Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Fr, 05.04.2013 - 14:01

Wie nun bekannt gegeben wurde, geht der im Rahmen der "Amadeus Austrian Music Awards" verliehene „FM4 Award“ in diesem Jahr an die oberösterreichische Band Catastrophe & Cure. Das vor wenigen Wochen erschienene erste vollständige Album "Like Crazy Doves" lässt auch verstehen warum, zeigt die sechsköpfige Truppe doch das Händchen dafür, wie man die vielen Ideen wirklich in packenden Songs aufgehen lässt. Ihr Sound ist einer, der trotz aller hörbaren Hinwendung zum Indiepop letztlich dann dennoch erstaunlich eigenständig und vor allem auch verdammt international erklingt. Kein Wunder also, dass sich Catastrophe & Cure binnen kürzester Zeit eine treue Anhängerschaft erspielen konnte, eine, die nun dabei mitgeholfen hat, dass die Band in wenigen Wochen den begehrten Preis in Empfang nehmen darf. Das nächste Mal auf der Bühne erleben kann man die Band übrigens am 27. April im Kunst- und Kulturzentrum Werk in Wien.

Mi, 03.04.2013 - 11:08

Vor mehr als 15 Jahren zog ein kleines Record Label aus dem steirischen Eisenerz aus, um die große Metalwelt zu erobern. Mittlerweile ist Napalm Records quer über die ganze Welt verstreut und verfügt über Dependancen von Deutschland bis nach Amerika. Über den Status Quo der harten Gitarrenschule sprach Peter Balon mit Max Riedler, dem Gründer und Chef von Napalm Records.

Di, 02.04.2013 - 16:21
Es schneit, und schneit und will einfach nicht aufhören. Wer innerlich dem Sommer trotzdem hoffnungsvoll entgegensieht, findet in dem neuen Album von Effi „Closer“ seinen oder ihren Seelenverwandten. Der Grazer Musiker knüpft an die gute Laune von „Astronaut“ an, gibt den Liedern aber noch mehr Tiefe durch melancholische Zwischentöne und interessante Instrumentalisierung. Auf „Astronaut“ hatte Effi noch alle Instrumente selber eingespielt, nun holte er sich GastmusikerInnen ins Studio.

Di, 02.04.2013 - 14:57
Gauda Grimm, ein junges Duo aus Vorarlberg, sind selbsterklärte Märchenerzähler und  minimalistisch mit einem Schlagzeug und einer Gitarre bewaffnet. Dietlind Höfle und Philipp Gollonitsch entwerfen auf ihrem Debütalbum „Room For Your Head“ Klangwelten aus jazzigem Pop mit viel Wärme in der Stimme und den Melodien. Die übrigen Genres, die sie ausprobieren, ziehen sich von Spoken Poetry, über Acapella bis zu einem Hauch von Rockabilly.

Fr, 29.03.2013 - 11:34

Ihr quasi in Dauerrotation rauf und runter gespielter Sommerhit „Wien - Berlin“ machte sie im vergangenen Jahr mit einem Schlag bekannt. Nun folgt mit dem im April erscheinenden Erstlingswerk „Stück von mir“ (Kaffeedruckerei) quasi die Reifeprüfung für die Band Keiner mag Faustmann. Und eines lässt sich schon im Vorfeld sagen, das deutsch-österreichische Duo hat diese mit Bravour bestanden. Die vorwiegend im akustischen Klangkostüm dargebrachten Songs, besitzen durch die Bank Klasse und  punkten mit einem erfrischend unaufgeregten positiven Charme, der im modernen Pop nicht allzu oft anzutreffen ist. Präsentieren werden  Lisa Keiner und Robi Faustmann ihr Debüt am 13. April im Wiener WUK.

