Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Fr, 07.03.2014 - 11:47

Dass man sein musikalisches Glück auf abseits aller Konventionen finden kann, machte das Duo JuJu 2012 auf seiner Debüt-CD „Short Stories“ auf sehr elegante und auch sehr spannende Art vor. Judith Reiter (Bratsche, Stimme) und Julia Schreitl (Saxofon, Klarinette, Stimme) wandeln in ihren kammermusikalisch bis weltmusikalisch angehauchten experimentellen Jazz auf sehr eigenwilligen musikalischen Pfaden, die, quasi überall hinführen, nur eben nicht in die schon bekannten Klangwelten. Die nächste Gelegenheit, das Zweiergespann live zu erleben, gibt es am 8. März im Rahmen der ars femina im Amstettener Rathaussaal.

Di, 04.03.2014 - 11:36

Moderner und abwechslungsreicher Jazz, spielerisch auf höchstem Level dargebracht von vier hoffnungsvollen Vertretern der jungen Generation, die es mit dem Traditionellen bewusst nicht allzu eng sehen, sondern vielmehr sich stets auf zu neuen musikalischen Ufern machen, genau solcher steht am 5. März im Wiener Porgy & Bess auf dem Programm. Zu Gast sind mit dem diesem Projekt den Namen gebenden Bastian Stein und seinen Kollegen Pablo Held, Matthias Pichler und Tobias Backhaus vier Musiker, die ihr außergewöhnliches Können schon unzählige Male unter Beweis gestellt haben. Was auf dem Programm steht, legt das Quartett los, ist eine sehr bunte Klangreise durch die verschiedensten Spielarten des zeitgenössischen Jazz.

Di, 04.03.2014 - 00:13

Was alles passieren kann, wenn musikalisch nichts, aber auch wirklich gar nichts festgeschrieben steht, wenn das, das vor sich geht, entsteht, sich entwickelt und zum Erklingen gebracht wird, mehr oder weniger ein Produkt des Zufalls ist, wenn die Richtung sich nicht von Menschenhand, sondern aus sich ständig in Veränderung befindlichen computergenerierten grafischen Scores ergibt, genau das bringt die österreichische Vokalistin Katja Cruz mit dem amerikanischen Altsaxophonisten und Begründer der legendären Black Artist Group Oliver Lake an ihrer Seite auf ihrer neuen CD „Hexaphone – The Cosmology of Improvised Music“ (Rudi Records) zu Gehör. Wie der Titel schon verrät, steht das musikalische Geschehen ganz im Zeichen der hohen Kunst der Improvisation, des freien und von allen Vorgaben losgelösten Spiels mit starker avantgardistischer Note. Der CD ist auch eine DVD, auf der das gesamte Entstehen dieses Projektes in Live-Kontext dokumentiert wurde, beigefügt.

Do, 27.02.2014 - 11:31

Nachdem sich Philipp Harnisch im vergangenen Jahr mit  seiner Impro-Jazz-Prog-Rock Truppe Arktis/Air vorwiegend noch den eher heftigeren Klangwelten gewidmet hat, taucht der aus Deutschland stammende und in Wien lebende Saxophonist gemeinsam mit seinem Quartet auf dem nun erscheinenden neuen Album „Black Field“ (Listen Closely) wieder in ein mehr filigraneres und experimentelleres Jazzuniversum ein. Warm und gediegen im Sound sind es dieses Mal die dezent gesetzten Töne, sowie die detailverliebte Verwebung der einzelnen musikalischen Elemente miteinander, die Geschehen bestimmen. Hierzulande präsentieren wird das Philipp Harnisch Quartet „Black Field“ am 1. März in der Innsbrucker Kulturbäckerei. Tags darauf, am 2. März, gastieren der Saxophonist und seine Mitmusiker im Zentrum für Musikvermittlung in Wien.

Mi, 26.02.2014 - 15:06

Die beiden Leiter der Jazz Big Band Graz (JBBG), Heinrich von Kalnein und Horst Michael Schaffer, über die Geschichte des Ensembles, künstlerische Kompromisse und über den Begriff Jazz. Das Interview führte Otmar Klammer.

