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JazzWerkstatt Wien - Open Source Composers

Vom 1. bis zum 6. Dezember geht im Wiener Ensembletheater am Petersplatz mit der Veranstaltungsreihe "Open Source Composers" erstmals das neueste Projekt der JazzWerkstatt Wien über die Bühne. Österreichische MusikerInnen entwickeln und erproben gemeinsam mit KollegInnen aus dem Ausland in einem kreativen Wechselspiel neue Wege des Musikschaffens. Damit findet zum ersten Mal findet eine zweite JazzWerkstatt Wien Aktion innerhalb eines Jahres statt.

Das Motto des Projekts "Open Source Composers"  lässt sich in kurzen Worten zusammenfassen - tagsüber wird geprobt und abends gespielt. Die Konzertwoche ist das Resultat eines seit Mai andauernden kreativen Prozesses. In den vergangenen Monaten wurden erstmals die Prinzipien des Open-Source-Programmierens, wie sie bereits in der Softwareentwicklung Einzug gehalten haben, als kollektive Kompositionsmethode erprobt. So wurden Stücke unabhängig voneinander komponiert vom jeweils anderen weiterentwickelt. Die Ergebnisse werden nun im Rahmen der anstehenden Veranstaltungswoche geprobt und zur Aufführung gebracht. Einmal mehr kann die Wiener Jazzwerkstatt ihre einzigartige Sonderstellung in europäischen Raum unter Beweis stellen. Eindrucksvoll gelingt es ihr, die schöpferischen Kräfte der heimischen Szene zu bündeln und einen fruchtbaren Dialog mit KünstlerInnen aus dem Ausland zu initiieren. In diesem überaus inspirierenden Arbeitsumfeld sollen neue, bisher noch unbekannte Wege im Musikmachen beschritten werden. Zu hören bzw. zu sehen sein werden Clemens Wenger, Clemens Salesny, Wolfgang Schiftner, Peter Rom, Bernd Satzinger, Daniel Riegler, Andreas Pichler, Louise Dam Eckardt Jensen, Dominykas Vysniauskas, Guillaume Heurtebize und Tom Zlabinger.


Die JazzWerkstatt Wien wurde 2004 von den sechs Musikern Clemens Wenger, Daniel Riegler, Wolfgang Schiftner, Bernd Satzinger, Peter Rom und Clemens Salesny mit dem Ziel gegründet, eine geeignete Plattform zu schaffen, die es jungen KomponistInnen und Ensembles ermöglicht, ihre Musik in Ruhe zu erarbeiten und zu präsentieren. Stilistisch und ästhetisch sind den Protagonisten dabei keinerlei Grenzen gesetzt. Die JazzWerkstatt hat bereits in drei Werkstattreihen das WUK bespielt und betreibt mit JazzWerkstatt Records inzwischen auch ein eigenes Label.(mt)


Jazzwerkstatt Wien

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