Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Fr, 11.04.2014 - 14:22

Mit einem doch etwas aus dem Rahmen fallenden musikalischen Ansatz konfrontiert das in Wien ansässige Duo Traspié die Hörerschaft auf ihrem Erstlingswerk „Pasaje“ (Artruism Records). Den Tango im elektronischen Sinne neu interpretierend, versucht das Zweiergespann Gustavo Petek und Enrique Thompson einen Brückenschlag von der Tradition hin zur musikalischen Gegenwart. Und das auf eine sehr abwechslungsreiche und gediegen elegante Art und Weise.

Fr, 04.04.2014 - 14:10

MusikerInnen, Bands und Ensembles aller musikalischen Gattungen sind eingeladen, sich für die renommierte und im Mai des kommenden Jahres stattfindende Bucharest International JAZZ Competition zu bewerben.

Mi, 02.04.2014 - 10:56

Dass es die aus Graz stammende Sängerin und Komponistin Laura Winkler ganz vortrefflich versteht, Musik mit ganz eigenem farblichen Anstrich auf den Weg zu bringen, davon konnte man sich bereits im vergangenen Jahr bei "Have you seen the troll?", dem Debüt ihrer Band Holler My Dear, überzeugen. Gemeinsam mit dem Wabi-Sabi Orchestra geht Laura Winkler auf der nun erscheinenden CD „Paper Clips“ (Traumton Records) nun einen, wenn nicht sogar gleich mehrere Schritte weiter. Pflegt die aktuell in Berlin lebende Sängerin mit ihrer Hauptband doch eher einen filigran-eleganten akustischen Jazz-Liedermacher-Sound, so wendet sie sich in den Kompositionen ihres neuen Projekts einer doch deutlich größeren, ambitionierteren und vor allem vielschichtigeren Klangästethik zu. Es ist der facettenreiche Versuch einer Eigendefinition der klassischen Jazzorchester-Orchester-Musik, den sie unternimmt und den sie mit ihrem Ensemble auch wirklich mit Bravour umzusetzen weiß. Präsentiert wird "Paper Clips" am 7. April im Österreichischen Kulturforum in Berlin.

Fr, 28.03.2014 - 12:15

Bei Jazzator hat man es mit einer Band zu tun, die es mit den herkömmlichen musikalischen Kategorisierungen nicht wirklich allzu eng sieht. „Nonagon“ (Unit Records), das nun erscheinenden neue Album der vierköpfigen Formation, offenbart sich als ein ungemein spannungsgeladenes Beispiel für die Durchsetzung und Realisierung der musikalischen Eigenwilligkeit. Was auf dem Programm steht ist eine hochdynamische, wechselhafte und packende Achterbahnfahrt durch die weite Welt des Jazz und über diese hinaus. Präsentieren wird das Quartett seine neue CD am 4. April im Rahmen des diesjährigen ZOOM! Festivals der Jazzwerkstatt Wien im WUK.

Do, 27.03.2014 - 12:08

Einst in einem kleinen Rahmen gestartet, hat sich das Jazzwerkstatt Graz Festival mittlerweile zu einem wirklich überregional bedeutenden Musikevent abseits des Mainstreams in Österreich entwickelt. Alljährlich mit einem überaus abwechslungsreichen, niveauvollen und wirklich spannenden Programm aufwartend, ist es quasi zu einem Spielgelbild für die spürbare Lebendigkeit und große Vielfalt des jungen heimischen Jazztreibens geworden. Auch die diesjährige, inzwischen achte und einmal mehr im TaO! (Theater am Ortweinplatz) stattfindende Auflage des Festivals verspricht allerhöchste Qualität zwischen musikalischer Unterhaltung und Herausforderung. Dafür sorgen die insgesamt 18 geladenen Acts, die wirklich aus allen Richtungen und Spielformen des Jazz stammen. Eröffnet wird das sechstägige Festival am 8. April von den drei jungen Acts Triophony, The Little Band From Gingerland und Philipp Kopmajer's Groove Lab.

