Musikmagazin – vorarlberg

Do, 10.04.2014 - 11:20

Musikinteressierte Menschen des Landes haben den Klarinettisten Alex Ladstätter sicher schon im Rahmen von Orchesterkonzerten des Symphonieorchesters Vorarlberg, bei den Bregenzer Festspielen, als Kammermusiker oder auch bei der Bürgermusik Lauterach gehört. Anfang des Jahres hat der vielseitige Musiker zusammen mit der Pianistin Keiko Hattori eine CD vorgestellt. Engagements hat Alex Ladstätter bei den namhaftesten Orchestern, vor wenigen Wochen war er beispielsweise mit den Wiener Philharmonikern auf Konzertreise in Rom. Im Rahmen des Gedenkkonzertes für Claudio Abbado musizierte er im großen Musikvereinssaal das Klarinettenquintett von W.A. Mozart. Darüber hinaus arbeitet der gebürtige Bregenzer mit dem Wiener Instrumentenbauer Karl Radovanovic zusammen, erfolgreich haben sie neue Klarinetteninstrumente entwickelt. Mit seiner Schwester, der Geigerin Natallia Ladstätter, und Keiko Hattori hat Alex Ladstätter kürzlich das „Ensemble Vision“ gegründet. Ihr Debütkonzert geben die drei Ende April und präsentieren in diesem Rahmen zugleich das neueste Werk von Richard Dünser „The return of the hunters“. Im Gespräch mit Silvia Thurner erzählt Alex Ladstätter von seiner Ausbildung, wichtigen Marksteinen seines bisherigen Werdeganges, er nimmt Stellung zur Neubesetzung am Landeskonservatorium und berichtet von zukünftigen Plänen.

Do, 03.04.2014 - 09:55

Vor ein paar Monaten hat sich der Pianist und Komponist Hans-Udo Kreuels, langjähriger Professor am Vorarlberger Landskonservatorium, in die Pension verabschiedet. Von Ruhestand kann jedoch keine Rede sein, denn aktuell beschäftigen den vielseitigen Musiker und Musikwissenschaftler mehrere Projekte. Am Sonntag, 6. April 2014 wird die „Passion Jesu“ nach Texten von Markus Hofer mit dem Kammerchor Feldkirch, einer Choralschola sowie einem Bläserensemble des Landeskonservatoriums unter der Leitung von Benjamin Lack uraufgeführt. Renate Bauer inszeniert die rituell dargestellten Kreuzwegstationen mit acht Schauspielern in der Kapelle des Landeskonservatoriums. In Berlin interpretiert Hans-Udo Kreuels im Rahmen eines Gesprächkonzertes Schuberts „Winterreise“ und es entsteht ein Buch über Schumanns Liederzyklus „Frauenliebe und -leben“. Über die „Passion Jesu“ und weitere Vorhaben berichtet Hans-Udo Kreuels im Gespräch mit Silvia Thurner.

Mi, 02.04.2014 - 14:38

Mit viel Humor versucht sich die Combo Holstuonarmusigbigbandclub an einer Internationalisierung heimischer Volksmusik. Dabei dienen mitunter gerade die verschnarchtesten Klischees des Alpenfundus als Vehikel, um die komatöse österreichische Folklore aus dem toten Winkel der Seriosität zu karren. Denn der Holstuonarmusigbigbandclub öffnet sich stilistisch in alle erdenklichen Gefilde und erstreckt sich über entfernteste popkulturelle Breitengrade. So wird etwa die grundierende, dumpf trötende Tuba umspickt mit Indie- und Reggae-Zitaten, um ein erfrischend neuartiges Ganzes entstehen zu lassen. Auf textlicher Ebene pflegt man vornehmes „Denglisch“, das gekonnt zwischen alpenländischen Dialektformen und Rastafari-inspirierten Kaugummi-Vokalisen changiert. Ganz grundsätzlich orientieren sich die Lyrics eher an der gerade naheliegenden Phonetik denn an lyrischer Geschlossenheit. Ein Umstand, der die fünf jungen Vorarlberger Musiker als unverkopft, augenzwinkernd und schlicht sympathisch dastehen lässt.

Fr, 14.02.2014 - 12:59

Außenstehende würden hinter dem Bandnamen ein Trio vermuten. Tatsächlich handelt es sich bei Martin Eberle (Trompete, Flügelhorn), Benny Omerzell (Keyboards, Klavier), Manu Mayr (Kontra- und E-Bass) und Lukas König (Schlagzeug) zweifellos um ein Quartett, das der Umstand, zur Gründungszeit eine WG im 3. Bezirk geteilt zu haben, zum Namen Kompost 3 bewog. Bald wurde die Sprachbarriere zwischen den zwei Vorarlbergern und den beiden Wienern überwunden, musikalisch verständigten sich die vier Mittzwanziger im Jazzwerkstatt-Kollektiv, das für viele junge Improvisator_innen eine geeignete Plattform bildet.

