Bid (c) Alena Baich, Verena Wiesinger

DUSHA CONNECTION – „Merak“

Klassischer Jazz, in stilübergreifender Weise fulminant neu interpretiert – DUSHA CONNECTION machen auch ihrem neuen Album „Merak“ (redpmusic) auf eindrucksvolle Art vor, was man noch Packendes aus längst vergangen geglaubten Klängen herausholen kann.

Der Versuch der Verbindung zwischen dem Klassischen und dem Modernen. Das Wiener Trio Dusha Connection ist mit dem Ziel angetreten, den Jazz der vergangenen Tage zu erneuern, ihm durch eine stilistische Erweiterung zu einer neuen Blüte zu verhelfen. Ein Vorhaben, das – lauscht man sich durch das Album des Dreiergespanns Esad Halilovic (Schlagzeug, Komposition), Maximilian Tschida (Klavier) und Alessandro Vicard (Kontrabass) – wirklich geglückt ist. Mehr noch, die Band hat etwas gänzlich Neues erschaffen, etwas, in dem sich die verschiedensten Elemente auf wirklich geniale Weise miteinander verbinden. So aktuell, so spritzig, so erfrischend anders hat der alte Sound schon lange nicht mehr geklungen.

Ein richtig mitreißendes Jazzfeuerwerk

Die drei Instrumentalisten legen einen heißen Tanz aufs Parket, einen, der die Zuhörenden wirklich mitreißt und zu begeistern vermag. Zu allen Seiten hin offen verbinden sie Verschiedenstes auf unnachahmlich leidenschaftliche Weise, bedienen sich aus dem breiten Fundus der Jazzgeschichte, ziehen aber auch genüsslich Linien hin zu anderen Stilen, lassen im musikalischen Sinne ihre unterschiedlichen Wurzeln sprechen, das Österreichische, das Slawische und Italienische, folgen dem Komponierten, lassen aber auch jeder kunstvollen Improvisation ihren Raum.

Der Sound, den Bandleader Esad Halilovic und seine beiden Kollegen erschaffen, ist einer, in dem es vor packenden Melodien, waghalsigen virtuosen Soli, überraschenden Wendungen und Brüchen, eigenwilligen Experimenten und spannungsgeladenen Aufbauten nur so wimmelt, in dem der gediegene smoothe und elegante Klang ebenso dargeboten wird wie auch der hochgradig energiegeladene. Es geht ständig hin und her – zwischen Lautem und Leisem, Vertrautem und Exotischem, zwischen Geheimnisvollem und unfassbar Lässigem.

Esad Halilovic, Maximilian Tschida und Alessandro Vicard zeigen auf ihrem Album, dass Jazz der klassischen Prägung auch zeitlos erklingen kann und in keiner Weise irgendwie verstaubt klingen muss. Die Nummern des Trios haben den Kick, sie atmen etwas unkonventionell Frisches, das wirklich viel Stimmung macht.

Michael Ternai

Upcoming gigs:
20.07. Porgy & Bess, Wien (A)
22.07. Oooh – International Free-Improvisation Festival, Piccolo Teatro Ragusa, Ibla (ITA)
28.07. RaRa Festival, Palazzolo (ITA)
24.11. São Paulo Jazz Festival , São Paulo (BRA)
6.12 – 16.12. Nublu Jazz Festival, New York (USA) 

Links:
Dusha Connection
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