Mi, 26.02.2014 - 11:42

Sie hat einfach den Soul in ihrer Stimme, diese bestimmte charismatische Note, mit welcher sie einem jeden Song dieses gewisse Etwas verleiht. Simone Kopmajer, 1981 in Schladming geboren und aufgewachsen in Bad Aussee, hat schon in jungen Jahren genau das geschafft, wovon alle MusikerInnen, Bands und Ensembles träumen, nämlich eine erfolgreiche internationale Karriere zu starten. In den USA, in Japan und Südostasien ist die Sängerin Liebhabern anspruchsvoller und gediegener Jazzklänge längst ein Begriff. Sie füllt die Hallen, steht als Hauptact bei international bedeutenden Festivals auf der Bühne und verkauft weltweit viele Tausende CDs. Nach einer gerade erst absolvierten Konzertreise durch die USA wird die Hans Koller Preisträgerin des Jahres 2003 mit ihrem Quartett (Paul Urbanek, Herfried Knapp, Reinhardt Winkler) in den kommenden Wochen wieder vermehrt auf den österreichischen Bühnen zu sehen sein. So auch am 28. Feber im Porgy & Bess in Wien.

Di, 25.02.2014 - 13:11

Ein Streicherquartett, das ganz bewusst einen ganz eigenen Weg geht und in seinen Stücken den stilistischen Bogen auf innovative Weise sehr, sehr weit zu spannen versteht, genau um ein solches handelt es sich beim radio.string.quartet.vienna. Seit vielen Jahren in der Szene nun schon eine Ausnahmestellung einnehmend, haben sich Bernie Mallinger (Violine), Cynthia Liao (Bratsche), Igmar Jenner (Violine) und Asja Valcic (Cello) längst auch international einen Namen machen können, was auch wenig verwundert, verstehen die vier MusikerInnen es doch, wie nur wenige andere, die klassische Quartett-Besetzung in Fragen der musikalischen Ausrichtung einer ganz neuen Deutung zuzuführen, in eine, die in ihren kraftvollen Ausdruck vor allem in einer immensen klanglichen Vielfalt  Die nächste Gelegenheit, das Vierergespann live zu erleben gibt es am 28. Februar im Kunsthaus Nexus in Saalfelden.

Do, 20.02.2014 - 13:04

Dass man musikalisch nicht unbedingt immer die bereits vielfach begangenen traditionellen Pfade beschreiten muss, sondern diese sehr wohl auch einmal verlassen kann, diesen Beweis versucht das Trio Sweet & Lovley zu liefern. Sich nicht allzu viele Gedanken über althergebrachte Stildefinitionen machend, basteln sich Werner Zangerle, Walter Singer und Niki Dolp, die drei Köpfe hinter dieser Formation, ihre ganz eigene Version dessen, was unter dem Begriff Jazz zusammengefasst ist, zusammen. Die nächste Gelegenheit, Sweet & Lovley kennenzulernen, gibt es am 21. Feber in froff in Wien.

Mo, 17.02.2014 - 17:28

Ein aus musikalischer Sicht interessanter Konzertabend steht am 21. Feber in der Alten Schmiede in Wien auf dem Programm. An der Stätte, an der normalerweise eher die Klänge der Neuen Musik ertönen, werden mit Andy Manndorff und Moa Janes dieses mal zwei MusikerInnen zu Gast sein, die dann doch eher anderen musikalischen Kontexten zuzuschreiben sind, der eine jenem des Jazz, die andere jenem des modernen Liedermachertums.  Zur Aufführung bringt das Zweiergespann ihr gemeinsam erarbeitetes Programm „Songs of the Morrow“. Was das Publikum von dem österreichischen Gitarristen und der schwedischen Sängerin und Songwriterin erwarten musikalisch darf, ist eine spannende, feinfühlige, abwechslungsreiche und niveauvolle Klangreise durch die verschiedensten musikalischen Welten.

Di, 11.02.2014 - 11:40

Auch wenn hierzulande es vielen vermutlich nicht wirklich bewusst ist, aber spricht man von Iris Camaa, so spricht man von einer der international erfolgreichsten österreichischen Musikerinnen der Gegenwart. Abgesehen davon, dass die Kärntnerin, egal ob nun mit ihrer eigenen Band oder als Mitglied der legendären und 7-mal für den Grammy nominierten deutschen Formation Tangerine Dream, konzertant inzwischen quasi die gesamte Welt bereist hat, konnte sie in der Vergangenheit vor allem auch mit ihren durch die Bank erstklassig rezensierten Veröffentlichungen viel Aufmerksamkeit erregen. Pünktlich zum zehnjährigen Bandjubiläum ist mit „Coisas Boas“ nun das neue Album der Musikerin, Sängerin und Komponistin (entstanden ist dieses wie auch schon das letzte in Zusammenarbeit mit dem kubanischen Gitarristen Ariel Ramirez) erschienen.