Mi, 26.03.2014 - 19:17

Das am 28. März im Brick-5 erstmals in Wien stattfindende Festival "Niños Consentidos" versteht sich als eine Art Versuchslabor im Sinne eines interdisziplinären Kunstverständnisses. Musiken aller Art treffen auf andere Formen der Kunst, dem Experiment werden alle Tore geöffnet, und auch  sonst steht die Betrachtung des Dargebotenen aus neuen und ungewohnten Perspektiven im Vordergrund.

Mi, 26.03.2014 - 12:15

Ein Jubiläum! Die JazzWerkstatt Wien öffnet heuer vom 1. bis zum 5. April zum zehnten Mal ihre Pforten im WUK. Den Blick immer nach vorn gerichtet, stehen die Feierlichkeiten zum runden Geburtstag unter dem Motto "tomorrow is the question!".

Fr, 21.03.2014 - 14:40

Dass sich der moderne Jazz nicht notwendigerweise immer in der übermäßigen Komplexität verlieren muss, um ein interessanter und fordernder zu sein, sondern sehr wohl auch in seiner eher zugänglicheren Form spannend bleiben kann, genau dafür lieferte das Jörg Leichtfried Trio mit seinem Debüt „Magicians, Sounds And Other Beauties“ den Beweis. Der Wiener Pianist und seine beiden Mitstreiter Andreas Waelti und Vladimir Kostadinovic lenken in diesem Projekt ihren Fokus bewusst auf ein Mehr an Musikalität, denn auf das avantgardistische Experiment. Was aber jetzt nicht bedeutet, dass sie dabei ins Oberflächliche abdriften. Ganz im Gegenteil, sie verstehen es, ihrer Musik Tiefe zu verleihen, die dann doch vorhandene Herausforderung im Spiel nicht spürbar werden zu lassen. Live zu sehen gibt es das Trio am 22. März im raj in Klagenfurt.

Fr, 21.03.2014 - 13:48

Der Saxofonist Mats Gustafsson (Jahrgang 1964) ist einer der international profiliertesten Künstler des Freejazz und der Improvisierten Musik. Im Gespräch mit Alois Sonnleitner erzählt er unter anderem, warum er von Schweden nach Österreich übersiedelt ist, welche Unterschiede zwischen beiden Ländern er wahrnimmt und woher er seine Energie schöpft.

Do, 20.03.2014 - 16:57

Drei Musiker drei unterschiedlicher musikalischer Sprachen, geeint im Willen, die ausgetretenen und traditionsbehafteten stilistischen Pfade zu verlassen, um sich so frei zu machen für etwas Neues. So in etwas kann man das Trio Hypnotic Zone wohl am treffendsten beschreiben. Villy Paraskevopoulos (Piano), Stefan Thaler (Kontrabass) und Niki Dolp (Schlagzeug), die drei Köpfe hinter diesem ungewöhnlichen und avantgardistisch anmutenden Jazzprojekts, haben ihre ganz eigene Vorstellung davon, wie ihre Musik zu erklingen hat. Sie lassen schon Experimente in großer Zahl zu, nur eben gelingt es ihnen, in eine einheitliche fließende Form zu gießen, sie mixen auch Elemente unterschiedlichster Musiken, wie sie es gerade für richtig halten, nur wirkt das Ergebnis bei ihnen wirklich homogen und rund. Ihre Stücke sind zugegebenermaßen mehr schräg, denn harmonisch, mehr dissonant, denn melodiös, aber dennoch erwachsen sie, wie man auch auf dem 2012er Erstlingswerk „La justice, les filles et l´èternitè“ sehr schön hören kann, fern jeder Sperrigkeit und Kopflastigkeit zu eindringlichen und richtig packenden Klangerlebnissen. Die nächste Gelegenheit, Hypnotic Zone, live zu erleben, bietet sich am 25. März im Alten Schlachthof in Wels.