Fr, 29.03.2013 - 11:33

Hüseyin Evirgen ist ein Teil des Produzenten-Duos CASSEGRAIN, das dieser Tage ihr erstes Album „Tiamat“ auf dem Berliner Label Prologue Music veröffentlicht hat. Gemeinsam mit seinem Kollegen Alex Tsiridis ist Hüseyin ein komplexes Werk gelungen, das seit seiner Veröffentlichung im März schon regen Anklang bei Kritikern und Produzentenkollegen gefunden hat. Tiamat pulsiert, die Strukturen werden mal auf- und umgebrochen, die Basslinien rollen und die Beats ächzen. Techno in all seiner Vielschichtigkeit auf höchstem Niveau. Die musikalische Reise hat für CASSEGRAIN erst jetzt richtig begonnen. Darüber hat sich Peter Balon mit Hüseyin Evirgen ausführlich unterhalten.

Do, 28.03.2013 - 11:49

Im März diesen Jahres erschien Album Nummer drei des Wiener Neo-Prog-Trios Milk+. Allgemeiner Lesart nach legt jenes Drittlingswerk die entscheidende Messlatte, an der sich fortan die heiligen Kriterien von Relevanz, Qualität und Eigenständigkeit ablesen lassen müssen. Anders formuliert: Von einer Band, der es bis dorthin nicht gelungen ist, einen spezifischen Entwurf ihrer selbst zu gestalten, darf man auch im Verfolg ihrer weiteren Entwicklungsgeschichte nicht mehr viel erwarten.

Mi, 27.03.2013 - 13:06

Spätestens seit ihrem allerorts mit viel Lob bedachten 2011er Zweitlingswerk „We are Terrorits“, auf dem sie den vom Punk beseelten Indiepop mit elektronischem Einschlag neue Blüten haben treiben lassen, zählen My Name Is Music zu den heißen Aktien der österreichischen Musikszene, von denen man hofft, dass sie einmal längerfristig den Sprung über die heimischen Grenzen hinaus schaffen könnten. Um diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen und um das im Mai erscheinende und mit Spannung erwartete dritte Werk "Super Acceleration" zu promoten hat das Wiener Duo eine Konzerttour auf die Beine gestellt, die es in den kommenden Monaten nach Deutschland, Ungarn, Tschechien und  in die Slowakei führen wird.

Mi, 27.03.2013 - 12:27

Ein musikalisches Umfeld, in dem sich Angela Tröndle nicht gut aufgehoben fühlt, scheint es offenbar nicht zu geben. Zumindest lässt ihr neues Projekt LUNA*LAB einmal mehr diesen Schluss zu. Im Duo mit dem Songwriter und Produzenten Wolfgang Zamastil nämlich übt sich die Salzburgerin erstmals am eleganten und kunstvollen Popentwurf, was ihr, lauscht man dem bisher zu Gehör gebrachten, auch auf eine sehr überzeugende Art gelingt. Ein Album ist im Moment im Werden. Erscheinen soll es im kommenden Herbst. Live zu erleben gibt es LUNA*LAB am 28. März im Rahmen der allwöchentlich stattfindenden Konzertreihe Freistunde im mica – music austria. Unterstützung erhält die Salzburgerin, auch weil ihr kongenialer Partner leider nicht zugegen sein wird, von dem Gitarristen Andreas Fürstner.

Mi, 27.03.2013 - 12:26

Es geht ja nicht immer glimpflich aus, wenn Musiker – vornehmlich VertreterIn-nen der Sparte Singer/Songwriter – ihre eigenen Erfahrungen  zur  thematischen Grundlage ihres Schaffens machen. Gerade wenn dieses vorrangig im Dienste der persönlichen Katharsis und Psychohygiene steht, geht das Vergnügen für die anspruchsvollere Hörerschaft oft schnell in die Binsen. Schreibt man die Songs allerdings so geschickt wie Agnès Milewski, so birgt dieses Dilemma auch die Chance auf Großes. Besonders auf ihrem jüngst veröffentlichten Album „Almost Spring“ gelingt es ihr nämlich, ihre biographisch inspirierten Texte dergestalt ins Lyrische und Poetische hinein zu dehnen, dass diese zwischen ihrer Person als konkreter Erzählerin und der Möglichkeit identifikativen Selbstbezugs vonseiten der Hörerschaft oszillieren. Diese starke personelle Prägung der kompositorischen Arbeit ermöglicht letzten Endes eine ungewöhnlich direkte, wenn auch künstlerisch vermittelte Teilhabe am Leben der jungen Musikerin.