Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Mo, 17.06.2013 - 13:56

Die aus Serbien stammende Jelena Popržan und die Kosovo-Albanerin Rina Kaçinari fallen nicht nur mit ihrer Kombination aus Bratsche und Cello auf. Die beiden Wienerinnen sind laut und leben sich musikalisch voll aus – von ihrem Klassik-Background bis zu Pop, von Folklore bis Ska ist vieles dabei. Demnächst gastieren die beiden, die zuletzt für Konzerte von den USA bis in die Türkei kamen, beim niederösterreichischen Weltmusik-Festival Glatt & Verkehrt. Am 5.7. spielen sie in der Fesslhütte Dürnstein, als Gast begrüßen sie die mit südosteuropäischer Musik beschäftigte US-Sängerin Eva Salina Primack. Ihren Interviewtermin mit Sebastian Fasthuber hätten sie fast verschlafen. Das Gespräch fand am ersten freien Vormittag des Duos seit längerer Zeit statt.

Mo, 17.06.2013 - 10:53

Theresa Adamski, Philipp Forthuber und Sebastian Ploier bilden das Trio Crystal Soda Cream. Hinter diesem undurchschaubaren Bandnamen verbirgt sich eine waschechte Post Punk Formierung. Auf ihrem Debütalbum „Escape From Vienna“ spielen sie gekonnt mit Lo-Fi und düsteren Melodien. Philipp Forthubers Stimme schwebt dabei wie der Geist des jungen Robert Smith durch die nebeligen Soundkulissen. Im Gespräch mit Anne-Marie Darok sprechen die drei über ihre verschiedenen Ansichten zu dem Genre Post Punk, dem Frustablassen durch Songtexte und ihrem „süßen“ Bandnamen.

Fr, 14.06.2013 - 14:41

„Prost, Karl!“, hat der junge Karl Schwamberger während seiner Zeit in einer Blasmusikkapelle oft gesagt bekommen. Später gründete der in Wien lebende Oberösterreicher eine Band namens Brosd Koal, die sich jedoch nach vielversprechendem Beginn wieder auflöste. In den letzten Jahren sorgte er mit seinem Soloprojekt Laokoongruppe, das stilistisch von Techno bis Volksmusik und Jazz ungemein breit gefächert war, für Furore. Inzwischen ist aber auch Brosd Koal in neuer Besetzung wieder aktiv. Unlängst erschien das späte Debütalbum „1“.  Sebastian Fasthuber hat Schwamberger und seinen Bandkollegen Klaus Makotter befragt.

Fr, 14.06.2013 - 10:48

Sänger, Produzent, Arrangeur, Trompeter, Songschreiber, Lehrbeauftragter, künstlerischer Leiter, vielseitiger kann ein Portfolio eines Musikers kaum sein. Längere Zeit blieben Horst-Michael Schaffers musikalische Tätigkeiten nur einer kleinen Schar von Insidern vorbehalten. Erst an der Spitze der Jazz Bigband Graz ist der umtriebige Musiker zu Recht ins öffentliche Rampenlicht gerückt und prägt seither an vorderster Stelle das Bild der österreichischen, zeitgenössischen Bigband-Ästhetik.

Do, 13.06.2013 - 14:14

Seit 2006 nun schon versorgt Las Vegas Records die Musikfans mit spannenden und erstklassigen Veröffentlichungen zwischen Indiepop und Rock. Unter anderen beim Wiener Label ihre musikalische Heimat gefunden haben Kommando Elefant, My Name is Music, Pop:sch, DAWA und Maur Due & Lichter. Andreas Jantsch, Gründer und Betreiber von Las Vegas Records, im Interview mit Michael Ternai.

Do, 13.06.2013 - 12:07

Zusammendenken, was sich ausschließt: damit kennzeichnet sich salbungsvoll jede Band, die hoch hinaus möchte. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass das „Anything Goes!“ längst schon die gängigste aller zeitgenössischen musikalischen Praxen darstellt, mithin jene Band, die in keine Schublade gesteckt werden möchte, sich eben dadurch selbst in die geräumigste und ellenbogenfreieste aller Schubladen hievt. Wie erfrischend, wenn nun eine Gruppe wie die Sex Jams nicht viel Ehrenrühriges daran findet, sich in nobler Zurückhaltung selbst ein aussagekräftiges Brandzeichen auf den jungen Werkkörper zu sengen, ohne damit die kreativ-freigeistige Nabelschnur abzuklemmen. „Noise Pop“ steht da zu lesen, irgendwas von Reminiszenzen an die späten 80er und frühen 90er Jahre. Der Geruch belegt dennoch: das Branding ist noch frisch!

