Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Do, 16.05.2013 - 11:42

Alfred Bäck ist nicht nur Schlagzeuger und Perkussionist in Bands wie Rabouge, Chrono Popp & the Sorry Babies, Soulclub und Low Down – Dogs, er hat sich auch durch sein Engagement für „moderne Musik im Wald4tel“, kurz die „Schönbach Seminare“, einen Namen gemacht.

Mo, 13.05.2013 - 17:39

chmafu nocords ist ein Grazer Label, das vor gut zehn Jahren von einer Gestalt namens marufura fufunjiru (aka maru) gegründet worden ist, welche sich auch als Veranstalter des Interpenetration Festivals einen Namen gemacht hat. Sowohl bei dem Festival wie auch auf dem Label geht es um die Vielfalt verschiedenster Musiken und so konnte maru bereits Tonträger von Musikerinnen und Musikern wie Robert Lepenik (The Striggles, Fetish 69), Low Frequency Orchestra & Wolfgang Mitterer, Elisabeth Schimana, Kajkyt (Slobodan Kajkut), code inconnu, kauders und Automassage veröffentlichen – viele davon in handgemachten, zierlichen Verpackungen.

Fr, 03.05.2013 - 13:50

Von 10. bis 11. Mai 2013 findet erstmals das Festival „hoerthoert“ im Brick-5 in Wien statt. Das Festival für Zuhörkultur wurde von jungen und innovativen Jazz- und Improvisationsmusikern rund um das Plattenlabel „Listen Closely“ ins Leben gerufen. Der Musiker und Labelbetreiber Werner Zangerle im Interview mit Michael Ternai.

Mo, 29.04.2013 - 13:34

Es gibt MusikerInnen und KünstlerInnen, die sich zu keiner Zeit irgendwelchen Kategorisierungen unterwerfen wollen und sich in ihrem Schaffen mit Vehemenz dagegen wehren, irgendwelche Erwartungshaltungen erfüllen zu müssen. Eine Musikerin, auf die diese Zuschreibung ganz ohne Zweifel zutrifft, ist Agnes Heginger. Blickt man nämlich auf die zahlreichen Projekte, an welchen die in Kärnten geborene und seit frühesten Jahren in Wien lebende Sängerin und Komponistin maßgeblich beteiligt ist, so wird einem sofort klar, dass man es bei ihr mit einer der wohl vielseitigsten Künstlerinnen des Landes zu tun hat. Es gibt wohl nicht ein Genre, nicht einen musikalischen Kontext, in welchem sie sich nicht schon einmal erfolgreich versucht hätte. Egal ob nun im Jazz, in der experimentellen Elektronik, Vokalkunst, Alten Musik, Improvisation, im Pop oder Wienerlied, Agnes Heginger zeigt sich in ihrer Arbeit seit je her als wahre Verwandlungskünstlerin, die zu keinem Zeitpunkt davor zurückschreckt, sich wirklich allen musikalischen Herausforderungen zu stellen.

Fr, 26.04.2013 - 11:20

"Wie eine persönliche Unterschrift an einem heiligen Ort, wie Michelangelo´s Pieta im Petersdom zu Rom - raumfüllend, unverrückbar, inspirierend anwesend sein, obwohl der Raum bereits verlassen wurde. So sind Performances des ,STUDIO PERCUSSION graz‘ konzipiert und aufgeführt. Ich möchte Klangskulpturen in die Luft hämmern, welche noch vorhanden sind wenn der letzte Zuhörer den Raum lange verlassen hat, die letzten Instrumentenkisten verladen sind und ein Schlüssel den Raum schon zugesperrt hat. Und am nächsten Tage die Frage den Zuhörer/Zuseher beschäftigt: was war es, das ich letzte Nacht gehört und gesehen habe." Wenn es darum geht, jene Person zu nennen, die sich bereits seit mehreren Jahrzehnten im Grazer Umfeld um die Vermittlung, Präsentation und Pflege der Schlagwerkskunst einsetzt, führt kein Weg an Günter Meinhart vorbei. Aus seiner Feder entstammen unter anderem das eben erwähnte hochkarätige Ensemble „STUDIO PERCUSSION graz“, das Schlagzeugtheater „WUMM!“, die „STUDIO PERCUSSION school“, das „Austrian Percussion Camp“, die alljährliche Veranstaltungsreihe „Night of Percussion“, sowie zu guter Letzt das Projekt „Faces and Places“.

