Ein Alptraum In Stereo“ auf sehr eindrucksvolle Art klar. Auf dem dieser Tage erscheinenden zweiten Album „Golden Balls“ (Keto Recordings) trägt die inzwischen nach Berlin übersiedelte Wienerin ihre Idee, den Pop in ein anspruchsvolleres und künstlerischeres Gewand zu hüllen, nun einen Schritt weiter.