Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Do, 24.04.2014 - 11:36

Die Band Aerdung liefert mit ihrem Debüt "Evolved" (Frog Mountain Records) ein schönes Beispiel dafür ab, dass man, um sein musikalisches Glück zu finden, sich nicht notwendigerweise immer an den traditionellen stilistischen Fragestellungen orientieren muss. In der Musik der achtköpfigen Band verbinden sich jungendlicher Elan und Spielwitz mit einer ordentlichen Portion Eigenwilligkeit sowie überdurchschnittlichen instrumentalen Fertigkeiten. Aerdung machen auf sehr mitreißende Art vor, dass man aller musikalischen Vielfalt eine Richtung geben und diese in einer spannenden Weise in einem Gesamtsound zusammenfassen kann. Ihre Nummern erklingen vielschichtig, gehen gleichzeitig aber auch wegen der eingängigen Refrains schnell ins Ohr, sie unterhalten, genauso wie sich auch herausfordern. Ein durchaus ambitionierter musikalischer Spagat, der im Fall dieser Band als wirklich geglückt zu bezeichnen ist.

Do, 24.04.2014 - 11:04

"Julia's compositions are powerful, emotional, deep and beautiful. Her exciting debut project is a music-story-box filled with gorgeous tunes and dreamy interludes. Julia and the quartet and guests inject various grooves and effects into the jazz setting, creating a unique, surprising and totally satisfying listening experience."

Mi, 23.04.2014 - 13:28

Dass die dreiköpfige Combo Orges & The Ockus-Rockus Band es drauf hat, packende Nummern mit eigener Note aus den Ärmeln zu schütteln, weiß man eigentlich schon seit dem vielbeachteten Debüt „Aheng, Aheng!“. Auf „Export-Import“ (Toce Records), dem nun erscheinenden zweiten Album, setzt das Trio seinen eigenwilligen musikalischen Weg konsequent fort. Womit Orges Toçe, Lukas Kranzelbinder und Christian Eberle aufwarten, ist, grob beschrieben, eine wirklich spannende und vor allem auch richtig coole Mischung aus Rock'n'Roll, Country und Jazz. Live vorgestellt wird das neue Material am 26. April im Wiener Ost Klub.

Mi, 23.04.2014 - 11:30

Im mica-Gespräch mit Alois Sonnleitner verrät der Schlagzeuger, wie er es schaffte, seine Liebe zur Musik zum Lebensinhalt zu machen, wie er seine vielen Aktivitäten unter einen Hut bringt – und welche spezielle Rolle der tschechische Serienheld der frühen 70er Jahre, Pan Tau, in seinem Leben spielt.

Di, 22.04.2014 - 16:27

Die Interpretation des Jazz von Michaela Rabitsch und Robert Pawlik ist eine, die sich nicht unbedingt an den üblichen Entwürfen orientiert. Vielmehr als sich im Wiedergeben von Standards zu üben, unternehmen die beiden mit ihrem Quartett den Versuch, Brücken auch hin zu anderen Spielarten zu schlagen. Was ihnen, wie auch auf ihrer 2012 erschienenen CD „Voyagers“ zu hören ist, ganz vortrefflich gelingt. Die nächste Gelegenheit, das Michaela Rabitsch & Robert Pawlik Quartet live zu erleben, gibt es am 26. April im Kammgarnsaal in Traiskirchen.

Di, 22.04.2014 - 12:18

Eine Formation, die sich in ihrem Tun vorwiegend den nicht vordefinierten stilistischen Räumen widmet und nicht davor zurückscheut, schon auch einmal die eigenwilligeren musikalischen Pfade zu beschreiten, genau um eine solche handelt es sich bei dem österreichisch-amerikanisch-kanadischen Trio Jagged Spheres bestehend aus Elias Stemeseder, Devin Gray und Anna Weber. Die eben erschienene CD der drei musikalischen Freigeister, zeigt sich als eine sehr gelungene und vor allem auch wirklich spannende Abkehr von allen traditionellen Mustern.