Mo, 22.04.2013 - 10:22

ddkern kennt man, und zwar hauptsächlich als treffsicheren Schlagzeuger von Combos wie Bulbul, Fuckhead, Broken.Heart.Collector und Glutamat. Aber auch in der lärmigen Ecke der Impro und des freien Jazz hat er sich einen Namen gemacht, insbesondere mit Keyboard-Wizard Philipp Quehenberger. Doch die Seiten des Kern sind damit noch lange nicht gezählt. Er ist einer der wenigen Musiker, der auch mit internationalen Kapazundern locker mithalten und sogar musikalischen Gewalttätern wie Peter Brötzmann, Weasel Walter (Ex-Flying Luttenbachers) und Mats Gustafsson mit seinen Stöckchen einheizen kann. ddkern selbst gibt sich recht bescheiden und humorvoll – doch man sollte sich nicht täuschen lassen, wenn er nicht ständig betont, dass er zu den feinsten und professionellsten Kunden seiner Zunft gehört. Er macht einfach lieber, als blöd drüber zu reden und ist mit einem extrem strengen und in langjähriger Erfahrung herangezüchteten individuellen Bullshit-Detektor ausgestattet, der nie in Arroganz kippt, sondern eher arrogantes Geplappere zärtlich gegen die Wand tuschen lässt und dabei grinst. Das Gespräch mit dem umtriebigen Tausendsassa führte Clemens Marschall.

Di, 16.04.2013 - 13:43

Nach anfänglichem beruflichem Irrweg, inklusive 9 to 5 Job und Krawattenhölle, hat sich Michael Fischer eines schicksalsreichen Tages entschlossen, sein Dasein fortan als Musiker bestreiten zu wollen. Und ganz nebenbei mit dem Feedback-Saxophon auch gleich noch eine eigene Klangsprache zu entwickeln.

Mo, 15.04.2013 - 15:38

Bei Hypnotic Zone handelt es sich um ein Musikprojekt, in dem die Eigenwilligkeit von den Beteiligten quasi zur Prämisse des musikalischen Werkens erhoben wird. Sich nicht an den gängigen traditionellen Definitionsmustern orientierend, unternehmen Villy Paraskevopoulos (Piano), Stefan Thaler (Kontrabass) und Niki Dolp (Schlagzeug) schlicht den Versuch, sich über das Experiment ihre ganz eigene klangliche Nische zu entwerfen. Die drei eigenwilligen Köpfe im Interview mit Michael Ternai.

Mo, 15.04.2013 - 15:18

In klassischen Konzerthäusern trifft man den in Salzburg lebenden Werner Raditschnig eher selten an. Zumeist arbeitet im Kontext mit Bildender und Medien-Kunst und tritt mit konzertanten Klangarchitekturen bzw. -installationen öfter in Galerien und Museen auf. Das steht auch in Wechselwirkung zu seinem Instrumentarium. So hat der gelernte Gitarrist, nachdem er auf Tischgitarre umgestiegen war, ein Gerät entwickelt, das er Polychord nennt, weil es ähnliche, aber eben erweiterte Funktionen eines Monochords aufweist.

Mi, 10.04.2013 - 13:30

Es gibt Dinge, die werden immer größer und größer, bis sie irgendwann den vorgegebenen Rahmen sprengen und der Punkt erreicht ist, an dem man umdenken muss. So geschehen bei „Bestiario“, Angelica Castellos letztem Album, das zugleich ihr erstes als Solo-Künstlerin und Komponistin ist. In unterschiedlichsten Formationen – etwa im Duo mit Billy Roisz oder mit Thomas Grill, Maja Osojnik, und Matija Schellander im „Low Frequenzy Orchestra“ – trat sie bis dahin als Interpretin an der Flöte und anderen Instrumenten (Recorders, Devices) in Erscheinung, ein eigenes Album allerdings, das sie als Solo-Künstlerin vorstellt, erschien ihr nie wichtig. „Zum einen, weil ich dachte, das braucht ohnehin niemand. Zum anderen aber war es auch eine ganz bewusste Haltung, die ich einnahm“, erzählt die gebürtige Mexikanerin, die in Wien längst eine zweite, dauerhafte Heimat gefunden hat. Doch Meinungen sind dazu da, um geändert zu werden: Als das erste Album des Low Frequenzy Orchestras herauskam und sie hautnah erfuhr, was es bedeutet ein Album zu machen, wurde diese Haltung nachhaltig erschüttert. Weitere Alben, an denen sie mitwirkte, folgten, und irgendwann wollte sie auch für sich selbst, für ihre ganz persönliche Kunst, eine derartige Momentaufnahme. Ein Dokument also, das eine ganz bestimmte Phase des Lebens abbildet.