Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Mi, 09.04.2014 - 16:01

Dass Philipp Kogler und Julia Prötsch es drauf haben, klasse Songs zu schreiben, weiß man spätestens seit ihrer 2012er Debüt Single "Wellen und Meer", mit der sie sich binnen kurzer Zeit doch schnell auch überregional einen Namen machen konnten. Warum dem so war, lässt sich eigentlich leicht erklären. Philipp & Julia bringen einfach eine andere Note in den Pop mit hinein, eine, in der sich Leichtfüßigkeit und Niveau auf sehr schöne Art miteinander verbinden. Ob die beiden diese, ihre Qualitäten über gesamtes ausspielen werden können? Die Frage lässt sich nun mit einem eindeutigen JA beantworten. Was auf ihrem Debüt „so einfach“ (Creasy) nämlich auf dem Programm steht, ist schlicht und einfach erfrischend ehrliche und handgemachte Popmusik fern jeder banalen Mainstream-Oberflächlichkeit. Starke Songs mit Tiefgang und zugleich Hit-Potential, die sich vom ersten Moment an in den Gehörgängen festzusetzen wissen. Präsentieren werden Philipp & Julia ihr Debüt am 11. April im Wiener Chelsea.

Mo, 07.04.2014 - 18:15

Spricht man von den führenden Songwritern des Landes, so kommt man an der Erwähnung seines Namens nicht vorbei. Georg Altziebler, der Kopf hinter Son of the Velvet Rat, zeigt nun schon seit Jahren als Liedermacher jene Qualitäten, die ganz einfach notwendig sind, sich aus der Masse herauszuheben. Der Grazer liefert Alben ab, die durch die Bank internationales Format besitzen, von Kritikern mit Lob überschüttet werden und auch Musikfans außerhalb seiner Heimat zu begeistern wissen. Nach einer mehrmonatigen Auszeit meldet sich der Liedermacher am 11. April wieder in Österreich zurück. Und zwar mit einem Konzert in der Bühne Mayer in Mödling. Eröffnet wird der Musikabend von dem Singer/Songwriter Bernhard Schnur.

Mo, 07.04.2014 - 10:28

Der vielbegabte und sehr engagierte Wolfgang Möstl hat es schon wieder getan: Mit seiner Krawallkombo Mile Me Deaf hat er einen neuen Langspieler „Holography“ produziert. Zwei Jahre nach dem Debütalbum „Eat Skull“ und ein Jahr nach der EP „Brando“ scheint der Steirer noch immer nicht stillzustehen und das trotz mehrerer, gleichzeitig laufender Musikprojekte. Noch im Jänner hatte er mit den Sex Jams das Eurosonic Festival 2014 in Groningen unsicher gemacht. Nun steht die Bekanntmachung des Publikums mit der neuen Mile Me Deaf Platte im Vordergrund. Und die Fans der Band werden nicht schlecht staunen, vor allem wenn sie das Album von Anfang bis Ende durchhören. Mile Me Deaf hat sich verändert, ist irgendwie präziser geworden. Wo auf der EP „Brando“ recht wilde Gangster-Balladen im Shoegaze-Stil und Lo-Fi –Deluxe geherrscht haben, sind auf „Holography“ reguläre Lieder, soll heißen Lieder mit Refrain, Hook und Strophe zu hören.

Fr, 04.04.2014 - 11:38

Nun, um wirklich Unbekannte handelt es sich bei dieser Truppe nicht. Wer das vielfältige Treiben in der heimischen Indieszene aufmerksam mitverfolgt, der weiß längst um die Qualitäten der Band Propella. Das musikalische Credo von Babl Raketa und ihren Mitstreiterinnen Nadine Abado und Heike Mangold, den drei Köpfen hinter der Combo,  lässt sich, lauscht man sich durch deren neues Album "Turn it on" (Konkord), folgendermaßen zusammenfassen: kantige, charmant eigenständige und vor allem sehr abwechslungsreiche Gitarrenmusik mit einer feinen und stilvollen Popschlagseite abseits aller trendigen und klischeebehaften Mainstream-Untiefen. Kurz, richtig cooler Rock.

