Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Do, 13.03.2014 - 10:59

Mit ihrem neuen Album "Blick auf die Alpen" (Wohnzimmer Records/Buback) stellen sich Kreisky - bewußt oder unbewußt - in einen Kontext, den schon Joseph Roth in "Die Kapuzinergruft" wie folgt formuliert hat: "Das Wesen Österreichs ist nicht Zentrum, sondern Peripherie. Österreich ist nicht in den Alpen zu finden."

Mi, 12.03.2014 - 12:37

Wie der Riesenaffe im Film plätten die Wiener Go! Go! Gorillo die Gegend, nur halt kraft musikalischen Umhaufaktors. Der ist mit Brutal Boogie etwa so hoch, wie für König Kong das Empire State Building hätte sein müssen, um nicht gemeuchelt zu werden. Am 14. März erscheint mit „Barely Innocent“ der Single-Vorbote zum Debütalbum des Quartetts. Von Martin Macho in Kooperation mit mica – music austria.

Di, 11.03.2014 - 18:24

Neonstream setzt erst auf Zufall und dann auf Kontrolle. Der freien Improvisation folgen Nachhören, Analyse und Abstimmung. So entstehen jene Tracks, entsteht jene Musik, die Neonstream auf ihrem neuen Album bündelt und in diesem Jahr veröffentlicht. Die fünf Musiker erkunden nicht nur in der Produktion neue Wege, sondern suchen auch im Finanzierungsmodell nach Alternativen. Dass sich diese Formation basisdemokratisch gibt, verwundert ebenso wenig, wie es sich in der respektvollen und aufmerksamen Gesprächskultur spiegelt, die als ideale Basis für das Interview mit Lucia Laggner dient.

Di, 11.03.2014 - 18:21

Tirol entwickelt sich zusehends langsam aber doch unaufhaltsam zu einer der ersten Adressen des Rock in Österreich. Nachdem sich der Dreier Mother`s Cake bereits weit über die Heimat hinaus einen Namen machen konnte (die drei Innsbrucker Yves Krismer, Benedikt Trenkwalder und Jan Haußels absolvierten erst vor kurzem sehr erfolgreich eine ausgedehnte Australien-Tour), scharrt mit der Formation White Miles nun eine weitere Band aus dem Westen in den Startlöchern. Und die Zeichen, dass es Medina Rekic (Gitarre, Gesang) und Hansjörg „Lofi“ Loferer (Schlagzeug), den beiden Köpfen hinter dem Duo, gelingen könnte, es ihren Kollegen von Mother`s Cake nachzumachen, stehen nicht schlecht. Das Erstlingswerk „From Madagascar to the Universe“ (VÖ: Februar 2014) war noch nicht einmal erschienen, wurde der Zweier sogleich auch eingeladen, die international angesagte schwedische Stoner-Rock-Truppe Truckfighters auf ihrer Europatournee zu begleiten. Und auch das nächste Highlight in der noch jungen Karriere der 2011 gegründeten White Miles steht schon fest. Im Mai dieses Jahres tourt das Zweiergespann als Support-Act mit niemand geringerer als der legendären amerikanischen Rock- und Grunge-Ikone Courtney Love durch Großbritannien.

Mo, 10.03.2014 - 11:48

Einen bemerkenswerten Popentwurf zwischen elektronischen Sounds am Puls der Zeit, verträumten Stimmungen und eingängigen Melodien legt das Trio Over at the Stars vor. Heimlich, still und leise haben Katharina Hanz, David Punz und Michael Jaksche seit ihrem Debüt Ende 2012 eine Reihe sehr schöner EPs vorgelegt. Darüber hinaus ist über das Tun und Streben der aus Oberösterreich stammenden und in Wien lebenden Musiker noch kaum etwas bekannt. Grund genug für Sebastian Fasthuber, einmal bei ihnen nachzufragen.

Fr, 07.03.2014 - 11:53

“One Thing The Blues Ain´t, Is Funny”: Andreas Dauböck, seines Zeichens Mastermind hinter der Wiener Melancholiker-Combo Morbidelli Brothers, verschlägt es als Hälfte des Duos Ash My Love ebenfalls in seelische Karstregionen. Gemeinsam mit Ursula Winterauer befleißigt er sich hier der Sprache und musikalischen Übersetzung des Blues – elementar, barmend, wie weiland die Ikonen aus dem Mississippi-Delta. Backbeat bat Andreas zum Gespräch. Bonjour tristesse! Von Martin Macho im Kooperation mit mica - music austria.

Fr, 07.03.2014 - 11:46

Aufgepasst, mit Fräulein Hona scharrt eine Band in den Startlöchern, die durchaus das Potential zu haben scheint, in einem größeren Ausmaß auf sich aufmerksam machen zu können. Das Ende des vergangenen Jahres erschienene Debüt „The Ground Beneath Our Feet“ besitzt nämlich alles, was ein Album von Klasse haben muss, um Beachtung geschenkt zu bekommen, Songs, die unter die Haut gehen, eindringliche Melodien, die sich vom ersten Moment an in den Gehörgängen festsetzen und diese auch nicht mehr so schnell verlassen und natürlich viel, viel Tiefe und Gefühl. Was sich dem ersten Eindruck nach vielleicht musikalisch bekannt liest, entpuppt sich letztlich aber erfreulicherweise als ein sehr eigenständiger und gelungener Versuch einer Interpretation dessen, was man unter dem Begriff Acoustic-Folk üblicherweise zu verstehen glaubt.

Do, 06.03.2014 - 13:20

Zum vierten Mal bringt die POOLINALE Musikfilme im Festivalformat auf die große Leinwand. In diesem Jahr findet das Music Film Festival Vienna von 25. bis 30. März im Top Kino, Porgy & Bess und dem Gartenbaukino statt.

Do, 06.03.2014 - 12:08

2011 machte sich der in Wien lebende Musiker Ulrich Troyer mit dem ersten Teil seiner „Songs for William“-Trilogie weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen. Neben den minimalelektronischen Dub-Welten bestach die Platte auch durch einen erzählerischen Überbau. Genannter William ist nämlich ein Effektgerät in Troyers Studio. Seine Abenteuer und die seiner Freunde werden sowohl in den Songs als auch in einem beigelegten Comicheft erzählt, das Ulrich Troyer selbst illustriert hat. Jetzt geht die Geschichte auf „Songs for William 2“ weiter. Stefan Trischler hat mit dem Musiker und Comicautor über den Erstehungsprozess und das Eigenleben elektronischer Klangerzeuger gesprochen.

Mi, 05.03.2014 - 20:28

Lange im Musikbusiness zu sein bedeutet manchmal weder negativ aufzufallen noch Schlagzeilen zu machen. Vielmehr kann sich eine langjährige Karriere auch ganz ruhig entwickeln und irgendwann sind die Früchte, die sie trägt auch ganz anders als man es sich erwartet hätte. Barbara Füreder aka Lilja Bloom lässt ihre Stimme schon seit vielen Jahren erklingen. Und diese Stimme hat einen bestimmten Wiedererkennungsfaktor, der sich durch eine Mischung aus kühler Eleganz und einem gewissen Twist zusammensetzt, der zum zweimal Hinhören zwingt. Bis jetzt war vor allem Parov Stelar zuständig für die musikalische Untermalung ihrer Vocals, die sich besonders gut mit sanfter Klaviermusik und melancholischen Untertönen versteht. Nun entfernt sich Lilja Bloom einen Schritt von Electro Swing und wendet sich auf ihrem Mini-Album „More and More“ elektronischen Träumen der 1980er zu.