Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Di, 19.08.2014 - 13:39

Wie ein Wirbelwind fegen CAMO & KROOKED über zahllose Festival- und Clubbühnen und lösen mit ihrer gefeierten Bühnenshow weit über die Grenzen Österreichs und Europas Begeisterungstürme und gute Laune aus. Mit ihrem aktuellen Album "Zeitgeist" beweisen sie endgültig, dass D'n'B wunderbar mit anderen Genres elektronischer Tanzmusik verschmelzen und wider Erwarten seinen zweiten Frühling erleben kann.
 

Di, 19.08.2014 - 13:38

Vor 15 Jahren ist die in Mexiko aufgewachsene Musikerin, Veranstalterin und Musikerzieherin Angélica Castelló in Wien gelandet. Hier spielt sie sowohl Alte als auch Neue als auch experimentelle Musik und verwendet für diese Zwecke eine Paetzold-Subbass-Blockflöte, Cassetten und Elektronik. Sie musiziert im Blockflöten-Ensemble Plenum, im Low Frequency Orchestra, in den Bands Zimt und Subshrubs, in den Duos Chesterfield (mir Burkhard Stangl), frufru (mit Maja Osojnik), cilantro (mit Billy Roisz) und vielen anderen mehr. Sie tritt auch solo auf, komponiert und gestaltet Soundinstallationen. Zusätzlich organisiert sie seit zehn Jahren die monatliche Konzertreihe „Neue Musik in St. Ruprecht“ in Wiens ältester Kirche im 1. Bezirk. Alois Sonnleitner hat Angélica Castelló zum Interview gebeten.

Mo, 18.08.2014 - 12:27

CHRONIC CITY ist keine Band im herkömmlichen Sinne. Vielmehr verstehen sich die beiden Multi-Instrumentalisten Emanuel Rudas und Florian Marko als ein Produzenten- und Songwriterduo, das ständig versucht, musikalisches Neuland zu ergründen. Kein Song entsteht mit der gleichen Belegschaft, jedes Lied ist ein Unikum mit einem eigenen Gastsänger/einer eigenen Gastsängerin. Wie wunderbar diese Formel funktionieren kann, haben CHRONIC CITY spätestens mit dem Release ihrer ersten LP „Nom De Guerre“, die von Publikum und Kritikern gleichsam begeistert aufgenommen wurde, bewiesen. Clemens Engert traf sich mit den beiden besagten Masterminds, um unter anderem über den Begriff „Dream Pop“, die Professionalität von Austropop-Legenden und seltsame Journalistenfragen zu sprechen.

Mo, 11.08.2014 - 13:41

Elektroschneider benennt die Kollaboration der in Graz lebenden Künstler Pierre Legere und Lasse Nolti. Nachdem die beiden sich bereits über 12 Jahre an der Hervorbringung von Musik geübt hatten, war es 2012 an der Zeit ernst zu machen und fröhlich elektronische Klänge in der Welt zu verteilen. Elektroschneider bietet Rahmen und Playground für zwei Gemüter, die ihren Sound auf scheinbar reduziert verkopften Wegen, spielerisch ins Ohr der RezipientInnen schicken.  

Mo, 11.08.2014 - 13:39

Ein Verdienst des Intendanten David Pountney ist ganz sicher, dass er dem zeitgenössischen Musiktheater ein Podium im Hauptprogramm der Bregenzer Festspiele geboten hat und bietet. Detlev Glanert und Judith Weir haben im Auftrag der Festspiele neue Opern komponiert. Nun steht die Uraufführung der „Geschichten aus dem Wienerwald“ von Heinz-Karl, alias Nali, Gruber auf dem Programm. Und dies wird wahrscheinlich ein Höhepunkt der Wirkgeschichte von David Pountney, denn unbestritten zählt der österreichische Komponist Nali Gruber international zu den renommiertesten und vor allem auch originellsten Künstler der Gegenwart.

