Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Fr, 13.06.2014 - 09:54

Wien (OTS) - "Bereits zum 5. Mal geht dieses Jahr das Popfest über die Bühne: Das bedeutet gute Musik, dynamische KünstlerInnen, traumhafte Locations bei freiem Eintritt: Eigentlich kein Wunder, dass das Popfest auf Anhieb eine Erfolgsstory wurde - mit rund 60.000 BesucherInnen im letzten Jahr. Damit trägt das Popfest seit seiner Gründung zu einer merkbaren Aufwertung der heimischen Musikszene bei. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Quotendiskussion im Rundfunk beweist das Popfest, welche Vielfalt und Qualität die heimische Popmusik zu bieten hat", so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny.

Do, 12.06.2014 - 16:53

Es ist ein sehr feinfühliger musikalischer Weg, den das Trio Schmieds Puls einschlägt. Abseits aller großen Gesten des Pop setzen Mira Lu Kovacs und ihre beiden Kollegen Walter Singer und Christian Grobauer ganz auf die Kraft der edlen und eindringlichen Zurückhaltung und verleihen ihren Songs genau durch diesen Ansatz, wie man es auch auf dem im vergangenen Jahr erschienenen und von allen Seiten hochgelobten Album „Play Dead“ hören kann, ein Mehr an Atmosphäre und Tiefe, als man es im Kontext des akustischen Pop sonst oftmals präsentiert bekommt. Mira Lu Kovacs und Christian Grobauer im Interview mit Michael Ternai.

Do, 12.06.2014 - 12:27

In der Unaufgeregtheit und Zurückhaltung liegt die Kraft. Zumindest kann man zu diesem Schluss kommen, hört man sich einmal durch die Songs des nun auf Seayou Records erscheinenden selbstbetitelten Debütalbums des deutsch-österreichischen Duos UMA. Ella und Florian Zwietnig, die beiden Köpfe hinter dem Projekt, machen auf wirklich schöne Art vor, dass es im Elektropop nicht zwangsläufig immer nach denselben Regeln ablaufen muss. Man kann sich schon auch mal von den üblichen Mustern lösen und der Thematik aus einer anderen Perspektiven her anzunähern.

Mi, 11.06.2014 - 08:46

An Rodney Hunters Lebensgeschichte, kann man gut erkennen, wie multikulti Musikszenen sind. Obwohl man manchen Genres und Bewegungen gerne einen geographischen Stempel aufdrückt und dann ganz stolz auf das vermeintliche Monopol ist, kommen die Einflüsse meist aus aller Welt. Natürlich fungieren Orte als Schmelztiegel, bestimmte Menschen im bestimmten Umfeld als „Leidensgenossen“ und die zeitliche Komponente als Feuer, dass den Topf zum glühen bringt.

So, 08.06.2014 - 19:56

Alle Achtung, das, was Max Hauer (Fotzhobl, Clara Luzia) alias Cler auf seinem soeben erschienenen Solo-Debüt „Assembled“ (Asinella Records) abliefert, das fällt schon unter die Kategorie beachtlich. Es ist nicht so, dass man es nicht schon erahnen hätte können, dass der Multiinstrumentalist die Fähigkeit besitzt, richtig schöne Lieder aus den Ärmeln zu schütteln. Nur, die Art, mit der er dies nun wirklich bewerkstelligt hat, nötigt dann doch Respekt ab. Die Songs, die er mit Hilfe einer mit Allstars der heimischen Liedermacherszene besetzten Band (u.a. Clara Luzia, PauT, Jörg Grubmüller) auf den Weg gebracht hat, wissen aufgrund ihres vielfältigen Sounds, der schönen Melodien und intelligenten Arrangements sich vom ersten Moment an in den Gehörgängen festzusetzen. Auch so kann es im Pop zuzugehen.