Do, 13.06.2013 - 10:50

„Man muss natürlich das Alte pflegen, als eine gewisse Basis. Eine Kultur jedoch, die sich nur auf das Alte spezialisiert, ist kaputt oder geisteskrank“, meint Othmar Costa in einem Interview mit Albrecht Dornauer für mole, eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Musikszene in Tirol seit den 1960er Jahren mit nachhaltiger Wirkkraft bis heute. Costa, von 1969 bis 1991 Chef der E-Musik-Abteilung des ORF Landesstudios Tirol, der als Leiter des damaligen „Innsbrucker Kammerorchesters“ zahlreiche wegweisende Uraufführungen dirigiert hat, in einem Gespräch mit Gunter Schneider im quart heft für kultur tirol #15:  „Wenn die Dinge nicht gemacht werden, ist das der größte Fehler. Man darf nicht Angst haben, vielleicht keinen Erfolg zu haben.“

Mi, 12.06.2013 - 16:16

Der ursprünglich aus der Ukraine stammende Musiker, Produzent und Labelbetreiber (Valeot Records) Alexandr Vatagin ist ein ruhiger, netter Typ, dem hysterische Betriebshuberei fremd ist. Aber er verfolgt doch hartnäckig sein Ziel, mit der Musik, die er und Bands aus seinem Umfeld produzieren, von Österreich aus weltweit möglichst viele Freaks zu erreichen. Und er wird als Musiker immer umtriebiger. Jüngstes Produkt ist sein kürzlich erschienenes Soloalbum „Serza“, ein intensives Werk zwischen Ambient und Postrock. Im Interview mit Sebastian Fasthuber verrät Vatagin, dass er am liebsten auf seinen Instinkt vertraut – und Gemütlichkeit schätzt.

Mi, 12.06.2013 - 11:48

Milk+ sind eine der spannendsten und unkonventionellsten Bands des Landes. Ihre sinfonisch ausufernden Psychedelia-Kompositionen sind geprägt von feinsten harmonischen Verästelungen und kontraintuitiver rhythmischer Wucht. Mit ihrem jüngsten Opus „Band on Wire“ haben sie ihr bisheriges Meisterstück abgeliefert, ein Vorzeigewerk des modernen Progressive-Rock. Produziert wurde es von Mars-Volta-Keyboarder Ikey Owens. Wie diese Zusammenarbeit verlief, warum ihre Musik trotz (oder gerade?) wegen des hohen Niveaus selten im Radio zu hören ist und mit welchem Auftrag sie aus der Zukunft zurück in unsere Zeit geschickt wurden, verrieten David Furrer (git, voc) und – verspätet – Navid Djawadi (bass) im mica-Interview mit David Weidinger.

Di, 11.06.2013 - 11:14

Als der Autor dieses kleinen Porträts zur Welt kam, finalisierte Dieter Glawischnig gerade sein Studium der Musikwissenschaft. Mit einer Dissertation über Anselm Hüttenbrenner, den bedeutendsten steirischen Komponisten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wie Glawischnig im mica-Gespräch erklärt. Im verhängnisvollen März 1938 geboren, wurde der Pianist, Komponist, Arrangeur und Pädagoge heuer 75 Jahre jung. Aus diesem Anlass organisiert Udo Preis vom Verein Limmiationes ein Fest für Dieter Glawischnig – am Samstag, 22. Juni, in Heiligenkreuz/Burgenland. Was dort stattfinden wird, fasst Glawischnig so zusammen: Von den Grazern werden kommen der Ewald Oberleitner, der Armin Pokorn, der Andi Schreiber und ich; von außerhalb kommen John Marshall aus London, die beiden Russen Vladimir Tarassov und Vladimir Chekassin, Gerd Dudek, Ernst-Ludwig „Luten“ Petrowsky und Conny Bauer aus Deutschland.