Di, 11.02.2014 - 11:21

Alfred Vogel, international bekannt als Perkussionist, Labelchef und Kurator der Jazzfestivals „Bezau Beatz“ wird in Zukunft die Konzerte der Reihe „Jazz&“ am Dornbirner Spielboden künstlerisch betreuen. Als Nachfolger von Peter Füßl, der der Konzertreihe auch über die Landesgrenzen hinaus ein individuelles Profil verliehen hat, will er vor allem im Hinblick auf die Qualität der Darbietungen Kontinuität walten lassen. Schon das erste Saisonsprogramm zeigt die eigene Note von Alfred Vogel. Unter anderem gibt es ein Schwerpunktwochenende mit Schweizer Bands, in weiterer Folge sollen unterschiedliche Landesszenen porträtiert werden. Im Gespräch mit Silvia Thurner erzählt Alfred Vogel von seinen Beweggründen, die Jazzreihe weiterzuführen, er macht einen Rundblick zu anderen Konzertveranstalter, spricht die Vorarlberger Szene an und stellt diesen neuen Wirkungsbereich in Zusammenhang mit seinen anderen Tätigkeitsbereichen.

Mi, 05.02.2014 - 13:25

David Helbock war immer schon ein Musiker, der zu überraschen vermochte. Sich nie wirklich exakt auf eine einzelne Richtung festlegend, zeigte sich der gebürtige Vorarlberger in stilistischen Fragen immer schon als eine Art musikalisches Chamäleon, das je nach Umgebung seine Farbe wechselt. In seinem Trio Random/Control treibt der Pianist sein Spiel mit der Unvorhersehbarkeit nun weiter an die Spitze. David Helbock im Gespräch mit Michael Ternai.

Mi, 23.10.2013 - 10:41

Spricht man von zeitgenössischer Musik aus Vorarlberg, so ragt das „ensemble plus“ gewissermaßen als Solitär aus dem an sich sehr reichen Musikleben des Ländles hervor. Es gilt derzeit als das einzige Ensemble, das den Fokus auf zeitgenössische Musik richtet.

Do, 25.07.2013 - 09:56

Vor Überraschungen sind auch Komponisten nicht gefeit; erfreulich freilich, wenn diese angenehmer Natur sind und etwa in der Ankündigung einer vier Tage später bevorstehenden Uraufführung bestehen. So geschehen bei Michael Amann im Fall von Kassiber, das am 25. Juli 2013 im italienischen Assisi aus der Taufe gehoben wird.

Di, 09.04.2013 - 10:52

Georg Friedrich Haas hat den Sprung in die internationale Musikszene längst geschafft und ist mit seinen Werken auf sämtlichen wichtigen Festivals präsent. Im März 2013 wurde ihm der mit € 60.000,00 Euro dotierte internationale Kompositionspreis des Landes Salzburg überreicht. Bei den Schwetzinger Festspielen wird der Komponist zu seinem 60. Geburtstag mit einigen Porträtkonzerten geehrt. Das Münchener Kammerorchester gastiert mit dem Werk „chants oubliés“ von Georg Friedrich Haas im Rahmen des Abonnementzyklus „DornbirnKlassik“ zu Gast. Außerdem findet dort Ende Mai die Uraufführung seiner neuesten Oper „Thomas“ statt. Danach wendet sich G.F. Haas der Komposition für die außergewöhnliche Besetzung „Alphornquartett und Orchester“  zu und im Auftrag der Berliner Philharmoniker schreibt er ein Orchesterwerk.

Mo, 25.03.2013 - 11:35

Richard Dünser ist dem musikinteressierten Publikum bestens bekannt. Der gebürtige Vorarlberger lebt seit Jahren in der Steiermark und unterrichtet an der Grazer Musikuniversität. Erst kürzlich brachte der Klarinettist Martin Schelling das Werk „Canti notturni“ zur Uraufführung, das ihm der befreundete Komponist auf den Leib geschrieben hat. Kürzlich wurde die „Radek-Sinfonie“ nach der gleichnamigen Oper „RADEK“ im Wiener Musikverein präsentiert, anschließend wird beim Vorarlberger Label VMS eine CD produziert.