So, 08.06.2014 - 19:54

Freischwimma stehen für Musik, die durch ihre Ehrlichkeit und Authentizität geprägt ist. Hier trifft musikalische Spielfreude auf eindrucksvollen Sprachwitz. Wortgewaltig, bilderreich werden Momentaufnahmen des Lebens in Songformen gepresst und mit spielerischer Leichtigkeit zu einem Spiegel geformt. Oftmals werden Alltagsbanalitäten zu den tiefgehenden großen Themen des Lebens hochstilisiert. Wer sich darin nicht wiederfindet, dem ist nicht zu helfen. Gesungen wird in Mundart. Direkt, ohne Rettungsanker, ohne doppelten Boden, singen Freischwimma über ihre Lieben, ihre Laster, ihre Fehler und Wünsche. Neue Dialektmusik im zeitgemäßen Mantel aus räudigen Gitarrenklängen, verwunschenem Orgelspiel, kraftvollem Gesang und druckreichem Beat. Ein musikalischer Leckerbissen, der genussvoll nach Mehr verlangt. Ein Mehr an Lebensfreude, ein Mehr an Ausdruck und Originalität, ein Mehr an Vielfalt und Kreativität. Clemens Engert traf sich mit folgenden drei der insgesamt fünf Bandmitglieder zum Gespräch: Florian Kargl (Gesang, E-Gitarre), Alex Lausch (E-Gitarre, Gesang) und Stefan Haslinger (Hammond-Orgel).

Mi, 04.06.2014 - 08:57

TE PO sind der Sofa Surfer und Wiener Gitarrist Wolfgang Frisch und die amerikanische Vokalistin Rahamey Po. Was die beiden im Duo auf ihrem Debütalbum „Love Run Ambush and Escape“ (Monoscope Productions) auf den Weg bringen, ist eine von vergangenen Tagen inspirierte, vielschichtige Variante des Artpop. Anspruchsvolle elektronische Soundarbeit trifft auf viel, viel Gefühl und Tiefgang. Live vorgestellt wird das Album am 26. Juli im Rahmen des diesjährigen Popfests.

Mi, 04.06.2014 - 08:55

Mit dem Namen Ken Hayakawa in Salzburg groß zu werden, hat irgendwie etwas Ironisches, wenn man an die Klischees über japanische Touristen und die Mozart-Stadt denkt. Aber Hayakawa ist genauso Salzburger wie Mozart selbst und Musik macht er auch. Schon als Kind fing er mit dem Klavier an und war dabei ein vielversprechendes Talent, das sogar zu den Schlosskonzerten geladen wurde, um zu spielen. Später wurde das musikalische Interesse unter einem starken Sportsgeist vergraben. Nach Abschluss seiner Ausbildung als Elektrotechniker, kamen die alten Talente wieder zum Vorschein, so dass er sich fortan ganz der Musik widmete.

Di, 03.06.2014 - 11:19

Sie sind wieder da. Robert Wolf, der Wiens erste Punkband in den letzten 30 Jahren nur sporadisch betrieben hat, veröffentlicht zusammen mit Andy Kolm und Stephan „Graf Hadik“ Wildner ein neues Album. Da alle drei Herren an dem legendären Chuzpe-Debüt „Tausend Takte Tanz“ (1982) beteiligt waren, lag es auf der Hand daran anzuschließen. Oder doch nicht? Denn das Erfüllen von Erwartungen war noch nie Sache dieser Band – und in dem Sinne ist das schräge wie ambitionierte neue Werk „Vor 100.000 Jahren war alles ganz anders“ das perfekte zweite Chuzpe-Album. Sebastian Fasthuber hat mit Robert Wolf über das Chuzpische, das Musizieren damals und heute und sein Wien-Gefühl gesprochen. Die Band stellen ihr Album am 23. Mai im Cabaret Fledermaus live vor.

Mo, 02.06.2014 - 14:33

Es ist immer wieder eine Freude über frische Bands zu stolpern, vor allem wenn sie das Sahnehäubchen Lied noch mit einem knackigen Video toppen. Die Wiener Band KIDS N CATS hat mit „Tip Tip“ nicht nur ein wahnsinnig catchy-ges Lied geschrieben, sondern auch einen Clip gedreht, der den Geist der Generation aufschnappt. Und wenn man auch viel Schlechtes über die Internet-Verliebten Heutigen sagen kann, so kann man aber nicht behaupten, dass ihr Leben fad und eintönig sei. Bunt, Bunter, „Tip Tip“, scheint hier die Devise zu sein.