Musikmagazin – Neues vom österreichischen Musikgeschehen

Fr, 29.05.2015 - 15:12

Manchmal erweist sich als Tugend, was aus der Not heraus entstand: Bei einem Konzert verliert die Klavierschülerin KATHARINA KLEMENT den Faden – und rettet sich mit Improvisation über die vergessene Stelle hinweg. Da es sich um ein modernes Stück handelt, bemerkt niemand im Publikum den Fauxpas. Und KATHARINA KLEMENT hat eine Begabung entdeckt, die in der Folge zur Passion und Profession wird.

Fr, 29.05.2015 - 10:23

CHRISTOPH PEPE AUER hat sich für sein neues Soloalbum Zeit gelassen. Viel Zeit. Ganze sieben Jahre sind seit seiner bislang letzten Veröffentlichung ins Land gezogen. Mit „Songs I Like“ meldete sich der Tiroler Ende April mit neuem Material zurück. Der Bassklarinettist im Interview mit Michael Ternai.

Fr, 29.05.2015 - 10:05

DAS TROJANISCHE PFERD wurde 2007 von HUBERT WEINHEIMER (Gesang, Gitarre) und HANS WAGNER (Cello, Bass) als Duo gegründet. Seit 2010 spielen sie mit RENÉ MÜHLBERGER (Keyboard, Schlagzeug), seit 2012 mit DAVID SCHWEIGHART (Bass, Schlagzeug). Direkt nach den Aufnahmesessions zum gerade erschienenen Album „Dekadenz“ (Monkey) hat HANS WAGNER (NEUSCHNEE, HANS IM GLÜCK) die Band verlassen. DAS TROJANISCHE PFERD ist damit wieder ein Trio. HUBERT WEINHEIMER sprach mit Clara Schmidl über „Dekadenz“, Text und Musik, die Post-Hamburger Schule, den Bezug zur Welt und darüber, was die Farbe Ocker mit einem Delfin-Wirbel zu tun hat.

Do, 28.05.2015 - 10:32

In Zeiten, in denen man im Pop allzu oft mit austauschbarer Massenware konfrontiert wird, ist es schon erfrischend zu sehen, dass sich eben nicht alle dem allgegenwärtigen Mainstreamsound unterordnen. Einer, der auch seinen ganz eigenen Weg geht, ist JULIAN LE PLAY. Obwohl der Sänger und Liedermacher einen Hit nach dem anderen aus dem Ärmel schüttelt, erklingen diese doch unverkennbar anders und daher um einiges spannender als vieles, was man sonst so im Radio präsentiert bekommt. Der Sänger und Liedermacher im Interview mit Michael Ternai.

Mi, 27.05.2015 - 14:19

Im Sommer 2013 hatte im Wiener Jazzclub PORGY & BESS ein besonderes Projekt Premiere: 45 und mehr Jahre nach den Aufnahmen mit dem JAZZ COMPOSER‘S ORCHESTRA (JCO) und Solisten wie CECIL TAYLOR, DON CHERRY, ROSWELL RUDD und PHAROAH SANDERS wurden MICHAEL MANTLERS die Geschichte des orchestralen Free Jazz prägende Kompositionen in überarbeitender Form live vorgestellt. Als Ausführende trat die Wiener Big Band NOUVELLE CUISINE unter der Leitung von Christoph Cech in Erscheinung, die Solo-Parts übernahmen u. a. die Saxofonisten Harry Sokal und Wolfgang Puschnig, Gitarrist Bjarne Roupé, das RADIO.STRING.QUARTET.VIENNA und MICHAEL MANTLER selbst an der Trompete. Ende 2014 erschienen die Aufnahmen aus dem PORGY & BESS bei ECM auf CD, beim MOERS FESTIVAL 2015 werden sie live zu erleben sein. Andreas Felber sprach mit MICHAEL MANTLER über das JAZZ COMPOSER‘S ORCHESTRA und die New Yorker Avantgarde-Jazz-Szene der 1960er-Jahre.

Fr, 22.05.2015 - 10:49

CHRIS KOUBEK und STEFAN MEISTER, die beiden sympathischen Organisatoren des Innsbrucker HEART OF NOISE FESTIVALS (18.–20.6.), über die sanfte Kunst des Neugierde-Weckens und den hedonistischen Kampf gegen das Cocooning im Gespräch mit Curt Cuisine.

Fr, 22.05.2015 - 10:04

Der Gründer der Gattung „Wiener Liederatur“, FRANZ JOSEF MACHATSCHEK, pflegt seine umwerfenden Groschenromane um Rezepte, Poster und kuriose Soundtracks zu erweitern. Mit seiner Melange aus Literatur und Neuem Wienerlied erobert der junge Künstler nun den  deutschsprachigen Raum im Sturm und Drang.

Mi, 20.05.2015 - 10:45

Dass Onlinebeziehungen fruchten können, beweisen die beiden Oberösterreicher ANT ANTIC. Am 1. Mai erschien ihre Debüt-EP „Blood Sugar“ auf jhruza records. Auf dieser bringen sie Singer-Songwriter-Elemente mit Electronic- und Ambient-Sounds in Einklang. Über das gemeinsame Schaffen, authentischen Sound und Geheimnistuerei sprachen Tobias Koett und Marco Kleebauer im Interview mit Alexander Schroeder.

Mo, 18.05.2015 - 10:24

Im Rahmen seines Artists-in-Residence-Programms stellt das BUNDESKANZLERAMT in Kooperation mit KULTURKONTAKT AUSTRIA seit 2009 ausländischen Kulturschaffenden Stipendien zur Verfügung. Von April bis Juni 2015 ist die rumänische Komponistin DIANA ROTARU zu Gast in Österreich. Christian Heindl im Interview mit der Künstlerin zu ihren bisherigen Erfahrungen.

Fr, 15.05.2015 - 11:48

Der kompositorische Weg Christian Ofenbauers verlief in den 1980er Jahren innerhalb eines Traditionsstranges, der von Gustav Mahler über Alban Berg bis zu Ofenbauers Lehrer Friedrich Cerha führt und gemeinhin mit dem schlagwortartigen Begriff des „Espressivo“ umschrieben wird. Die ausgesprochen gestische Prägung dieser frühen Schaffensperiode manifestiert sich etwa in dem Orchesterstück … wie eine Nachtmusik von 1986 und erreicht ihren Höhepunkt in dem Bühnenwerk MEDEA nach Texten von Heiner Müller (1990–94), das zugleich den Wendepunkt zu einer neuen Musikästhetik markiert.