Musikmagazin – steiermark

Mi, 23.04.2014 - 11:47

Der etablierte junge ohren preis für Musikvermittlung im deutschsprachigen Raum ist ab heute wieder auf www.jungeohren.de ausgeschrieben. Als Sensor für neue Trends und das Aktuellste aus den unterschiedlichen Feldern der Musikvermittlung ist der junge ohren preis seit sieben Jahren eine anerkannte Instanz.

Di, 22.04.2014 - 16:27

Die Interpretation des Jazz von Michaela Rabitsch und Robert Pawlik ist eine, die sich nicht unbedingt an den üblichen Entwürfen orientiert. Vielmehr als sich im Wiedergeben von Standards zu üben, unternehmen die beiden mit ihrem Quartett den Versuch, Brücken auch hin zu anderen Spielarten zu schlagen. Was ihnen, wie auch auf ihrer 2012 erschienenen CD „Voyagers“ zu hören ist, ganz vortrefflich gelingt. Die nächste Gelegenheit, das Michaela Rabitsch & Robert Pawlik Quartet live zu erleben, gibt es am 26. April im Kammgarnsaal in Traiskirchen.

Do, 17.04.2014 - 13:25

"Dynamisch" ist wohl jener Terminus, mit dem man am ehesten jene Umbrüche auf einen Nenner bringen kann, die die österreichische Jazzszene in den letzten Jahren geprägt haben. Manche Institutionen sind verschwunden, neue Strukturen dafür entstanden. So hat Joe Zawinuls 2004 in Wien eröffneter Club Birdland seinen 2007 verstorbenen Gründer nur um ein Jahr überdauert. 2009 wurden zudem die Hans-Koller-Preise - mit ihnen der internationale „European Jazz Prize“ - zum letzten Mal vergeben. Einen Paukenschlag bedeutete weiters das Ende eines der wichtigsten Szene-Aushängeschilder: Im Juli 2010 verfügte Mathias Rüegg nach 33 Jahren die Auflösung des Vienna Art Orchestra (VAO), lange Jahre Flaggschiff des europäischen Bigband-Jazz. Die Musiker, die seit den 1980er-Jahren aus diesem Klangkörper hervor gegangen sind, prägen indessen weiterhin das Geschehen: Voran die international etablierten Saxofonisten Wolfgang Puschnig (*1956) und Harry Sokal (*1954), aber auch Instrumentalisten, die in den letzten Jahren im VAO bekannt geworden sind: Dazu zählen Trompeter Thomas Gansch (*1975) und der einst bei den Wiener Philharmonikern beschäftigte Kontrabassist Georg Breinschmid (*1973). Beide sind gleichermaßen virtuose wie musikantisch veranlagte Instrumentalisten, schöpfen in ihren Stücken auch aus der Blasmusik- bzw. Wienerlied-Tradition und ergötzen das Publikum nicht zuletzt als amüsantes, musikkabarettistisches Duo.

Mo, 14.04.2014 - 12:31

Als größter Musikveranstalter Österreichs im Bereich »klassischer Musik« engagiert sich die Jeunesse seit 65 Jahren österreichweit in 22 Geschäftsstellen besonders für die Förderung junger Künstlerinnen, Künstler und Ensembles sowie für ein junges Publikum. Bei jährlich über 600 Konzerten, davon 300 in Wien und 300 speziell für Kinder und Jugendliche, erreicht die Jeunesse in jeder Spielsaison mehr als 200.000 Besucher mit Musik für jede Altersstufe.

Di, 08.04.2014 - 11:52

Man wächst mit seinen Herausforderungen - diese Redewendungen, so könnte man vermuten, hat sich Katharina Gross zu ihrem künstlerischen Motto gemacht, liest man etwa davon, dass es sich die junge Cellistin zur Aufgabe gemacht hat, bei KomponistInnen eines jeden der weltweit 194 Länder der Erde und je einem ihrer Studierenden je ein Werk zu beauftragen und diese in Summe 388 Kompositionen zur Uraufführung zu bringen. Dieses weltumspannende Vorhaben ist aber nur eines der vielen kreativen Projekte, zu denen Ruth Ranacher und Michael Franz Woels der umtriebigen Künstlerin die Fragen stellten.