Do, 07.08.2014 - 12:21

GREGOR LADENHAUF ist ein Freund der Abwechslung. In der Kunst, im Klang, im täglichen Leben. Er schätzt, was er tut und erfreut sich an Momenten, in denen er durch die Musik abschalten und das bewusste Reflektieren hinter sich lassen kann. Nachdem er 2012 sein Soloalbum auf den Markt gebracht, wie immer intensiv an Releases für Ogris Debris gefeilt und gerade mit seinem Kollegen Leonhard Lass als Depart eine Installation für Soundcloud fertiggestellt hat, war es gerade Recht, ihn über Herkunft und Inhalt seiner Projekte zu befragen und mehr über den Lustgewinn durch seine unterschiedlichen Tätigkeiten zu erfahren. Mit Lucia Laggner sprach er außerdem über die Freiheit,  sich dem künstlerischen Schaffen widmen zu können, den Energiehaushalt und ideale Orte für seine Musik.

Mi, 06.08.2014 - 15:10

Bereits an der Namensgebung lässt sich einiges über ein Ensemble ablesen – so auch im Fall des Pierrot Lunaire Ensemble Wien, das seinen Namen sogar beim Patentamt als Marke registrieren ließ. Einen Namen, der zunächst die Verwurzelung der Ensemblemitglieder in der Musik der Wiener Schule zum Ausdruck bringt. Gustavo Balanesco, neben Flötistin Silvia Gelos Gründer und künstlerischer Leiter des Ensembles, besitzt seit seiner Kindheit einen starken Bezug zur Musik des frühen 20. Jahrhunderts: In der Familie des Pianisten österreichisch-argentinischer Abstammung war die Musik häufiges Gesprächsthema, vor allem die Wiener Tradition, verkörpert von Musikerpersönlichkeiten wie Gustav Mahler oder Bruno Walter. Die klassische Moderne spielt denn auch in den Programmen der Formation, die in variabler Besetzung Werke vom Solo- bis zum Ensemblestück realisiert, eine wesentliche Rolle.

Di, 05.08.2014 - 12:53

Mit dem social media Kunstprojekt „transcoding“ versucht eine Gruppe rund um die Performancekünstlerin Barbara Lüneburg junge Menschen auf partizipative Weise mit zeitgenössischer Kunst in Berührung zu bringen. Ein Interview über ein möglicherweise bahnbrechendes Projekt. Das Gespräch führte Curt Cuisine.

Di, 05.08.2014 - 12:14

Was immer den Komponisten Bernhard Gander anspricht, kann ihm als Material für seine Musik dienen. Er verbindet Beobachtetes und Gehörtes als gleichberechtigtes Miteinander, egal ob beispielsweise Heavy Metal, klassische Musik oder Umweltgeräusche, Comics, Filmhelden oder Zeitungsberichte. Als ausgewiesener Fan von Comics und Sitcoms lag es nahe, die Idee einer Sitcom-Oper zu realisieren. Die ersten drei Staffeln dieses neuen Formats werden im Rahmen der Bregenzer Festspiele präsentiert. Alle sieben Teile der Oper „Das Leben am Rande der Milchstraße“ sind im Herbst bei Wien Modern zu sehen sein.

Mo, 04.08.2014 - 11:46

Am 2. Mai 1949 im oberbayerischen Neuhaus/Schliersee geboren, studierte Kotschy zum einen Pharmazie in München, zum anderen am Salzburger Mozarteum Klavier-Kammermusik bei Erika Frieser, Komposition bei Cesar Bresgen sowie musikalische Grundlagenforschung. Was sogleich auffällt: Die Kombination von Pharmazie und Musik erforderte reichlich Tribut. Prägnant beobachten ließ sich dies während seiner seinerzeitigen Teilnahme als Composer in residence beim Komponistenforum Mittersill „ein klang 1997“, als er die schöpferische Atmosphäre der Salzburger Bergwelt oft für einige Stunden oder einen ganzen Tag mit der pharmazeutischen Ebene vertauschte, um unmittelbar nach Geschäftsschluss gleich wieder ins Auto in Richtung Pinzgau zu steigen. Die Begeisterung, mit der er damals den darin nicht so erfahrenen Kollegen die Möglichkeiten von Naturtonsystemen vermittelte und eigene Stücke auf teils selbstgebastelten Instrumenten vorstellte, war ansteckend und sie ist es bis heute nicht minder, wenn man Gelegenheit hat, ihm zu begegnen, von ihm neue Erkenntnisse und neue Werke zu hören.