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Wie schon in den letzten Jahren findet auch heuer am 14. Dezember 2009 der bereits zur Tradition gewordene Adventrundgang "Alles Gute - Ein Umgang" durch die Gassen des siebenten Bezirks statt. In diversen Kurzprogrammen aus Literatur, Musik, Tanz, Theater rund um den Advent soll das Publikum in einer gemütlichen Weise, auf die besinnliche Zeit eingestimmt werden.
Moderation: Helge Hinteregger
Musikalische Begleitung: Peter Rosmanith, Georg Graf und Joe Pinkl
Stationen
17.00 Uhr: Hauptbücherei am Gürtel
Urban-Loritz-Platz 2
Future Sibanda: Xmas in Afrika
Future Sibanda (Simbabwe) erzählt, singt, trommelt aus den afrikanischen Mythen um Weihnachten herum. Unterstützt mit Freunden wird der kalte weiße Winter in Wien zum heißen Erlebnis.

17.30 Uhr: Theater Spielraum
Kaiserstraße 46
Emil -wer?
Mit Nicole Metzger und Jürgen Pfaffinger
Wer war der zu Unrecht vergessene Theatermann Emil Geyer und warum wird an seinem Wohnhaus Siebensterngasse 31 eine Gedenktafel angebracht? Bei einem Vortrags- und Leseabend vor etwa einem Jahr startete Hilde Haider-Pregler die Initiative, auch im öffentlichen Raum des Theaterleiters, Padägogen und Regisseurs Emil Geyer zu gedenken. Der Bezirk Neubau griff diese Idee auf und das Theater Spielraum begibt sich beim heurigen Adventrundgang auf eine theatergeschichtliche Spurensuche in fünfzehn Minuten!
18.00 Uhr: The Window. Jewish Theater of Austria
Kandlgasse 6
Durch ein offenes Fenster: Erstes Jahrzehnt des Ungehorsams
Abi, Alex, Babsi, Bastian, Bruno, Daniel, Emily, Guenther, Ingo, Kathi, Lisa, Matthias, Michi, Miriam, Musti, Sandra und die Musikgruppe Pallawatsch im Wohnzimmer des Jüdischen Theaters Austria.

18.30 Uhr: Literaturhaus
Seidengasse 13
Cornelia Travnicek: Fütter mich
Gerade in der von Konsum geprägten Vorweihnachtszeit setzt Cornelia Travniceks Buch über die Vielfalt des Hungerns einen passenden Gegenakzent. "Fütter mich" vereint Texte über Sehnsüchte und dieses Loch im Magen, das sich nicht immer mit Nahrung füllen lässt. Die Autorin liest "Marasmus" - eine moderne, ganz eigene Herbergssuche bei sich selbst. Eine Lesung für alle, die wissen, das man mehr zu sich nehmen muss als Kekse und Glühwein.
Cornelia Travnicek, geb. 1987 in St. Pölten, lebt in Traismauer. Studentin der Sinologie und Informatik in Wien. Sie veröffentlichte zuletzt den Roman "Die Asche meiner Schwester" (Literaturedition Niederösterreich, 2008) und wurde u. a. mit dem Theodor Körner Förderpreis ausgezeichnet. "Fütter mich" ist ihr neuester Erzählband (Skarabæus, 2009).
19.00 Uhr: Medienwerkstatt Wien
Neubaugasse 40a
Wintersport und ein bisschen mehr...
3 Videominiaturen aus der Video Edition Austria - release 02
kuratiert von Eva Brunner-Szabo
Robert Mathy: Vibration 2007 (1:27)
Vibration ist eine Arbeit, die sich dem medialen Vokabular der TV-Sport-Übertragung analytisch nähert. Einzelne Durchgänge einer Riesentorlauf-Aufzeichnung wurden zeitsynchron überblendet. Das daraus entstandene Video - mit der Dauer eines Durchlaufs vom Start bis ins Ziel zeigt somit gleichzeitig die annähernd identischen Bewegungsmuster. Die vom Medium spektakulär behaupteten, aber in Wirklichkeit kaum zu unterscheidenden sportlichen Leistungen, werden zur visualisierten statistischen Bagatelle im sonst völlig homogenen Gesamtbild der Informationseinblendungen und Schnittfolgen.
Doris Mayer: Kismet, oder Tu, was du willst 2004 (1:10 loop)
Kismet: unausweichliches Schicksal "Tu, was du willst - alles ist vorbestimmt" oder "Tu, was du willst - alles deine Entscheidung"? Eine Super-8 Sequenz aus den 1970er Jahren - im Retourlauf abgefilmt - und eine digitale Videosequenz von 2004 sind durch Überblendungen zum Film montiert und werden im Loop gezeigt.
Claudia Klucaric: Caballito negra 2005 (1:30)
Dieses Video beschäftigt sich mit dem Willen, der Disziplin, der Herausforderung, auch Überforderung und damit, wie das "Werkzeug" Beine - also das Pferd - sich verselbständigen kann und automatisiert agierend den erschöpften, dann willenlosen Reiter vielleicht auch anderswohin trägt als ursprünglich von ihm intendiert... Es geht um die Ambivalenz von Disziplin und Willensstärke. Und der Hinweis, dass das schwarze Pferd schon bei Platon für die Ungebärdigkeit der Leidenschaftsnatur steht, kann vielleicht als ein Schlüssel zum Verständnis dieser eineinhalb Minuten dienen.