Mo, 31.03.2014 - 11:10

Ein Band mit jeder Menge Respekt vor den Roots und wenig Angst vor dem Verstricken der Wurzeln, schafft aus dem scheinbar Alten Neues, dass sich schon bald über die Bundesländer Österreichs in konzertanter Form ausbreiten wird. Quadoval sind im Studio von Gerd Schuller zusammengekommen, um gemeinsam mit dem Produzenten ihr erstes Album aufzunehmen. Gemastert wurde das Werk bei Dave Donnelly (Red HotChili Peppers ua.) in L.A. Kathrin Taucher, Andreas Lechner, Matthias Wieser und Geri Schuller haben aus Herzensangelegenheit und mit Profession ein Werk hervorgebracht, auf das sie stolz sind und das sie begeistert antreibt, den internationalen Raum zu bespielen. Im Gespräch mit Lucia Laggner kommt kein Zweifel auf, dass sie es leidenschaftlich ernst nehmen und wissen, was sie tun und wollen.

Mo, 31.03.2014 - 10:13

Vor zehn Jahren startete das donaufestival einen fundamentalen Umwertungs- und Neudefinitions-Prozess. Es entstand ein Podium für Künstlernnen, die sich nicht mehr im bürgerlichen Sinne der so genannten Avantgarde und ihrem Sturm auf die hochkulturellen Tempel verbunden sahen, sondern die sich dem  klassischen Genredenken widersetzten und pop- wie subkulturell sozialisiert neue Aktionsräume im weiten Feld der globalen Medien- und Massenkultur und ihrer gesellschaftlichen Realitäten suchten. Auf diese Weise hat gleich zu Beginn des neuen donaufestival (25. - 26. April & 30. April – 03. Mai 2014) der gesellschaftliche Paradigmenwechsel seine Entsprechung in jenem des aktuellen Kunstschaffens gesucht. Und gefunden.

Fr, 28.03.2014 - 10:58

"Garish sind großartig! Sie wissen genau, was sie wollen, was sie mögen und was sie tun." schrieb Noel Akchoté in seiner euphorischen skug-Review zum 2002er Release "Wenn dir das meine Liebe nicht beweist" und meinte damit eine Eigenart, die Garish immer schon aus dem Heer der unzähligen Indie/Alternative-Bands heraustreten lässt: Einerseits "wunderbare Arrangements, schlaue Sounds, einen genialen Einsatz von Dynamik und Längen" und andererseits ein intelligenter Pop-Appeal, der keine Scheu davor hat "auch noch als Poster an der Wand deines Jugendzimmers" zu hängen.

Mi, 26.03.2014 - 18:06

Der aus dem Waldviertel stammende Alex Miksch war schon immer ein musikalischer Freigeist, ein Einzelgänger, der sich noch nie von irgendjemandem hat sagen lassen, was und wie er etwas im musikalischen Sinne zu tun hat. Er ist ein Liedermacher der alten Schule, kauzig, erdig, rau, ungekünstelt und vor allem authentisch. Seine Nummern kommen aus der bedeutungsvollen Tiefe und durchbrechen nach oben hin jede Oberflächlichkeit, eben auch weil er etwas zu erzählen hat und nicht die banalen Dinge des Lebens zum Thema macht. Der Tradition der klassischen amerikanischen Liedermacher folgend, versucht Alex Miksch mit den Mitteln des Blues, den er mit seinen in Mundart gehaltenen Texten richtig schön mit einer Wiener Note ausschmückt, ans sein Ziel zu gelangen. Ein Ansatz, den er auch auf seinem in Bälde erscheinenden dritten Album "Zänd Zamm" (monkey music) in wirklich beeindruckender Form vorexerziert. Erstmals live präsentieren wird der Singer/Songwriter dieses am 28. März in der Roten Bar des Wiener Volkstheaters.  

Di, 25.03.2014 - 12:10

„Es ist einen Minenfeld, durch das ich mich bewege“, sagt Sohn. Im Februar gab er in Wien Interviews für sein Debütalbum „Tremors“, das in Kürze über 4AD weltweit erscheinen wird. Es ist der Erstling des elektronischen Singer/Songwriters – und auch wieder nicht. Der aus England kommende und seit Jahren in Wien lebene Musiker ist nicht vom Himmel gefallen, er verfügt über eine Vergangenheit. Über die spricht er heute aber nicht mehr unbedingt gern. Warum das so ist, erklärt der Mann, der auch als Songwriter und Produzent für andere Künstler gerade einen enormen Lauf hat, im Gespräch mit Sebastian Fasthuber.

Di, 25.03.2014 - 12:00

Die Medimex, die größte Musikmesse Italiens, lädt MusikerInnen und Bands ein, sich für ein Live-Showcase zu bewerben. Das Festival findet heuer von 30. Oktober bis 1. November in Bari statt.Die Einreichfrist läuft bis 30. Juni 2014. Um als MusikerIn oder Band einreichen zu können, ist es notwendig, sich auf der Festival-Webseite zu registrieren.