Musikmagazin – wien

Mi, 23.04.2014 - 11:30

Im mica-Gespräch mit Alois Sonnleitner verrät der Schlagzeuger, wie er es schaffte, seine Liebe zur Musik zum Lebensinhalt zu machen, wie er seine vielen Aktivitäten unter einen Hut bringt – und welche spezielle Rolle der tschechische Serienheld der frühen 70er Jahre, Pan Tau, in seinem Leben spielt.

Do, 17.04.2014 - 13:24

„Groove“ ist so vielfältig definierbar wie man die Begriffe „Schmäh“ oder „Saudade“ mit Worten bestenfalls umschreiben  kann, aber das, was gemeint ist, wissen alle, die „es“ spüren durften und fortan davon infiziert sind.  „Groove“ ist auch das sympathische Hauptmerkmal der vier Männer, die hier unter dem Bandnamen Chilifish präsentiert werden mögen: Sobald  jenewelche nämlich loslegen, treten Symptome beim Zuhörenden auf, wie zwanghafte Lust zu tanzen oder mindestens „rhyhtmisches Stehen“ (Roland Kaisers „Dich zu lieben“ Fußchoreographie). Die unwiderstehlich energetische Schwingung erfasst Hüften und Rumpf, die zuvor „ruhigen Zuschauermassen“ mutieren zu einer Herde „Wackeldackel“. Von der ersten bis zur letzten Sekunde wird man getragen von Beats chili-gewürzt mit frechen oder unverschämt romantischen Texten. Das Geheimnis ihres Grooves beruht nicht nur auf dem  gleichen „Time“-holz und Musikempfinden, aus dem Konglomerat BassistIn und SchlagzeugerIn geschnitzt sein möchten. Nach Bass und Drumset sucht man hier nämlich vergebens.

Di, 15.04.2014 - 15:55

Seit über einer Dekade nun schon zählen Krzysztof Dobrek und sein Quartett Dobrek Bistro zu den fixen Größen der heimischen Weltmusikszene. Es ist vor allem diese fast schon unvergleichbare Vermischung der unterschiedlichsten musikalischen Zutaten, mit welcher die Multikulti-Combo das Publikum allerorts in hohem Maße zu begeistern weiß. Das von der vierköpfigen Formation Dargebotene offenbart sich als ein wirklich schönes Beispiel dafür, wie international, abwechslungsreich und mitreißend Musik erklingen kann, löst man sich einmal von allem begrifflichen und traditionellen Purismus.

Di, 15.04.2014 - 10:32

Bratfisch, das wissen Connaisseure, mundet nicht nur am Karfreitag der vor der Türe steht, sondern besonders wenn damit die österreichische Band gemeint ist, den ganzen Jahreskreis hindurch: Vier junge Männer, die Gebrüder Matthias  und Tino Klissenbauer an Stimme, Gitarre und Akkordeon, Jürgen Partaj an der Violine und Johannes Landsiedel an Gitarre und Bass (auch Texter) ziehen über die Großstadt- und auch die Landesgrenzen hinaus immer mehr Publikum an und das aus gutem Grund. Geboten wird hervorragend gespielte Musik und lässige Texte.

Mo, 14.04.2014 - 09:34

Dass Ernst Molden dereinst eine Musikerkarriere einschlagen sollte, war dem heute 47jährigen nicht unbedingt klar erkennbar in die Wiege gelegt. Denn die Familie, in die er 1967 hineingeboren wurde, war traditionell vielmehr der Textproduktion verpflichtet und arbeitete eher in den Bereichen Literatur und Publizistik, als sich in der hohen Kunst der Schrammelns hervorzutun. Nicht einmal das Wienerische war im Hause Molden vorherrschend, wie man es rückblickend und angesichts seines songwriterischen Oeuvres vermeinen könnte. Vielmehr war das Erlernen eines zünftigen „proletarischen“ Spruchs eine Überlebensstrategie, die er im Volksschulalter aufgriff um soziales Oberwasser zu behalten. Viele Jahre später, im Laufe seiner musikalischen Erfolgsgeschichte, wird diese potentielle Spannung noch immer künstlerisch ausgehalten: Neben dem Dialektgesang samt volksmündlichen Stilblüten gastiert Ernst Molden auch weiterhin in höchsten Kulturzirkeln; als Kolumnist, Literat und Theaterkomponist.

Di, 08.04.2014 - 11:51

Spricht man über die Wiener Tschuschenkapelle (ursprünglich Erste Wiener Tschuschenkapelle), so spricht man über eine Formation, die wie nur wenige andere die Musikgeschichte Österreichs des letzten Vierteljahrhunderts (2014 feiert die Band ihr 25-jähriges Bestehen) mitgeschrieben hat. Man spricht von einer Band, die sich das friedliche Miteinander der verschiedenen Kulturen auf die Fahne geheftet hat und darüber hinaus in der Rolle eines musikalischen Botschafters, die heimische Musikszene auch europaweit in allen Ehren vertritt und aufzeigt, von welcher Lebendigkeit und welchen Reichtum diese ist. Slavko Ninić, der Gründer und Kopf der Band, im Interview mit Michael Ternai.

Mo, 07.04.2014 - 10:26

Mit Sunrise16 wurde ein Projekt verwirklicht, das mit einer explosiven Melange aus Soul, Electro, Funk, Pop und Rap begeistert. Nach ersten Erfolgen mit der EP „Omnipotence“ und der Single „Don’t Waste My Time“ folgt nun ein Full Length Album von Sunrise16. Petra Ortner hat den Kopf des Projektes und Musiker mit Mostviertler Wurzeln – Harald Fahrngruber – im Wiener Vorstadtgasthaus „Schwarzer Rabe“ in Ottakring getroffen und mit ihm über die Musik geplaudert.

Mo, 07.04.2014 - 10:20

Die Arbeiten der österreichischen Musikerin und Künstlerin Katharina Ernst spiegeln die Diversität ihrer Entwicklung im Spannungsfeld zwischen Musik und Bildender Kunst wider.

Do, 03.04.2014 - 10:32

Der Sänger und Gitarrist Alp Bora erzählt im Gespräch mit Alois Sonnleitner von seinen  Eindrücken im Okzident und Orient, seinen Anfängen in Wien, von Veränderungen in seinem Herkunftsland Türkei, seinen Zukunftsplänen – und davon, wie sehr das Reisen ihn prägt.

Mi, 26.03.2014 - 14:11

Er ist der „Godfather“ des Neuen Wienerliedes. Karl Hodina wird nächstes Jahr stolze 80 Jahre und genauso stolz ist Österreich auf diesen, seinen Helden, der seine Fertigkeiten der Erhaltung und Entwicklung des Alten und Neuen Wienerliedes widmet. Seinerzeit stand er damit mehr oder weniger alleine in der Landschaft (Ottakrings, Stammersdorfs, …) und dürfte mit seinem aktivem Einsatz vielen Mut gemacht und Neugierde geweckt haben, das immerwährend Reizvolle der Wienerliedmusik gierig aufzusaugen und neu zu interpretieren.