Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Mo, 18.03.2013 - 11:25

Auf der juristischen Landkarte ist das » Musikland Österreich « weitgehend ein weißer Fleck. Nach wie vor fehlt es an einer Gesamtdarstellung des musikrelevanten Rechtsrahmens, obwohl sich Musiker, Komponisten und Kulturbetriebe heute mit einer selbst für Rechtskundige kaum noch zu überblickenden Vielzahl an einschlägigen Rechtsvorschriften konfrontiert sehen. Die Einsicht, dass dieser Zustand der Rechtsunsicherheit der freien Entfaltung der Musik nicht zuträglich sein kann, gab dem vorliegenden Werk seinen Anstoß.

Sa, 16.03.2013 - 14:18

Noch bis 17. März findet im Rahmen der Salzburg Biennale 2013 an der Universität Mozarteum Salzburg unter dem Titel "Individuum - Collectivum" ein von der Internationalen Gesellschaft für Polyästhetische Erziehung veranstaltetes mehrtägiges interdisziplinäres Symposium zur sozialen Dimension künstlerisch-kreativen Handelns im Bildungskontext statt. Neben Beiträgen internationaler Expertinnen und Experten, sowie der Präsentation von Schulprojekten zum Thema, bietet sich den Beteiligten die Gelegenheit, sich in künstlerischen und pädagogischen Dialogen auszutauschen.

Fr, 15.03.2013 - 15:21

„Verklärte Nacht“ von Schönberg stellt das zentrale Werk der Schulpatenschaft des Mozarteumorchesters mit der NMS Nonntal dar. Wir nähern uns dem Thema und der Komposition von verschiedenen Seiten und gestalten gemeinsam mit dem Orchester und dem Dirigenten Thomas Dausgaard ein interaktives Schulkonzert am 22. März 2013 um 11.30 Uhr  im Orchesterhaus Salzburg. Die gesamte Schule mit insgesamt 260 Schülerinnen und Schülern aus 14 Nationen wird beteiligt sein. Im Vorfeld werden sich die Schüler sowohl im regulären Schulunterricht als auch mit Mitgliedern des Orchesters sowie anderen Künstlern mit dem Werk, den Umständen der Zeit Schönbergs und der Umsetzung in unsere Zeit beschäftigen.

Fr, 15.03.2013 - 13:34

Wien (OTS) - Die Kunstschaffenden von "Kunst hat Recht." verschließen sich keiner Diskussion über Lösungsmodelle, die dem fairen Interessenausgleich und der angemessenen Abgeltung von künstlerischer Arbeit gewidmet sind.

Mi, 13.03.2013 - 13:37

Wien (OTS) - Die umfangreiche gesellschaftliche Diskussion der vergangenen Monate über das Urheberrecht ist in der österreichischen Geschichte bei diesem Thema wohl beispiellos: Die heimischen Interessensverbände, zahlreiche NGOs und die politischen Parteien befassen sich mit den Anliegen der UrheberInnen und suchen nach eigenen Positionen. Dazu berufen sie Diskussionsrunden ein, beauftragen ExpertInnen mit Studien und veranstalten parlamentarische Enqueten, wie etwa vor kurzem Die Grünen.

Di, 12.03.2013 - 14:37

Verein & Ensemble Platypus freuen sich, hiermit folgenden Aufruf zu veröffentlichen. Im Herbst 2013 wird es wieder einen Komponist_Innen-Marathon geben, unser Festival für junge zeitgenössische Musik, und für diese Gelegenheit suchen wir

Di, 12.03.2013 - 14:36

Das Publikum für Neue Musik ist stetig im Wachsen begriffen. Um diese Entwicklung weiter zu fördern, haben sich 16 nationale Musikorganisationen sowie 31 Ensembles und Orchester aus 17 EU-Ländern zusammengeschlossen, um bei dem großangelegten Kulturprojekt New Musik: New Audiences neue Kunstformen und Wege der Kunstverbreitung zu erforschen und zu entwickeln. Von österreichischer Seite haben das Klangforum Wien und mica – music austria die Initiative ergriffen, an dem Projekt New:Aud teilzunehmen. In den nächsten zwei Jahren werden die teilnehmenden Ensembles aus den einzelnen Partnerländern in Bezug auf Repertoire und dessen Präsentation zusammenarbeiten. Starten werden die ersten Konzerte voraussichtlich im Frühjahr / Sommer 2013.

