Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Mi, 13.02.2013 - 13:28

Sie zählt nicht nur zu den führenden weiblichen Jazzstimmen des Landes, sie weiß auch am Klavier zu überzeugen und ist darüber hinaus in ihrem Stil noch eine sehr wandlungsfähige Künstlerin - Sabina Hank. Die gebürtige Salzburgerin begeistert nun schon seit über einer Dekade Liebhaber der anspruchsvollen Jazz- und Popklänge mit durch die Bank starken Alben, mitreißenden Liveperformances und spannenden Kollaborationen mit renommierten Köpfen aus den unterschiedlichsten musikalischen Bereichen. Mit „A Song Kaleidoscope“ legte sie im vergangenen Jahr ihre bislang letzte CD vor. Hierbei handelt es sich eine Werkschau der vergangenen 11 Jahre, die sie aus den unterschiedlichsten musikalischen Perspektiven zeigt und einmal mehr als eine in ihrem Tun sehr vielschichtige Künstlerin zeichnet. Am 14. Feber konzertiert Sabina Hank im Oval in Salzburg.

Mi, 13.02.2013 - 12:42

Um die Musik der in Nürnberg geborenen und 1987 in Wien verstorbenen Komponistin, Gitarristin, Laute- und Sitar-Spielerin Ingrid Elisabeth Fessler nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, erscheint nun als Aufarbeitung ihres musikalischen Schaffens die Neuauflage ihrer einzigen LP "So nah sind wir am Untergang, so nah sind wir am Licht" als CD bei orlando records. Live präsentiert wird diese am 15. Februar in der Alten Schmiede in Wien vom Low Frequency Orchstra im Rahmen der Konzertreihe Stromschiene. Die Musik- und Kulturwissenschaftlerin Irene Suchy spricht an diesem Abend über Ingrid E. Fessler und ihre Stellung in der Musikszene der 80er-Jahre.

Mo, 11.02.2013 - 17:52

Harry Sokal lässt musikalisch einmal mehr die Funken sprühen. Auf „Where sparks start to fly“ (cracked anegg), so der Titel des im März erscheinenden Albums seines Projekts Groove, zeigt sich der Saxophonist einmal mehr als exzellenter Interpret dessen, was heutzutage unter dem Begriff Jazz zusammengefasst wird. Im Trio gemeinsam mit dem begnadeten Organisten Raphael Wressnig und dem wegen seinen instrumentalen Fähigkeiten nicht minder geschätzten Schlagzeuger Lukas Knoefler macht sich der seit vielen, vielen Jahren zu den Aktivposten der heimischen Szene zählende Musiker daran, seine ganz eigene Vision des Jazz, in welcher musikalische Finesse, Verspieltheit, Innovation, Experimentierfreude und technische Perfektion in kunstvoller Form zueinanderfinden, zu verwirklichen.

Mo, 11.02.2013 - 17:11

Vor 20 Jahren wurden sie als Talente und Nachwuchshoffnungen apostrophiert, in den Jahren seit der Jahrtausendwende ist in Österreichs Jazz die Generation der um 1960 Geborenen endgültig in szenetragende Positionen aufgerückt. Gute Anschauungsbeispiele sind etwa Pianist und Komponist Christoph Cech, der seit 1999 das Institut für Jazz und improvisierte Musik an der Anton-Bruckner-Privatuniversität Linz leitet, sowie Saxofonist Wolfgang Puschnig, seit einigen Jahren Vorstand des 2002 gegründeten Instituts für Popularmusik an der Musikuniversität Wien. Von Andreas Felber.