Do, 17.04.2014 - 13:25

"Dynamisch" ist wohl jener Terminus, mit dem man am ehesten jene Umbrüche auf einen Nenner bringen kann, die die österreichische Jazzszene in den letzten Jahren geprägt haben. Manche Institutionen sind verschwunden, neue Strukturen dafür entstanden. So hat Joe Zawinuls 2004 in Wien eröffneter Club Birdland seinen 2007 verstorbenen Gründer nur um ein Jahr überdauert. 2009 wurden zudem die Hans-Koller-Preise - mit ihnen der internationale „European Jazz Prize“ - zum letzten Mal vergeben. Einen Paukenschlag bedeutete weiters das Ende eines der wichtigsten Szene-Aushängeschilder: Im Juli 2010 verfügte Mathias Rüegg nach 33 Jahren die Auflösung des Vienna Art Orchestra (VAO), lange Jahre Flaggschiff des europäischen Bigband-Jazz. Die Musiker, die seit den 1980er-Jahren aus diesem Klangkörper hervor gegangen sind, prägen indessen weiterhin das Geschehen: Voran die international etablierten Saxofonisten Wolfgang Puschnig (*1956) und Harry Sokal (*1954), aber auch Instrumentalisten, die in den letzten Jahren im VAO bekannt geworden sind: Dazu zählen Trompeter Thomas Gansch (*1975) und der einst bei den Wiener Philharmonikern beschäftigte Kontrabassist Georg Breinschmid (*1973). Beide sind gleichermaßen virtuose wie musikantisch veranlagte Instrumentalisten, schöpfen in ihren Stücken auch aus der Blasmusik- bzw. Wienerlied-Tradition und ergötzen das Publikum nicht zuletzt als amüsantes, musikkabarettistisches Duo.

Do, 17.04.2014 - 13:06

Egal wo auch immer „Jazzorchester Vorarlberg“ drauf steht, musikalisch ist in solchen Fällen eigentlich immer das etwas Andere zu erwarten. Und wenn in gleichen Atemzug auch noch der Name Clemens Wenger genannt wird, nun, dann sollte man sich definitiv auf Ungewöhnliches gefasst machen. „Morphing“ (Jazzwerkstatt Records/Laub Records), so der Titel des Ergebnisses dieser vielversprechenden Zusammenarbeit, zeigt sich in quasi allen musikalisch Aspekten als etwas weit außerhalb des Traditionellen Angesiedeltes. Was geboten wird, ist eine große stilistische Vielfalt, fesselnde Spannung und viel, viel Innovation.

Di, 15.04.2014 - 13:58

An dem Ort, an dem die Gesetzmäßigkeiten, Strukturen, Definitionen und was auch immer alles Regelndes längst außer Kraft gesetzt sind und alleine der wunderbar-wahnsinnige und alle Stile übergreifende Umgang mit der künstlerischen und improvisierten Freiheit im Mittelpunkt des Geschehens steht, genau an diesem treibt das avantgardistisch-schräge Duo bagg*fish sein geniales musikalisches Unwesen. Was Michael Fischer und Marcos Baggiani, die beiden Köpfe hinter diesem eigenwilligen Projekt, auf ihrer selbstbetitelten und beim Label TryTone erschienenen neuen CD bieten, ist ein Musikerlebnis der vielen, vielen Klangsprachen, ein unvorhersehbares, sich ständig im Prozess der Veränderung befindliches musikalisches Etwas, das nicht und nicht kategorisierbar oder exakt benennbar ist, kurz, womit das Zweiergespann die Hörerschaft konfrontiert, ist schlicht die höchste Kunst der Improvisation.

Mo, 14.04.2014 - 12:24

Wer das bisherige Schaffen Matthias Löschels kennt, der weiß, dass es sich hier um einen Musiker handelt, der sich in den unterschiedlichsten stilistischen Feldern exzellent auszudrücken weiß. Egal ob nun im Jazz, im HipHop, in der Elektronik, im avantgardistischen Rock oder im modernen Singer-Songwritertum, der aktuell in New York  lebende Salzburger Gitarrist und Komponist hat über die Jahre hinweg seine ganz eigene Klang- und Spielästhetik entwickelt, die vor allem in einem ausgeprägten zur stilistischen Vielfalt ihren Ausdruck findet. Am 15. April steht der umtriebige Musiker, der mit seiner Formation The Ruff Pack gerade erst eine ausgedehnte Frühjahres-Tour hinter sich gebracht hat, wieder einmal mit seinem Trio auf der Bühne. Und zwar im Rahmen der Konzertreihe «open loose»  im Cafe Korb in Wien. Gemeinsam mit Andreas Waelti (Bass) und Reinhold Schmölzer (Schlagzeug) widmet sich Matthias Löscher dieses Mal niemand geringerem als dem legendären Pianisten und Komponisten Thelonious Monk.