Mo, 07.04.2014 - 10:28

Der vielbegabte und sehr engagierte Wolfgang Möstl hat es schon wieder getan: Mit seiner Krawallkombo Mile Me Deaf hat er einen neuen Langspieler „Holography“ produziert. Zwei Jahre nach dem Debütalbum „Eat Skull“ und ein Jahr nach der EP „Brando“ scheint der Steirer noch immer nicht stillzustehen und das trotz mehrerer, gleichzeitig laufender Musikprojekte. Noch im Jänner hatte er mit den Sex Jams das Eurosonic Festival 2014 in Groningen unsicher gemacht. Nun steht die Bekanntmachung des Publikums mit der neuen Mile Me Deaf Platte im Vordergrund. Und die Fans der Band werden nicht schlecht staunen, vor allem wenn sie das Album von Anfang bis Ende durchhören. Mile Me Deaf hat sich verändert, ist irgendwie präziser geworden. Wo auf der EP „Brando“ recht wilde Gangster-Balladen im Shoegaze-Stil und Lo-Fi –Deluxe geherrscht haben, sind auf „Holography“ reguläre Lieder, soll heißen Lieder mit Refrain, Hook und Strophe zu hören.

Fr, 04.04.2014 - 14:10

MusikerInnen, Bands und Ensembles aller musikalischen Gattungen sind eingeladen, sich für die renommierte und im Mai des kommenden Jahres stattfindende Bucharest International JAZZ Competition zu bewerben.

Fr, 04.04.2014 - 11:15

Von Beat Furrer und Ernst Kovacic gegründet hat sich impuls als Verein zur Vermittlung zeitgenössischer Musik mit seiner internationalen Ensemble- und Komponistenakademie binnen kürzester Zeit zu einer der international führenden Institutionen auf diesem Gebiet entwickelt.

Fr, 04.04.2014 - 10:33

Hella Comet sind astronomische Spätzünder. Bereits vor 17 Jahren hatte man ein Kollektiv dieses Namens gegründet, doch erst 2010 fand der erste Konservenbeleg in Gestalt des Debutalbums „Celebrate Your Loss“ auf noiseaffine Plattenteller. Das Quartett, bestehend aus den drei Gründungsmitgliedern Lea Sonnek (Bass, Vocals), Franz Wolfgang Gurt (Guitar) und Jürgen Hochsam (Guitar) sowie dem 2006 hinzugestoßenen Drummer Markus Sworcik arbeitet sich vor allem an Soundästhetiken der späten 1980er Jahre ab und übersetzt die frühen Noise- und Postrock-Heroen in einen zeitgemäßen, undogmatischen Neuentwurf.

Mi, 02.04.2014 - 10:56

Dass es die aus Graz stammende Sängerin und Komponistin Laura Winkler ganz vortrefflich versteht, Musik mit ganz eigenem farblichen Anstrich auf den Weg zu bringen, davon konnte man sich bereits im vergangenen Jahr bei "Have you seen the troll?", dem Debüt ihrer Band Holler My Dear, überzeugen. Gemeinsam mit dem Wabi-Sabi Orchestra geht Laura Winkler auf der nun erscheinenden CD „Paper Clips“ (Traumton Records) nun einen, wenn nicht sogar gleich mehrere Schritte weiter. Pflegt die aktuell in Berlin lebende Sängerin mit ihrer Hauptband doch eher einen filigran-eleganten akustischen Jazz-Liedermacher-Sound, so wendet sie sich in den Kompositionen ihres neuen Projekts einer doch deutlich größeren, ambitionierteren und vor allem vielschichtigeren Klangästethik zu. Es ist der facettenreiche Versuch einer Eigendefinition der klassischen Jazzorchester-Orchester-Musik, den sie unternimmt und den sie mit ihrem Ensemble auch wirklich mit Bravour umzusetzen weiß. Präsentiert wird "Paper Clips" am 7. April im Österreichischen Kulturforum in Berlin.