Mo, 11.03.2013 - 15:08

Interkultur, Migration und Integration als Querschnitt-Themen der Musikvermittlung. Eine Tagung der Plattform Musikvermittlung Österreich vom 21. bis 22. Juni 2013 in Linz.

Fr, 08.03.2013 - 11:37

Experimentelle Felder erschließt Pia Palme in ihrer Verbindung von instrumentalen Klängen und Stimmperformance sowie deren elektronischer Verfremdung, etwa wenn sie die Töne ihrer Subbassblockflöte abnimmt oder InterpretInnen mit Kehlkopfmikrofonen ausstattet. Ihrer Zeit enthoben kommen Materialien aus dem Barock zum Einsatz, um etwa der Oboe da Caccia in der Gegenwart einen neuen Platz zuzuschreiben. Gerade eine den Erwartungen ihres Erfinders nicht gerecht werdende Sprechmaschine aus dem 18. Jahrhundert erlaubt es der Komponistin den Reiz in der Umfunktionierung der Erfindung zu suchen und damit Unerwartetes zu generieren. Palme tritt zudem als Blockflötistin und Performerin in Erscheinung; sie erprobt in der Abstimmung auf den Raum ungewöhnliche Formen des Auftritts, wenn die InterpretInnen etwa weit voneinander entfernt auf die Kommunikation mittels Blickkontakt verzichten müssen und ein Chor dazu herausgefordert wird, sich ohne Dirigent selbst zu organisieren. So eröffnen sich klangliche Spannungsfelder, die auch gesellschaftliche Fragen aufwerfen. Als Komponistin widmet sie sich in letzter Zeit verstärkt dem Finden von neuen kompositorischen Strukturen. (dw)

Mi, 06.03.2013 - 17:29

1992 sagte Peter Handke in einem Gespräch über Theater und Literatur auf die Feststellung, dass Gert Jonke sich jahrelang eingesponnen hätte in den feinen Ton einer Musikkünstler-Prosa, in Geschichten über Kunst, Künstlichkeit und Wahnsinn, danach lange Zeit verstummt wäre und sich nun wieder mit Stücken zeige, weil er aufs Theater wolle: Gert Jonke ist auch ein Einzelgänger, der in immer imponierenderen Spiralen sich immer mehr verengt hat. Aber ich glaube, dass er jetzt mit dem Theater eher herausfindet als mit der Prosa.(…)Aber sowas ist natürlich leicht gesagt, denn andererseits ist der Magnetismus des Schreibens, wenn man einmal eine Spur gefunden hat, sehr stark, dass man schon den gordischen Knoten bemühen muss, um da wieder herauszukommen. Und so muss man wieder ganz neu anfangen oder zumindest der Fiktion folgen, dich hinzusetzen, als ob du noch nie ein Wort geschrieben hättest. Wer das (wie Jonke) vermag, hat eine wunderbare Gabe. DAS ist meisterhaft. In seinen Theaterstücken hat sich Gert Jonke (1946-2009) nicht nur aus seinen imponierenden Spiralen herausgefunden, vielmehr näherte er sich mit ihnen dem Traum des Kleistschen Marionettentheaters: Nach einer Weltreise des Geistes über eine zweite Naivität noch einmal von hinten ins Paradies zu gelangen. Nach einem Juryentscheid über den Auszuzeichnenden wird am 7. März zum zweiten Mal der Gert Jonke-Preis vergeben. Der Preis, dem der Poet seinen Namen gibt, wurde auf Anregung Josef Winklers vom Land Kärnten und der Stadt Klagenfurt gestiftet.