Mo, 11.02.2013 - 13:59

Wie innovativ, spannend und modern das, was unter dem Begriff Jazz zusammengefasst ist, tatsächlich erklingen kann, haben die Mitglieder der Jazzwerkstatt Wien in ihren verschiedenen Projekten in der Vergangenheit ja schon des Öfteren eindrucksvoll vorexerziert. 2011 fassten Clemens Salesny, Daniel Riegler, Peter Rom, Bernd Satzinger und Clemens Wenger den Entschluss, es in einer Formation nach längerer Zeit wieder einmal gemeinsam zu versuchen. Sie gründeten das Jazzwerkstatt Wien New Ensemble und machten sich einmal mehr daran, neues musikalisches Terrain zu bewandern und zu erkunden. Mit dem Ergebnis, dass sie, wie auch auf dem 2011 erschienenen und selbstbetitelten Album zu hören war, erneut mit so ziemlich allen traditionellen Begrifflichkeiten gebrochen und eine Form des musikalischen Ausdrucks entworfen haben, die mit Blick auf die Entwicklungen in Tendenzen dem Genre Jazz in den vergangenen Jahrzehnten, quasi als ein Versuch einer klanglichen Momentaufnahme dieses verstanden werden kann.  Am 12. Feber gastieren die fünf Musiker im Wiener Blue Tomato. Gespielt werden eigene Stücke, wie auch solche von Max Nagl.

Fr, 08.02.2013 - 11:47

Musikerzusammenschlüsse sind im Bereich der improvisierten Musik seit den 1960er-Jahren nichts Ungewöhnliches. In Österreich haben junge Musizierende die Netzwerk-Idee zuletzt neu für sich entdeckt. Von Andreas Felber.

Fr, 08.02.2013 - 11:47

Auf dem im vergangenen Jahr erschienenen Album „Weird Tales & Elegant Motion“ zeigte sich Mia Zabelka, die sonst eher im experimentell und avantgardistisch Angehauchten zugeneigt ist, von einer ungewohnt musikalischen Seite. Im Trio mit ihren beiden Mitmusikern Pavel Fajt und Johannes Frisch zwar immer noch weit abseits des Herkömmlichen agierend, erklingen die Stücke dieses Dreiergespanns letztlich dann doch vollkommen von aller Kopflastigkeit losgelöst. Daher ist ein Besuch des Konzerts dieses Trios am 11. Feber im Wiener Porgy & Bess nicht nur ausgewiesenen Liebhabern der avantgardistischen Klangkunst nahegelegt.

Do, 07.02.2013 - 12:09

Das Schöne an der von Uli Soyka veranstalteten „musik-hautnah“ Konzertreihe, die am 13. Feber im Cafè Kreuzberg in Wien nach kurzer Winterpause nun ihre Fortsetzung findet, ist, dass man als Besucher eigentlich nie wirklich weiß, was musikalisch auf einen tatsächlich zukommen wird. Ein jedes Mal mit neuen Gästen an seiner Seite, unternimmt der österreichische Schlagzeuger den Versuch, die traditionellen Grenzen des Jazz immer wieder zu verrücken. Zum Saisonstart unter dem übergeordneten Titel "klangräumen" wird es sich wohl nicht anders verhalten. Von Uli Soyka auf die Bühne geladen sind diesmal der deutsche Pianist Alexander von Schlippenbach, die Vokalistin Agnes Heginger, der Trompeter Franz Hautzinger und Bassist Jan Roder. Ein Konstellation bei der wohl alles passieren kann.

Do, 07.02.2013 - 11:35

Die österreichische Bigband-Szene erlebte in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Hausse. Trotzdem ihr das bekannteste Aushängeschild abhanden gekommen ist. Von Andreas Felber.

Mi, 06.02.2013 - 14:12

Seine musikalische Heimat hat Wolfgang Schalk inzwischen in den USA gefunden. Seit vielen Jahren in Los Angeles lebend, hat der aus Graz stammende Jazzgitarrist schnell Anschluss an die dortige Szene gefunden und sich binnen kurzer Zeit einen Namen versierter Jazzgitarrist machen können. Obwohl Schalk im Mutterland des Jazz überaus erfolgreich reüssiert, gilt er hierzulande noch als eher unbeschriebenes Blatt. Zu Unrecht, hört man sich nur einmal durch die Stücke seines neuen, 2012 erschienenen Albums „Word of Ear“ (Frame Up). Der Gitarrist zeigt auf eindrucksvolle Art, wie man dem Jazz tiefe Emotion und viel Gefühl verleiht, ohne sich aber dabei in irgendwelchen pathetischen und klischeehaften Gesten zu verlieren. Seine Kompositionen sind vielschichtiger Natur, komplex, fordernd und dennoch sehr gediegen, und erfrischend undogmatisch. Ein Album für den Kopf und die Seele.